Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Hoffnung für unfruchtbare Paare

15.11.2012
Sperma weist häufig Schädigungen der DNA auf

Ein wissenschaftlicher Durchbruch der Queen's University Belfast soll Millionen von Paaren neue Hoffnung geben, die unter einer unerklärbaren Unfruchtbarkeit leiden. Eine Studie mit 239 Paaren mit dieser Diagnose hat ergeben, dass in 80 Prozent der Fälle das Sperma der Männer Schädigungen der DNA aufwies.


Fruchtbarkeit: DNA-Schäden verhindern Wunschkind (Foto: SPL)

Jetzt können die Betroffenen sehr rasch eine Behandlung für dieses spezifische Problem erhalten. Allein in Großbritannien unterziehen sich laut BBC jedes Jahr 50.000 Paare einer Fruchtbarkeitsbehandlung.

Die neuen Studienergebnisse werden laut der leitenden Wissenschaftlerin Sheena Lewis diesen Paaren helfen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen. Lewis spricht in diesem Zusammenhang von einem Durchbruch in der Forschung, nicht von einer Heilungsmöglichkeit, sondern von einer neuen Möglichkeit, eine Unfruchtbarkeit zu behandeln.

"Bei fast einem Drittel der Paare war bis heute keine offensichtliche Ursache für die Unfruchtbarkeit erkennbar. Sie alle haben die Diagnose 'unerklärbare Unfruchtbarkeit' erhalten." Viele dieser Paare hätten viel Zeit und Geld in Fruchtbarkeitsbehandlungen wie die intrauterine Insemination investiert, die wahrscheinlich nicht zum Erfolg führten.

Erklärung für Unfruchtbarkeit gefunden

"Wir haben jetzt mit unserer Studie einen Durchbruch erzielt, der die Ursache für die Unfruchtbarkeit bei vielen dieser Paare erklären kann." Damit könnten jetzt passende Behandlungsmöglichkeiten gefunden werden, die die Chancen auf ein Kind wirklich erhöhen. Es gebe selbstverständlich keine Garantie für den Erfolg, aber zumindest eine bessere Chance.

Die aktuelle Studie ist auch die erste, die nachgewiesen hat, dass die Chancen auf ein Kind nach einer In-vitro-Fertilisation (IVF) in engem Zusammenhang mit dem Ausmaß der Schädigung der DNA der Spermien stehen. Die Universität arbeitet jetzt mit Lewis Fertility Testing http://www.lewisfertilitytesting.com zusammen, um diesen Test allgemein verfügbar zu machen. Zusätzlich ist der Test auch in China Teil von klinischen Studien.

Experte äußert Bedenken

Christopher Barratt von der University of Dundee http://www.dundee.ac.uk erklärte, dass in den meisten Kliniken keine Tests zu einer möglichen Schädigung des Spermas durchgeführt werden, da man unsicher sei, wie mit diesen Ergebnissen zu verfahren sei. Der Experte betonte auch, dass auch das häufige Auftreten der Schädigung des Spermas nicht die alleinige Ursache für die Unfruchtbarkeit sein könnte. "Ob diese Art von Test wirklich Hinweise auf die richtige Behandlung liefern kann, ist derzeit noch nicht geklärt. Die Frage ist, ob diese Tests helfen werden und in welchen Bereichen noch weiter geforscht werden muss."

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.qub.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

nachricht Sicherer Auto fahren ohne Grauen Star: Geringeres Unfallrisiko nach Linsenoperation
12.07.2018 | Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Im Focus: Magnetic vortices: Two independent magnetic skyrmion phases discovered in a single material

For the first time a team of researchers have discovered two different phases of magnetic skyrmions in a single material. Physicists of the Technical Universities of Munich and Dresden and the University of Cologne can now better study and understand the properties of these magnetic structures, which are important for both basic research and applications.

Whirlpools are an everyday experience in a bath tub: When the water is drained a circular vortex is formed. Typically, such whirls are rather stable. Similar...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation

13.07.2018 | Informationstechnologie

Fachhochschule Südwestfalen entwickelt innovative Zinklamellenbeschichtung

13.07.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics