Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Wohlstand – weniger Ressourcen

29.11.2011
Neue Studie analysiert Instrumente für mehr Ressourceneffizienz

Das Einsparpotenzial bei Ressourcen wird für Unternehmen in Deutschland auf 27 bis 60 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Dennoch ist Ressourceneffizienz kein Selbstläufer. Was muss passieren, damit die Erschließung dieser Potenziale an Dynamik gewinnt?

Die Studie „Mehr Wohlstand – weniger Ressourcen. Instrumente für mehr Ressourceneffizienz in Wirtschaft und Gesellschaft" von Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH zeigt, wie Maßnahmen aus den Bereichen Markt, Regulation, Information und Selbstorganisation der Ressourceneffizienz zum Durchbruch verhelfen können.

Sollten Ressourcen bei ihrem Eintritt in das Wirtschaftsgeschehen durch eine Materialinputabgabe besteuert werden? Müssen strengere Gesetze aufgelegt werden, die zum Beispiel vorschreiben, wie viel Energie ein Haus verbrauchen darf? Oder liegt die Macht nicht vielmehr beim Verbraucher, der – informiert durch entsprechende Kennzeichnungen – seine Konsumentscheidungen anhand von Ressourceneffizienzkriterien besser fällen kann? Welchen Stellenwert haben freiwillige Initiativen der Industrie wie Normen und Richtlinien?

40 Prozent der weltweit produzierten Lebensmittel werden weggeworfen. 50 Prozent der in Deutschland vertriebenen Zeitschriften erreichen nie einen Käufer. Die Analyse der Instrumente hat gezeigt, dass die größten Hebel für mehr Ressourceneffizienz am Ende der Wertschöpfungskette liegen. Maßnahmen, die an dieser Stelle ansetzen, sind besonders effektiv. Denn wenn am Ende der Wertschöpfungskette der Verbrauch reduziert werden kann, verringert sich der Ressourceneinsatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zur Rohstoffgewinnung.

Darüber hinaus sollten Instrumente offen für Innovationen sein, Rebound-Effekte berücksichtigen und globale Wertschöpfungsketten adressieren. Dabei muss eine grenzüberschreitende Wirkung von Instrumenten nicht zwangsläufig langwierige Verhandlungen um internationale Abkommen nach sich ziehen. Allein die Marktgröße der EU kann durchaus Anreize für Zulieferer weltweit bieten, ihre Produktion EU-weit gültigen Gesetzen anzupassen.

Die Studie „Mehr Wohlstand – weniger Ressourcen. Instrumente für mehr Ressourceneffizienz in Wirtschaft und Gesellschaft“ analysiert die Potenziale und Wirkungen von Maßnahmen aus den Bereichen Markt, Regulation, Information und Selbstorganisation. In den vier Bedürfnisfeldern Mobilität, Ernährung, Information und Kommunikation sowie Bauen und Wohnen wird anhand von Beispielen aus dem In- und Ausland untersucht, wie Menschen dazu veranlasst werden können, ressourceneffizienter zu wirtschaften und zu leben. Das internationale Spektrum der Strategien und Instrumente reicht dabei von der strikten Regulation der Zahl der PKW-Neuzulassungen in Singapur bis hin zur vollständigen Abschaffung der Agrarsubventionen in Neuseeland.

Die Publikation „Mehr Wohlstand – weniger Ressourcen. Instrumente für mehr Ressourceneffizienz in Wirtschaft und Gesellschaft“ erscheint als Band 94 in der ZTC-Reihe „Zukünftige Technologien“ und kann als Druckversion kostenfrei bezogen oder als PDF heruntergeladen werden unter:

Download: http://www.zukuenftigetechnologien.de/Ressourceneffizienz

Fachlicher Ansprechpartner:

Dr. Günter Reuscher
Zukünftige Technologien Consulting
VDI Technologiezentrum GmbH
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf,
Tel: +49 (0) 21 16 214-688
reuscher@vdi.de
http://www.zt-consulting.de
Die Studie wurde im Auftrag des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) erstellt.

Über das VDI Zentrum Ressourceneffizienz

Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz mit Sitz in Berlin ist eine Tochter der VDI GmbH und wurde im Juni 2009 mit Mitteln der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gegründet. Kernaufgabe des ZRE ist, den integrierten Einsatz von Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutztechnologien allgemein verständlich und umfassend darzustellen und zu fördern.

Der Auftrag des VDI ZRE ist, einen wirksamen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zu Ressourceneffizienz in praktischen Anwendungsfeldern zu leisten. Dies ist verbunden mit der Zielsetzung, den Verbrauch an natürlichen Ressourcen zu verringern, eine höhere Wertschöpfung mit mehr Arbeitsplätzen und höherer Qualifikation der Beschäftigten zu erreichen und die internationale Wettbewerbsposition der deutschen Wirtschaft zu stärken.

Fragen zum VDI ZRE
Dr. Nicole Freiberger
Telefon: +49 (0) 30 27 59 506-14
Telefax: +49 (0) 30 27 59 506-30
E-Mail: redaktion@vdi-zre.de

Dr. Anja Mikler | VDI
Weitere Informationen:
http://www.vdi-zre.de
http://www.zukuenftigetechnologien.de/Ressourceneffizienz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Grundlagen der Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft
27.07.2018 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

nachricht Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren
23.07.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics