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Maßband vs. Body-Scanner: Studie erforscht Zusammenhang des Bauchvolumens mit der Stoffwechsellage

17.05.2016

Bei Übergewicht ist das Bauchfett ein wichtiger Indikator für das Metabolische Syndrom (MetS). Ob sich die Stoffwechsellage durch 3D-Scanner besser vorhersagen lässt, als durch traditionelle Erfassungsmethoden, soll die MetSScan-Studie herausfinden – eine neue Gesundheits-Studie des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC). Im Februar 2016 fiel der Startschuss für die Untersuchung, für die noch Studienteilnehmer gesucht werden.

Es ist wichtig, die Ausdehnung des Bauchfetts präzise bestimmen zu können. Ob dafür 3D-Scans besser geeignet sind, als die klassische Messung des Taillen- oder Hüftumfangs, möchte das Forscherteam um Prof. Pischon vom MDC im Rahmen der MetSScan-Studie herausfinden und kooperiert dafür mit dem Bodyscan-Spezialisten Human Solutions GmbH. Das Projekt wird durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.


Die Untersucherinnen Marie-Kristin Kusnierz und Elektra Polychronidou demonstrieren die Blutabnahme. Bild: Carolin Adler.

Muss man den Gürtel weiter schnallen, ist das keine gute Nachricht. Übergewicht allein tritt oft zusammen mit Stoffwechselstörungen auf, also etwa erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten oder auch Bluthochdruck.

Das Körperfett der Leibesmitte hat besondere Bedeutung: Bei einem erhöhten Bauchumfang in Kombination mit den genannten Stoffwechselstörungen spricht man vom sogenannten Metabolischen Syndrom, welches mit einem erhöhten Risiko für Diabetes Typ 2 und koronaren Herzkrankheiten einhergeht.

Die dreidimensionale Erfassung des Bauchraums kann die Ausdehnung des Bauchfetts womöglich besser bestimmen, als die alleinige Messung des Taillenumfangs. Im Rahmen der neuen Studie sollen aus dem Teilkörpervolumen des Bauchraumes die Stoffwechsellage und damit auch Komponenten des Metabolischen Syndroms abgeschätzt werden.

Insbesondere soll in der MetSScan-Studie auch untersucht werden, ob die Bauchvolumenmaße des Bodyscanners die Stoffwechsellage besser widerspiegeln als klassische Körpermaße wie der Taillen- und Hüftumfang.

Neben der Bodyscanner-Untersuchung beinhaltet die Studie weitere nicht-invasive Untersuchungen, wie etwa eine Bioelektrische Impedanz-Analyse zur Bestimmung von Körperfett und -fettfreier Masse, Blutdruckmessungen, eine Befragung zum Lebensstil und Vorerkrankungen sowie eine Blutentnahme. Das komplette Studienprogramm dauert einmalig etwa 2 Stunden.

Die wichtigsten Untersuchungsergebnisse werden dem Teilnehmer mitgeteilt. Besonderes Augenmerk wird auf den umfassenden Schutz der erhobenen Daten gelegt, weshalb u.a. die Untersuchungsdaten mit einem Pseudonym in Form einer zufällig generierten, mehrstelligen Kennnummer versehen und getrennt von den Personendaten aufbewahrt werden.

Die Studienteilnehmer im Alter zwischen 18 und 79 Jahren werden über öffentliche Aushänge und Zeitungsannoncen gesucht, wobei sowohl normalgewichtige als auch übergewichtige Personen zur Teilnahme aufgerufen werden. Um die angestrebte Teilnehmerzahl von 500 Männern und Frauen zu erreichen, ist eine Laufzeit von ca. 1 Jahr vorgesehen.

Interessenten für die MetSScan-Studie können sich an das Studienzentrum der AG Molekulare Epidemiologie unter der Telefon-Nr. +49(0)30 9406-4589 oder via E-Mail an metsscan@mdc-berlin.de wenden.

Vera Glaßer | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.mdc-berlin.de/

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