Durch eine Fokussierung auf den Bau von Spezialschiffen und komplexen Konstruktionen, die für die Errichtung von Windanlagen benötigt werden, könnte die Schiffbaubranche demnach bis 2020 bis zu 18 Milliarden Euro Umsatz erzielen.
Bei Ausschöpfung dieses Potenzials ließen sich bis zu 6.000 Arbeitsplätze auf deutschen Werften sichern. Voraussetzungen dafür sind eine günstige Entwicklung der politischen und finanziellen Rahmenbedingungen und eine Fortsetzung der strategische Neuausrichtung innerhalb der Branche. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in Kooperation mit dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V., unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Verband Deutscher Reeder e.V. sowie der Stiftung Offshore Windenergie.
Karsten Schulze, Senior Manager im Sektor Energy & Natural Ressources von KPMG: "Die Verwirklichung dieses Szenarios ist allerdings an verlässliche und für Investoren attraktive Rahmen- sowie günstigere Finanzierungsbedingungen geknüpft. In diesem Zusammenhang stellt das angekündigte KfW-Sonderprogramm 'Offshore Windenergie' mit einem Kreditvolumen von 5 Milliarden Euro einen ersten wichtigen Schritt dar. Auch die zurzeit diskutierten Änderungen des Erneuerbare Energien-Gesetzes können für weiteren Rückenwind sorgen. Etwa, wenn es um die Verlängerung des sogenannten "Sprinterbonus" oder die Einführung eines Stauchungsmodells geht. Für die Betreiber von Offshore-Windenergieanlagen ließe sich auf diese Weise die notwendige Investitionssicherheit schaffen. Das ist ganz wesentlich, um die in unserer Studie errechneten Potenziale grundsätzlich auch für Werften nutzbar zu machen."
Werften könnten Spezialschiffe und Plattformen bauen
Als Ansatzpunkte für ein verstärktes Engagement in der Offshore-Windindustrie bietet sich für deutsche Werften der Bau von Spezialschiffen an (Errichter-, Kabelleger- und Reparaturschiffe sowie Crew Transportation Vessels), aber auch der Bau komplexer Konstruktionen wie Jacket-Fundamente und Offshore-Plattformen. Der potenzielle Umsatz aus den "klassischen" Werfttätigkeiten (Schiffbau, Umbau, Wartung) könnte sich der Studie zufolge bis 2020 auf insgesamt 6,5 Milliarden Euro belaufen. Aus Offshore-Strukturen (Jackets und Plattformen) lässt sich ein weiteres Umsatzpotenzial von bis zu 11,5 Milliarden Euro ableiten. Hinzu kommt ein nicht unerhebliches Potenzial aus der Bereederung der notwendigen Schiffe.
Karsten Schulze: "Hier sind bei den finanzierenden Banken flankierende Maßnahmen zur Risikoreduzierung erforderlich. Dazu gehört unter anderem die Bauzeitfinanzierung der Werften. Die aktuell zu beobachtende kritische Finanzierungssituation muss sich aus Sicht der Werften bessern, da sie letztendlich die Hereinnahme notwendiger Aufträge verhindert. Und auch die Werften müssen aktiv werden. Wenn sie die Potenziale dieses Marktes nutzen wollen, sollten sie sich stärker als bisher um den Eintritt in den Offshore-Windmarkt bemühen, entsprechende Strategien formulieren und den Vertrieb forcieren. Eine klare Positionierung und der Ausbau notwendiger Kompetenzen in Bereichen wie Design, Integration, Service und Wartung sind im internationalen Wettbewerb unerlässlich."
Werftindustrie kann Beitrag zur Reduzierung des CO²-Ausstoßes leisten
Werner Lundt, Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V.:
Marita Reuter/Thomas Blees | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de
http://www.vsm.de
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Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Astronomen des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie hat Radioteleskope auf fünf Kontinenten miteinander verknüpft, um das Vorhandensein eines stark gebündelten Materiestrahls, eines sogenannten Jets zu beweisen, der vom Überrest des bisher einzigen bekannten Gravitationswellenereignisses ausgeht, bei dem zwei Neutronensterne miteinander verschmolzen. Bei den Beobachtungen im weltweiten Netzwerk spielte das 100-m-Radioteleskop in Effelsberg eine wichtige Rolle.
Im August 2017 wurde zum ersten Mal die Verschmelzung zweier sehr kompakter Sternüberreste, sogenannter Neutronensterne, beobachtet, deren vorhergehende...
An international research team including astronomers from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has combined radio telescopes from five continents to prove the existence of a narrow stream of material, a so-called jet, emerging from the only gravitational wave event involving two neutron stars observed so far. With its high sensitivity and excellent performance, the 100-m radio telescope in Effelsberg played an important role in the observations.
In August 2017, two neutron stars were observed colliding, producing gravitational waves that were detected by the American LIGO and European Virgo detectors....
Mit additiven Verfahren wie dem 3D-Druck lässt sich nahezu jede beliebige Struktur umsetzen – sogar im Nanobereich. Diese können, je nach verwendeter „Tinte“, die unterschiedlichsten Funktionen erfüllen: von hybriden optischen Chips bis zu Biogerüsten für Zellgewebe. Im gemeinsamen Exzellenzcluster „3D Matter Made to Order” wollen Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Heidelberg die dreidimensionale additive Fertigung auf die nächste Stufe heben: Ziel ist die Entwicklung neuer Technologien, die einen flexiblen, digitalen Druck ermöglichen, der mit Tischgeräten Strukturen von der molekularen bis zur makroskopischen Ebene umsetzen kann.
„Der 3D-Druck bietet gerade im Mikro- und Nanobereich enorme Möglichkeiten. Die Herausforderungen, um diese zu erschließen, sind jedoch ebenso gewaltig“, sagt...
Mithilfe von Kunstdiamanten gelang einem internationalen Forscherteam ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Hightech-Anwendung von Quantentechnologie: Erstmals konnten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen den Quantenzustand eines einzelnen Qubits in Diamanten elektrisch zu messen. Ein Qubit gilt als die Grundeinheit der Quanteninformation. Die Ergebnisse der Studie, die von der Universität Ulm koordiniert wurde, erschienen jüngst in der renommierten Fachzeitschrift Science.
Die Quantentechnologie gilt als die Technologie der Zukunft. Die wesentlichen Bausteine für Quantengeräte sind Qubits, die viel mehr Informationen verarbeiten...
Um die bekannten Anomalien in Wasser zu erklären, gehen manche Forscher davon aus, dass Wasser auch bei Umgebungsbedingungen aus einer Mischung von zwei Phasen besteht. Neue röntgenspektroskopische Analysen an BESSY II, der ESRF und der Swiss Light Source zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Bei Raumtemperatur und normalem Druck bilden die Wassermoleküle ein fluktuierendes Netz mit durchschnittlich je 1,74 ± 2.1% Donator- und Akzeptor-Wasserstoffbrückenbindungen pro Molekül, die eine tetrahedrische Koordination zwischen nächsten Nachbarn ermöglichen.
Wasser ist das „Element“ des Lebens, die meisten biologischen Prozesse sind auf Wasser angewiesen. Dennoch gibt Wasser noch immer Rätsel auf. So dehnt es sich...
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