Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kleines Auto, große Ambitionen

04.07.2011
Laut Frost & Sullivan über 60 Basismodelle in den nächsten drei Jahren startklar auf dem Europa-Markt für Mikroautos

Sieben der Top 10 Autohersteller setzen auf starkes Umsatzpotential von Mikroautos

Das Marktsegment der Mikroautos dürfte sich für über dreißig Marktteilnehmer, einschließlich sieben der zehn weltweit wichtigsten Automobilhersteller, zu einem der stärksten Umsatzgeneratoren entwickeln. Angespornt durch die immer strikteren Emissionsvorgaben und Sicherheitsvorschriften wandelt sich der Markt für Mikroautos von einem stark geschützten Nischensegment zu einem extrem fokussierten Markt, der sich sogar für Crash-Tests qualifiziert.

Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.automotive.frost.com) werden im Europa-Markt für Mikroautos bis zum Jahr 2013 über 60 Basismodelle, einschließlich Vierrädern, eingeführt. Außerdem planen sieben der Top zehn Autohersteller, über 19 Modelle in der vollständig neuen Wagenklasse der Mikroautos (Sub-A Segment) in den nächsten drei Jahren auf den Markt zu bringen. Es ist vorauszusehen, dass das Sub-A-Segment der Mikroautos schneller wachsen wird als das der Vierräder, da erstere über spezielle Eigenschaften verfügen und der Kleinstwagenklasse näher stehen.

„Die Entwicklung von Megastädten hat zusammen mit den sich wandelnden Mobilitätstrends und dem wachsenden Interesse an Stadtautos mit niedrigen Emissionen und geringem Treibstoffverbrauch Automobilhersteller davon überzeugt Mikroautos auch in Europa einzuführen“, erklärt Vishwas Shankar, Branchenanalyst bei Frost & Sullivan. “Grünere Agendas, staatliche Förderprogramme, Parkgebührbefreiung und mögliche Zulassungsvorschriften, nach denen man diese Fahrzeuge auch ohne Führerschein fahren darf, könnten dem Verkauf von Mikroautos einen deutlichen Schub geben.“

Aufgrund des steigenden Interesses an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, Verkehrsstaus in den Stadtzentren und steigende Kosten bei der Fahrzeughaltung dürften die Verkaufszahlen von Mikroautos in Europa auf über das Siebenfache anwachsen. Die großen globalen Automobilhersteller haben die Dynamik des Marktes erhöht – über 30 Modelle wurden auf dem Pariser Autosalon 2010 und dem Auto-Salon 2011 in Genf vorgestellt.

Mehr als 75 Prozent der angekündigten Mikroautos werden Elektroautos sein, und die großen Herausforderungen bestehen daher in der maximalen Reichweite und der begrenzten Geschwindigkeit. Seit der Einführung der L6- und L7-Vierräder (L-Kategorie) gaben vor allem Sicherheitsaspekte Grund zur Besorgnis und Branchenexperten erwarten, dass die Bedenken bezüglich einer angemessenen Reichweite auch im Segment der Mikroautos noch einige Zeit fortbestehen werden.

Auch die zunehmenden gesetzlichen Kontrollen dürften den Verkauf langfristig noch bremsen, vor allem aufgrund der erhöhten Fahrzeugkosten, die durch die vom Gesetz vorgeschriebenen zusätzlichen neuen Komponenten entstehen.

„Automobilhersteller zeigen sich in Bezug auf die strengeren Emissionsvorgaben und den verschärften Sicherheitsanforderungen pro-aktiv bei der Einführung von Fahrzeugen der Mikrowagenklasse“, vermerkt Shankar. „Die Hersteller von Vierrädern mit konventionellem Antrieb hingegen erfahren weiterhin Beschränkungen aufgrund der Notwendigkeit hoher Investitionen für die Nachrüstung ihrer Fahrzeuge, um den Mikroautos im Bereich der Sicherheits- und Emissionsvorschriften gleich zu kommen.“

Im Gegensatz zu Mikroautos haben Vierräder mit konventionellem Antrieb keinen Anspruch auf Förderungen oder Rabatte, und Vierradhersteller müssen sich daher darauf gefasst machen, ihre Gewinnmargen zu senken. Die Einführung von elektrischen Vierrädern ist damit ein viel versprechendes Zeichen, da diese begonnen haben, sich für regionale Zuschüsse und Begünstigungen zu qualifizieren, einschließlich des Zugangs zu gesonderten Fahrspuren und Parkgebührbefreiung.

„Es ist zu erwarten, dass Hersteller elektrische Vierräder in großer Zahl auf den Markt bringen und mit einem Mikroauto (durch die Erhöhung von Motormoment und -leistung) nachziehen werden, um die Verkäufe anzukurbeln“, ergänzt Shankar. „Angetrieben durch Car-Sharing-Organisationen haben Vierradhersteller in Europa außerdem begonnen, in Geschäftsmodelle des neuen Zeitalters zu investieren. Sie stellen sich dadurch der Herausforderung der gestiegenen Fahrzeughaltungskosten.”

Autohersteller wie Aixam Mega und Ligier Microcar sind Früheinsteiger, die elektrische Vierräder für den europäischen Markt angekündigt haben. Sie haben klare Vorstellungen in Bezug auf die Wachstumsstrategie in dieser Klasse, und zwar die Vermarktung von elektrischen Vierrädern und die Reduzierung der CO2-Bilanz.

„In Europa haben Autohersteller wie Renault, PSA Peugeot Citroen, Tata Motors und viele andere ihren Einstieg in das Marktsegment für Mikroautos mit der neuen Sub-A Wagenklasse angekündigt,” so Shankar abschließend. „Es besteht eine steigende Nachfrage nach elektrischen Mikroautos, die vor allem durch die wachsenden Bedürfnisse der Endnutzer der Generation Y genährt wird.“

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans Studie Strategic Analysis of the European Microcars Market, wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Die Studie Strategic Analysis of the European Microcars Market ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Automotive & Transportation, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Sustainable and Innovative Personal Transport Solutions - Strategic Analysis of Carsharing Market in Europe, Analysis of the Market for Carsharing in North America, Strategic Analysis of Passenger Vehicle Market in Malaysia und Russian and CEE Automotive Industry Outlook. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie: Strategic Analysis of the European Microcars Market (M55D)

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.automotive.frost.com
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Blinddarmentzündungen bei Kindern: Ultraschall als erstes Mittel zur exakten Diagnose
28.11.2019 | Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

nachricht Biologen der TU Dresden untersuchen Spermienqualität anhand ihres Stoffwechsels
28.11.2019 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Im Focus: Developing a digital twin

University of Texas and MIT researchers create virtual UAVs that can predict vehicle health, enable autonomous decision-making

In the not too distant future, we can expect to see our skies filled with unmanned aerial vehicles (UAVs) delivering packages, maybe even people, from location...

Im Focus: Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

Beim Schlichtfräsen komplexer Freiformflächen können Kreissegment- oder Tonnenfräswerkzeuge jetzt ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit Kugelkopf besser ausspielen: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen entwickelte im Forschungsprojekt »FlexiMILL« gemeinsam mit vier Industriepartnern passende flexible Bearbeitungsstrategien und implementierte diese in eine CAM-Software. Auf diese Weise lassen sich große frei geformte Oberflächen nun bis zu 80 Prozent schneller bearbeiten.

Ziel im Projekt »FlexiMILL« war es, für die Bearbeitung mit Tonnenfräswerkzeugen nicht nur neue, verbesserte Werkzeuggeometrien zu entwickeln, sondern auch...

Im Focus: Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus

Durch Untersuchungen struktureller Veränderungen während der Synthese von Kathodenmaterialen für zukünftige Hochenergie-Lithium-Ionen-Akkus haben Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und kooperierender Einrichtungen neue und wesentliche Erkenntnisse über Degradationsmechanismen gewonnen. Diese könnten zur Entwicklung von Akkus mit deutlich erhöhter Kapazität beitragen, die etwa bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite möglich machen. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Zeitschrift Nature Communications. (DOI 10.1038/s41467-019-13240-z)

Ein Durchbruch der Elektromobilität wird bislang unter anderem durch ungenügende Reichweiten der Fahrzeuge behindert. Helfen könnten Lithium-Ionen-Akkus mit...

Im Focus: Neue Klimadaten dank kompaktem Alexandritlaser

Höhere Atmosphärenschichten werden für Klimaforscher immer interessanter. Bereiche oberhalb von 40 km sind allerdings nur mit Höhenforschungsraketen direkt zugänglich. Ein LIDAR-System (Light Detection and Ranging) mit einem diodengepumpten Alexandritlaser schafft jetzt neue Möglichkeiten. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (IAP) und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT entwickeln ein System, das leicht zu transportieren ist und autark arbeitet. Damit kann in Zukunft ein LIDAR-Netzwerk kontinuierlich und weiträumig Daten aus der Atmosphäre liefern.

Der Klimawandel ist in diesen Tagen ein heißes Thema. Eine wichtige wissenschaftliche Grundlage zum Verständnis der Phänomene sind valide Modelle zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

RNA-Modifikation - Umbau unter Druck

06.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Der Versteppung vorbeugen

06.12.2019 | Geowissenschaften

Verstopfung in Abwehrzellen löst Entzündung aus

06.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics