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Junge rauchende Männer haben niedrigeren IQ

06.04.2010
20.000 Soldaten zwischen 18 und 21 Jahren in Israel untersucht

Einer aktuellen Studie der University of Tel Aviv und dem Sheba Medical Center am Tel Hashomer Hospital zufolge weisen junge Männer, die rauchen, einen durchschnittlich niedrigeren IQ auf als ihre nichtrauchenden Kollegen. Erhoben wurden die Ergebnisse bei rund 20.000 Soldaten im Alter zwischen 18 und 21 während ihrer Zeit bei der Armee. Ausschlaggebend war übrigens die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten, schreiben die Forscher im Fachmagazin Addiction.

Der durchschnittliche Intelligenzquotient IQ eines Nichtrauchers betrug etwa 101 während der durchschnittliche IQ eines Rauchers sieben IQ-Punkte - bei 94 - darunter lag. Der IQ bei gesunden jungen Männern ohne geistige Störungen liegt in dieser Altersgruppe zwischen 84 und 116, berichten die Forscher um Mark Weiser vom Department of Psychiatry an der Tel Aviv Universität.

Sozioökonomischer Hintergrund als Hauptfaktor ausgeschlossen

"In Gesundheitsberufen glauben wir Forscher, dass Raucher jene Menschen sind, die in schwieriger Umgebung aufwachsen oder die schlechtere Erziehung genossen haben", so Weiser. Da die Studie allerdings Probanden mit völlig verschiedenem sozioökonomischen Hintergrund miteinbezogen haben, könne man diesen Hauptfaktor ausschließen, so der Forscher.

Signifikant war das Ergebnis auch bei Zwillingen, von denen einer rauchte, der andere hingegen Nichtraucher war. Auch hier konnten die Forscher deutlich zeigen, dass der Nichtraucher durchschnittlich einen höheren IQ hatte als sein rauchender Bruder. Alle Männer der Studie waren in guter körperlicher Verfassung und hatten den Militär-Tauglichkeitstest zuvor bestanden. 28 Prozent der Untersuchten waren Raucher, drei Prozent gaben an, mit dem Rauchen aufgehört zu haben und 68 Prozent von ihnen hatte nie Zigaretten geraucht.

Fettleibigkeit und andere Süchte

Die Studie weise zudem auf einen generellen Trend von epidemiologischen Studien hin. Deutlich wird, dass weniger Intelligente innerhalb des durchschnittlichen IQ-Spektrums eine niedrigere Willensbildung in Sachen Gesundheit aufweisen", so Weiser. Diese Tatsache sollte auch den Gesundheitsbehörden zu Denken geben und in die Gesundheitspolitik mit einfließen. Menschen mit niedrigerem IQ sind nicht nur anfälliger für das Rauchen, sondern auch für andere Süchte, zudem sind sie häufiger adipös.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.tau.ac.il
http://eng.sheba.co.il

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