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Ingwer lindert Muskelschmerz

26.05.2010
Wirkung auf den Menschen bei regelmäßigem Verzehr erforscht

Wer täglich etwas rohen oder hitzebehandelten Ingwer zu sich nimmt, spürt Muskelschmerzen in Folge von Überanstrengungen weniger stark. Das behauptet eine Forschergruppe um Patrick O'Connor von der University of Georgia in der Zeitschrift "Journal of Pain". Ingwer kennt man schon lange als Erkältungs- oder Magenmittel. Bisher wusste man auch, dass Ingwer bei Mäusen Entzündungen hemmt und Schmerzen lindert. Nun wurde dieser Effekt beim Menschen getestet.

Schmerz wird erträglicher

Die Forscher verabreichten dazu jungen Erwachsenen zwei Gramm von rohem oder hitzebehandeltem Ingwer in Kapselform und verglichen, wie er sich im Vergleich zu Placebopräparaten auf Muskelschmerz auswirkte. Elf Tage lang nahmen die Probanden die Kapseln zu sich, wobei sie am achten Tag eine anstrengende Armtätigkeit ausführten. Das waren 18 Armbeuger-Dehnungen mit einem schweren Gewicht, die leichten Muskelschmerz im Arm auslösten.

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An den verbleibenden drei Tagen wurden Entzündungswerte gemessen und es galt, die Stärke des Muskelschmerzes auf einer Skala anzugeben. 24 Stunden nach dem Sport war der Schmerz in der Ingwergruppe messbar erträglicher als in der Placebogruppe, so das Ergebnis. Nach zwei und nach drei Tagen waren allerdings zwischen den Gruppen kein Unterschied mehr festzustellen.

Hilfe nur bei Muskelschmerz

Experten vom britischen National Health System NHS http://www.nhs.uk , die regelmäßig Forschungen auf Herz und Niere prüfen, bezeichnen den Aufbau der Doppelblind-Studie als gut. Zu kritisieren sei, dass nur 78 Probanden an der Studie teilnahmen. Eine Wiederholung in größerem Rahmen wäre sinnvoll, um eindeutige Ergebnisse zu liefern.

"Zudem war der untersuchte Schmerz bloß mild. Man kann nicht sagen, welche Wirkung Ingwer auf stärkere Muskelschmerzen infolge von Bewegungen haben würde. Genauso wenig sind Rückschlüsse auf andere Schmerzen wie Athritis oder Kopfschmerz zulässig", so die NHS-Kritiker.

Johannes Pernsteiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uga.edu

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