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Hyperaktivitäts-Syndrom erhöht frühes Sterberisiko

26.02.2015

Späte Diagnose verkürzt Lebenserwartung laut neuer Studie zusätzlich

Menschen mit einem Aufmerksamkeits-Defizit- beziehungsweise Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHD) haben ein erhöhtes Risiko eines frühen Todes. Das haben Forscher der Aarhus Universitet http://au.dk  in einer aktuellen Studie herausgefunden. Die im internationalen Fachmagazin "The Lancet" http://thelancet.com  veröffentlichte Untersuchung gilt als die bisher umfangreichste zu ADHD und Sterblichkeit.


Spiel mit dem Wasser: Unfälle häufigste Todesursache

Foto: pixelio.de/twinlili

Über 32.000 Patienten untersucht

Das Team um Soren Dalsgaard analysierte fast zwei Mio. Krankenakten. Es handelte sich dabei um die medizinischen Aufzeichnungen aller Kinder, die in Dänemark zwischen 1981 und 2011 geboren wurden. 107 der 32.061 Patienten mit ADHD starben vor dem 33. Lebensjahr.

Das entsprach in etwa der doppelten Anzahl verfrühter Sterbefälle als bei Menschen ohne diese Krankheit. Faktoren wie Alter, psychiatrische Vorgeschichte und Beschäftigung wurden berücksichtigt. Unfälle aus Übermut waren nicht selten die Todesursache.

Das Risiko erhöhte sich weiter, wenn die Diagnose erst nach dem 18. Geburtstag gestellt. Dafür könnte laut den Forschern die Schwere der Erkrankungen verantwortlich sein. Das erhöhte Risiko könnte jedoch auch die Folge einer späten Diagnose sein.

Betroffene könnten in diesem Alter bereits zu einem risikoreicheren Lebensstil als ihre Altersgenossen neigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient jung stirbt, ist mit drei Fällen auf 1.000 Personen aber noch immer relativ gering.

Ergebnissse aber kein Grund zur Panik

Frühere Studien hatten bereits erste Zusammenhänge zwischen Aufmerksamkeitsstörungen und der Mortalität hergestellt. Die aktuelle Erhebung liefert jedoch genauere Informationen zu den Risiken und ihren möglichen Ursachen.

Experten wie Stephen Faraone von der SUNY Upstate Medical University http://upstate.edu  betonen laut einem Bericht der "New York Times", dass diese Studienergebnisse bei betroffenen Eltern keine Panik auslösen sollten. Vielmehr gehe es darum, ADHD zu erkennen und zu behandeln.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion

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