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Gesundheitsprobleme bei Flügen nehmen zu

19.02.2009
Steigende Fluglänge und Alter der Passagiere als Risikofaktoren

Die steigende Zahl älterer Passagiere sowie immer länger dauernde Flüge sorgen dafür, dass sehr wahrscheinlich die Zahl der mit dem Fliegen verbundenen Gesundheitsprobleme ansteigen wird.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Lahey Clinic Medical Center. Die Bandbreite reicht von Blutgerinnseln bis zu Vogelgrippe. Reisende und Verantwortliche sollten sich laut den Wissenschaftlern der Risiken bewusst sein und versuchen, sie so gering wie möglich zu halten. Details der Studie wurden in The Lancet veröffentlicht.

Weil das Durchschnittsalter der Bevölkerung weiter zunimmt, heißt das auch, dass immer mehr Passagiere Flugzeuge mit bereits bestehenden Gesundheitsproblemen besteigen. Auch die längeren Flugzeiten können laut dem Team um Mark Gendreau die Risiken erhöhen. Die Analyse einer Vielzahl der zu Flugrisiken vorliegenden Studien ergab einen Zusammenhang zwischen dem Fliegen und venösen Thromboembolien (VTE), bei denen ein Blutgerinnsel aus einer Beinvene durch den Körper in die Lunge gelangt. Rund 75 Prozent aller VTE-Fälle bei Flügen wurden mit einem Mangel an Bewegung in Verbindung gebracht. Passagiere, die in der Economy-Class reisen, sind davon eher betroffen. Das Risiko war bei Flügen von acht Stunden oder mehr am höchsten. Eine Studie ergab, dass das Risiko bereits nach vier Stunden ansteigt.

Neue Flugzeuge wie der Airbus A380 und die Boeing 777-LR könnten die Flugzeiten auf bis zu 20 Stunden ausdehnen. Die Wissenschaftler merken allerdings an, dass die verbesserte Luftqualität und die neue Anordnung der Sitzplätze teilweise auch zum Wohlbefinden beitragen können. Das Risiko einer Thromboembolie kann durch reichliche Flüssigkeitsaufnahme, Bewegung im Flugzeug, das Verändern der Position und Stützstrümpfe verringert werden. Es gab laut den Wissenschaftlern jedoch nur wenige Beweise dafür, dass Aspirin als präventive Maßnahme tatsächlich wirksam ist. Lange Zeit in der sehr druckreichen Umgebung zu verbringen, kann ebenfalls problematisch sein.

Menschen mit bestehenden Atemproblemen könnten durch die geringere Sauerstoffmenge weitere Schwierigkeiten haben. Das Ausdehnen der Gase im Körper könnte bei Menschen, die kurz vorher eine große Operation hatten, ebenfalls problematisch werden. Generell sollten Passagiere laut BBC in der Lage sein, 50 Meter weit zu gehen und ein Stockwerk problemlos bewältigen können, um als fit für einen Flug angesehen werden zu können. Lange Zeit in einem engen Raum mit anderen Menschen zu verbringen, erhöht bekanntlich zudem das Ausbreitungsrisiko von Krankheiten. Das Risiko einer Übertragung ist laut den Wissenschaftlern jedoch hauptsächlich auf zwei Reihen rund um den Überträger gegeben.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.lahey.org

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