Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Games: Mikrotransaktionen auf dem Vormarsch

01.04.2010
Marktforscher erwarten Trend zu Gratis-Spielen mit In-Game-Käufen

Mikrotransaktionen, also relativ günstige Käufe von virtuellen Gütern wie Spielgeld, Gegenstände oder Charaktere in Online-Spielen, stoßen bei Gamern im Europa oder Nordamerika auf immer größere Akzeptanz. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Consumer Trends in Virtual Goods and Downloadable Gaming in North America and Europe" des Marktforschungsunternehmen DFC Intelligence und der Mikrotransaktionsplattform Live Gamer.

DFC zufolge zeichnet sich für die nächsten Jahre ein klarer Trend hin zu kostenlosen Massiv-Mehrspieler-Online-Games (MMOGs) ab, die auf derartige Mikrotransaktionen statt monatlichen Gebühren als Geschäftsmodell setzen. Derartige Spiele waren bislang vor allem in Korea beliebt und verbreitet.

Drei Fünftel kaufen In-Game-Güter

Von knapp 5.000 zu Jahresbeginn befragten Gamern in Nordamerika und Europa haben drei Fünftel angegeben, dass sie bereits In-Game-Güter gekauft haben. "Meist werden solche digitalen Gegenstände in Free-to-Play-Produkten angeboten, die für den Konsumenten ein geringeres Risiko bedeuten", sagt DFC-Analyst David Cole. Vorreiter in Sachen virtueller Güterkäufe ist Korea, wie auch eine DFC-Analyse der Live-Gamer-Transaktionsdaten aus über sieben Jahren bestätigt.

"Es ist aber klar, dass Märkte wie Deutschland, Japan und die USA nicht nur in Richtung Korea tendieren, sondern auch mit deutlich höheren Einzeltransaktionen", sagt Cole. Gerade bei Games, die zwar persistente Spielwelten und Charakterentwicklung bieten, aber nicht wie etwa World of Warcraft auf Abo-Gebühren setzen, rechnet DFC mit einer Explosion des Marktvolumens. Es werde in Europa und Nordamerika von aktuell etwa 800 Mio. Dollar auf über drei Mrd. Dollar im Jahr 2015 anwachsen.

Allgemeiner Mikrotransaktions-Trend

Auf einen Trend hin zu Games, die sich mit In-Game-Käufen finanzieren weist auch die Tatsache hin, dass Valve bei seiner Spiele-Vertriebsplattform Steam http://www.steampowered.com mit diesem Jahr eine Unterstützung von Mikrotransaktionen plant. Damit wird sie auch für Gratis-Spiele interessant.

Bei uns hat beispielsweise das Spiel Bounty Bay Online http://www.bountybayonline.de bereits gezeigt, dass Abo-Modelle nicht unbedingt greifen. Das Game wurde in Deutschland zunächst kostenpflichtig gestartet, inzwischen aber auch gratis mit Mikrotransaktionen angeboten. Genau damit hatte die koreanische Version von Anfang an Erfolg.

Dem Mikrotransaktions-Rezept folgen indes auch Games, die mit vergleichsweise massentauglichen Spielkonzepten Millionen User anlocken können.

Dazu zählen beispielsweise Sonys Free Realms oder Zyngas auf Facebook beliebtes Farmville, das mit seinem Geschäftsmodell freilich bereits Betrugsvorwüfe ernten musste (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/091102002/).

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.steampowered.com
http://www.bountybayonline.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht STICA-Studie belegt: Spezielle Verhaltenstherapie bei Computerspiel- und Internetsucht erfolgreich
11.09.2019 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

nachricht Wie wir 2030 unterwegs sind: acatech Studie skizziert Zukunftsbild der vernetzten Mobilität
11.09.2019 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Controlling superconducting regions within an exotic metal

Superconductivity has fascinated scientists for many years since it offers the potential to revolutionize current technologies. Materials only become superconductors - meaning that electrons can travel in them with no resistance - at very low temperatures. These days, this unique zero resistance superconductivity is commonly found in a number of technologies, such as magnetic resonance imaging (MRI).

Future technologies, however, will harness the total synchrony of electronic behavior in superconductors - a property called the phase. There is currently a...

Im Focus: Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre

Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.

Kleinste Phänomene im Nanokosmos bestimmen unser Leben. Vieles, was wir in der Natur beobachten, beginnt als elementare Reaktion von Atomen oder Molekülen auf...

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Im Focus: How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

How do some neutron stars become the strongest magnets in the Universe? A German-British team of astrophysicists has found a possible answer to the question of how these so-called magnetars form. Researchers from Heidelberg, Garching, and Oxford used large computer simulations to demonstrate how the merger of two stars creates strong magnetic fields. If such stars explode in supernovae, magnetars could result.

How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

Im Focus: Wenn die Erde flüssig wäre

Eine heisse, geschmolzene Erde wäre etwa 5% grösser als ihr festes Gegenstück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Universität Bern. Der Unterschied zwischen geschmolzenen und festen Gesteinsplaneten ist wichtig bei die Suche nach erdähnlichen Welten jenseits unseres Sonnensystems und für das Verständnis unserer eigenen Erde.

Gesteinsplaneten so gross wie die Erde sind für kosmische Massstäbe klein. Deshalb ist es ungemein schwierig, sie mit Teleskopen zu entdecken und zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

10. Weltkonferenz der Ecosystem Services Partnership an der Leibniz Universität Hannover

14.10.2019 | Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

Zukunft Bau Kongress 2019 „JETZT! Bauen im Wandel“

10.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

3D-gedruckte Optiken für individualisierte Massenproduktion

14.10.2019 | Materialwissenschaften

Fraunhofer FHR präsentiert Hochfrequenztechnologie für autonomes Fahren auf dem VDI Kongress ELIV 2019 in Bonn

14.10.2019 | Messenachrichten

10. Weltkonferenz der Ecosystem Services Partnership an der Leibniz Universität Hannover

14.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics