Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frost & Sullivan: Hybrid- und Elektrofahrzeuge kurbeln Europamarkt für Elektromotoren an

31.05.2012
Bis 2017 werden in Europa mehr als 2,6 Millionen Traktionsmotoren verkauft

Die Elektrifizierung von Fahrzeugen ist einer der Haupttrends in der Automobilindustrie, und die Zunahme von elektrischen Bestandteilen in den Fahrzeugen kurbelt den Markt für Traktionsmotoren an.

Laut Frost & Sullivan wird der europäische Markt für Traktionsmotoren eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von ca. 50 Prozent für hybride Elektrofahrzeuge (HEVs) und Elektrofahrzeuge (EVs) haben. Dauermagnetmotoren werden aufgrund ihrer Leistung und Effizienz voraussichtlich den Markt dominieren. Die Bedenken hinsichtlich der Verfügbarkeit und der Preisgestaltung der seltenen Erdmetalle wachsen jedoch an, weshalb sich der Markt für andere Technologien wie Induktion und hybride Motoren öffnen wird.

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan (http://www.automotive.frost.com) erwirtschaftete der Markt für elektrische Motorentechnologien für Elektro- und Hybridfahrzeuge Umsätze in Höhe von 55 Millionen Euro im Jahr 2010, die bis 2017 auf 1,6 Milliarden Euro ansteigen werden. Emissionsnormen und staatliche Unterstützungsprogramme werden Fahrzeughersteller aufgeschlossener gegenüber Hybrid- und Elektrofahrzeugen machen.

Beschaffungsstrategien für Elektromotoren werden bei den verschiedenen Herstellern voraussichtlich variieren. Frost & Sullivan geht davon aus, dass ungefähr 30-40 Prozent der Fahrzeughersteller, die ihre Motorenproduktion bisher ausgelagert haben, nunmehr planen, diese in den eigenen Betrieb einzugliedern.

"Während einige Hersteller bei der Entwicklung von Elektromotoren mit mehr als einem Anbieter zusammenarbeiten, entscheiden sich andere dafür, dies betriebsintern abzuwickeln, "erläutert Frost & Sullivan Team Leader, Herr Anjan Hemanth Kumar. "Zuverlässigkeit, starkes R & D, eine reibungslose Lieferkette und strenge Qualitätskontrollen, die mit neuesten Fertigungsverfahren und Einrichtungen verbunden sind, sind einige der Hauptkriterien der Fahrzeughersteller bei der Anschaffung."

Europäische Pkw-Hersteller sind dazu angehalten, die durchschnittlichen CO2-Werte ihrer Flotten entsprechend der Grenzwertkurve 2012 zu senken. Die meisten der EU15-Staaten bieten zudem eine reduzierte Kfz-Steuer bei der Erstanschaffung eines Elektrofahrzeugs. Vor diesem Hintergrund haben Zulieferer innovative Strategien entwickelt, um CO2-Werte zu reduzieren, wobei die Elektrifizierung des Antriebsstrangs vor anderen Technologien bevorzugt wird.
Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind jedoch an sich recht kostspielig und machen es daher erforderlich, dass die Hersteller die Kostendifferenzen zwischen Hybriden und ihren konventionellen Äquivalenten überbrücken. Für die Hersteller gehören Elektrotechnologien wie elektrische Traktionsmotoren und moderne Batterien nicht zum eigenen Produktportfolio, und Sie bleiben dementsprechend skeptisch, was die Abkehr vom Verbrennungsmotor angeht, der eine jahrhundertealte Technologie mit starker Infrastruktur darstellt.

Für Motorhersteller gibt es mehrere Möglichkeiten in Bezug auf einen Elektroantrieb. Kurzfristig werden Fahrzeughersteller Verträge mit spezialisierten Systementwicklern abschließen, die die Elektro-Systeme in ihre Fahrzeuge einbauen können. Mittel- bis langfristig werden sie jedoch Tier 1-Lieferanten mit starker interner organisatorischer Unterstützung bevorzugen. Hersteller, die gerne betriebsintern Elektromotoren entwickeln wollen, werden wahrscheinlich das Design und die Entwicklung im Betrieb halten, die einzelnen Module und Bestandteile jedoch von aussen beschaffen.

"Elektromotoren stellen eine hoch entwickelte Technologie dar, die sich für den Erfolg von umweltfreundlicheren Fahrzeugen als ausschlaggebend erweisen werden," schließt Kumar. "Sie eröffnen zweifellos zahlreiche neue Möglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette."

Für weitere Informationen zu Frost & Sullivans aktueller Studie Strategic Analysis of Electric Motor Technologies for Electric and Hybrid Vehicles in Europe, kontaktieren Sie bitte Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Die Studie Strategic Analysis of Electric Motor Technologies for Electric and Hybrid Vehicles in Europe ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Automotive & Transportation, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: 360 Degree Analysis of Electric Vehicle Market in Turkey, Strategic Analysis of the European Microcars Market and Strategic Technology and Market Analysis of Electric Vehicle Charging Infrastructure in Europe. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile mehr als 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie: Strategic Analysis of Electric Motor Technologies for Electric and Hybrid Vehicles in Europe (M5EF)

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Laterale Hemmung hält ähnliche Erinnerungen auseinander
02.11.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Wenn das Smartphone zur Schuldenfalle wird
15.10.2018 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Im Focus: A Chip with Blood Vessels

Biochips have been developed at TU Wien (Vienna), on which tissue can be produced and examined. This allows supplying the tissue with different substances in a very controlled way.

Cultivating human cells in the Petri dish is not a big challenge today. Producing artificial tissue, however, permeated by fine blood vessels, is a much more...

Im Focus: Optimierung von Legierungswerkstoffen: Diffusionsvorgänge in Nanoteilchen entschlüsselt

Ein Forschungsteam der TU Graz entdeckt atomar ablaufende Prozesse, die neue Ansätze zur Verbesserung von Materialeigenschaften liefern.

Aluminiumlegierungen verfügen über einzigartige Materialeigenschaften und sind unverzichtbare Werkstoffe im Flugzeugbau sowie in der Weltraumtechnik.

Im Focus: Graphen auf dem Weg zur Supraleitung

Doppelschichten aus Graphen haben eine Eigenschaft, die ihnen erlauben könnte, Strom völlig widerstandslos zu leiten. Dies zeigt nun eine Arbeit an BESSY II. Ein Team hat dafür die Bandstruktur dieser Proben mit extrem hoher Präzision ausgemessen und an einer überraschenden Stelle einen flachen Bereich entdeckt. Möglich wurde dies durch die extrem hohe Auflösung des ARPES-Instruments an BESSY II.

Aus reinem Kohlenstoff bestehen so unterschiedliche Materialien wie Diamant, Graphit oder Graphen. In Graphen bilden die Kohlenstoffatome ein zweidimensionales...

Im Focus: Datensicherheit: Aufbruch in die Quantentechnologie

Den Datenverkehr noch schneller und abhörsicher machen: Darauf zielt ein neues Verbundprojekt ab, an dem Physiker der Uni Würzburg beteiligt sind. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt mit 14,8 Millionen Euro.

Je stärker die Digitalisierung voranschreitet, umso mehr gewinnen Datensicherheit und sichere Kommunikation an Bedeutung. Für diese Ziele ist die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

Wer rechnet schneller? Algorithmen und ihre gesellschaftliche Überwachung

12.11.2018 | Veranstaltungen

Profilierte Ausblicke auf die Mobilität von morgen

12.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

MagicMoney: Offline bezahlen – mit deinem Smartphone

13.11.2018 | Wirtschaft Finanzen

5G sichert Zukunft von Industrie 4.0 – DFKI mit der SmartFactoryKL auf der SPS IPC Drives

13.11.2018 | Messenachrichten

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics