Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Konferenz zum optimalen Raumklima im Flugzeug

26.02.2009
Dreijährige europaweite Studie mit 1.500 Probanden wird vorgestellt

In einer aktuellen Lancet-Studie warnen Forscher des Lahey Clinic Medical Center vor immer häufigeren Gesundheitsproblemen auf Langstreckenflügen. Einerseits können die neuen Flugzeugtypen A380 und B777-LR bis zu 20 Stunden lang unterwegs sein, andererseits werden die Passagiere immer älter.

Beide Faktoren werden zu einer Zunahme an Erkrankungen im Flugverkehr führen, denn das Risiko steigt ab einem acht Stunden-Flug drastisch an. Dazu kommt, dass fast ein Viertel aller durchgeführten Flüge Langstreckenflüge sind. Am 9. und 10. März werden im Holiday Inn Munich - City Centre Experten des europäischen Forschungsprojekts ICE (Ideal Cabin Environment - Ideales Flugzeugkabinenklima) Ergebnisse einer dreijährigen Untersuchung zu dieser Problematik präsentieren.

"Fast 1.500 Probanden haben sich an simulierten acht-Stunden-Flügen im Fluglabor des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP in Holzkirchen und in einem Flugzeugkabinensimulator bei Building Research Establishment BRE in Garston, Großbritannien beteiligt", so Florian Mayer vom IBP gegenüber pressetext. "Medizinische Fachexperten und Flugzeugkabinenklima-Spezialisten haben während dieser Testflüge am Boden die Auswirkungen einer Reihe physikalischer Randbedingungen in Flugzeugkabinen auf die Passagiere untersucht", so der Fraunhofer-Forscher. Zum ersten Mal wurde dabei auch der Einfluss des Kabinendrucks auf Komfort und Wohlbefinden bzw. Gesundheit von Passagieren beobachtet. Die Experimente wurden in einer weltweit einzigartigen Niederdruckröhre am Fraunhofer IBP in Holzkirchen bei München durchgeführt. "In diesem befindet sich ein 16 Meter langes Segment eines Großraum-Airbus. Dadurch konnte man praxisnahe Bedingungen nachspielen." Ein weiterer Vorteil dieses Labors sei, dass sich Parameter wie Luftdruck, Kabinenaußenwandtemperatur, relative Feuchte, Geräuschpegel, Vibration, Licht, Luftzirkulation beliebig verändern lassen.

"Gesammelt wurden auch medizinische Daten wie der Blutdruck, sowie Blutproben für Tests auf erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Thrombosen. Die Informationen aus 35 simulierten Flügen wurden mit Daten von realen Flügen ergänzt", erklärt der Wissenschaftler. Zusätzlich zu den Forschungsergebnissen aus dem ICE-Projekt wird die zweitägige Konferenz im März 2009 in München auch neue, aus jüngsten Studien stammende Erkenntnisse präsentieren und Vorschläge für bessere Technologien liefern, um ein sicheres und gesundes Flugzeugkabinenklima für Passagiere und Besatzung zu generieren.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ice-conference2009.eu/ice3.htm
http://www.ice-project.eu
http://www.ibp.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie „Digital Gender Gap“
06.01.2020 | Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.

nachricht Studie zeigt, wie Immunzellen Krankheitserreger einfangen
03.01.2020 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten aktuellen Stand der Anwendung des Maschinenlernens bei Forschung an aktiven Materialien

Verfahren des Maschinenlernens haben durch die Verfügbarkeit von enormen Datenmengen in den vergangenen Jahren einen großen Zuwachs an Anwendungen in vielen Gebieten erfahren: vom Klassifizieren von Objekten, über die Analyse von Zeitreihen bis hin zur Kontrolle von Computerspielen und Fahrzeugen. In einem aktuellen Review in der Zeitschrift „Nature Machine Intelligence“ beleuchten Autoren der Universitäten Leipzig und Göteborg den aktuellen Stand der Anwendung und Anwendungsmöglichkeiten des Maschinenlernens im Bereich der Forschung an aktiven Materialien.

Als aktive Materialien bezeichnet man Systeme, die durch die Umwandlung von Energie angetrieben werden. Bestes Beispiel für aktive Materialien sind biologische...

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Im Focus: High-pressure scientists in Bayreuth discover promising material for information technology

Researchers at the University of Bayreuth have discovered an unusual material: When cooled down to two degrees Celsius, its crystal structure and electronic properties change abruptly and significantly. In this new state, the distances between iron atoms can be tailored with the help of light beams. This opens up intriguing possibilities for application in the field of information technology. The scientists have presented their discovery in the journal "Angewandte Chemie - International Edition". The new findings are the result of close cooperation with partnering facilities in Augsburg, Dresden, Hamburg, and Moscow.

The material is an unusual form of iron oxide with the formula Fe₅O₆. The researchers produced it at a pressure of 15 gigapascals in a high-pressure laboratory...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

Genomforschung für den Artenschutz - Internationale Fachtagung in Frankfurt

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Riesiger 3D-Drucker soll tonnenschwere Getriebeteile aus Stahl fertigen

27.02.2020 | Maschinenbau

Immunologie - Rachenmandeln als Test-Labor

27.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Pestizide erhöhen Risiko für Tropenkrankheit Schistosomiasis / Belastete Gewässer fördern Zwischenwirt des Erregers

27.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics