Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erhöhte Gasausbeute und Speicherung von Treibhausgas

16.01.2009
Wissenschaftliche Untersuchungen erforderlich: Begleitprogramm CLEAN

Am 15. und 16. Januar trafen sich über 70 Wissenschaftler am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ zum Start des Projektes CLEAN (CO2 Largscale EGR in the Altmark Natural-Gas Field).

Im CLEAN-Projekt wird das wissenschaftliche Begleitprogramm zur Kohlendioxid-Einspeisung in einem Teilfeld von Europas zweitgrößter Erdgaslagerstätte in der Altmark durchgeführt.

Das Treffen diente zur Abstimmung der Forschungsaktivitäten zwischen 17 nationalen Partnern aus Forschungszentren, Universitäten und Industrie dieser vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 15 Millionen Euro finanzierten Pilotstudie.

In der Altmark fördert das Energieunternehmen GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH natürliches Methan, Erdgas. Zur Erhöhung der Ausbeute (Enhanced Gas Recovery EGR) ist geplant, dort CO2 einzuspeichern, das aus Kraftwerksabgasen abgetrennt wird. „Dieses Forschungsvorhaben untersucht, wie sich Kohlendioxid in einer ausgeförderten Gaslagerstätte verhält. Die Lagerstätten haben über Millionen von Jahren ihre Dichtigkeit unter Beweis gestellt. Durch die große Anzahl der vorhandenen Förderbohungen müssen aber erhöhte Anforderungen an deren Überwachung, das erforderliche Messprogramm, die numerische Simulation der ablaufenden Prozesse oberirdisch und untertage und damit auch zur Risikoabschätzung gestellt werden,“ erklärte der Koordinator Dr. Michael Kühn vom GFZ.

Südlich der Stadt Salzwedel stellt daher die GDF SUEZ für eine Pilotphase einen geologisch abgeschlossenen Lagerstättenbereich, das Teilfeld Altensalzwedel innerhalb der altmärkischen Gasfelder, für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung. Die Gesamtmenge an CO2 wird rd. 100 000 Tonnen betragen und wird vom Kraftwerksbetreiber Vattenfall geliefert. Es handelt sich hierbei erstmals um Kohlendioxid, das aus dem Kraftwerksprozess abgeschieden wird: Ziel des Vorhabens ist die langfristige und sichere Speicherung des Treibhausgases einerseits und eine verbesserte Ausförderung des Erdgases in der Tiefe andererseits.

Das Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ koordiniert das wissenschaftliche Begleitprogramm, welches folgende Fragen beantworten soll:

(1) Kann in tiefen Reservoiren (>3000 m Teufe) CO2 unterhalb von Zechstein-Salzen langfristig und sicher gespeichert werden?

(2) Wie lassen sich zuverlässige Bewertungsverfahren für die Langzeitsicherheit entwickeln?

(3) Kann aus Kraftwerken abgetrenntes CO2 zur Erhöhung der Erdgasausbeute eingesetzt werden?

Franz Ossing | GFZ Potsdam
Weitere Informationen:
http://www.gfz-potsdam.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Drei Viertel der Flüsse weltweit durch menschliche Eingriffe in ihrem Lauf beeinträchtigt
09.05.2019 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Selbstorganisierter Bewegungskreislauf ermöglicht Zellen, komplexe Suchmuster zu formen
07.05.2019 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die verborgene Struktur des Periodensystems

Die bekannte Darstellung der chemischen Elemente ist nur ein Beispiel, wie sich Objekte ordnen und klassifizieren lassen.

Das Periodensystem der Elemente, das die meisten Chemiebücher abbilden, ist ein Spezialfall. Denn bei dieser tabellarischen Übersicht der chemischen Elemente,...

Im Focus: The hidden structure of the periodic system

The well-known representation of chemical elements is just one example of how objects can be arranged and classified

The periodic table of elements that most chemistry books depict is only one special case. This tabular overview of the chemical elements, which goes back to...

Im Focus: MPSD-Team entdeckt lichtinduzierte Ferroelektrizität in Strontiumtitanat

Mit Licht lassen sich Materialeigenschaften nicht nur messen, sondern auch verändern. Besonders interessant sind dabei Fälle, in denen eine fundamentale Eigenschaft eines Materials verändert werden kann, wie z.B. die Fähigkeit, Strom zu leiten oder Informationen in einem magnetischen Zustand zu speichern. Ein Team um Andrea Cavalleri vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, hat nun Lichtimpulse aus dem Terahertz-Frequenzspektrum benutzt, um ein nicht-ferroelektrisches Material in ein ferroelektrisches umzuwandeln.

Ferroelektrizität ist ein Zustand, in dem die Atome im Kristallgitter eine bestimmte Richtung "aufzeigen" und dadurch eine makroskopische elektrische...

Im Focus: MPSD team discovers light-induced ferroelectricity in strontium titanate

Light can be used not only to measure materials’ properties, but also to change them. Especially interesting are those cases in which the function of a material can be modified, such as its ability to conduct electricity or to store information in its magnetic state. A team led by Andrea Cavalleri from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg used terahertz frequency light pulses to transform a non-ferroelectric material into a ferroelectric one.

Ferroelectricity is a state in which the constituent lattice “looks” in one specific direction, forming a macroscopic electrical polarisation. The ability to...

Im Focus: Konzert der magnetischen Momente

Forscher aus Deutschland, den Niederlanden und Südkorea haben in einer internationalen Zusammenarbeit einen neuartigen Weg entdeckt, wie die Elektronenspins in einem Material miteinander agieren. In ihrer Publikation in der Fachzeitschrift Nature Materials berichten die Forscher über eine bisher unbekannte, chirale Kopplung, die über vergleichsweise lange Distanzen aktiv ist. Damit können sich die Spins in zwei unterschiedlichen magnetischen Lagen, die durch nicht-magnetische Materialien voneinander getrennt sind, gegenseitig beeinflussen, selbst wenn sie nicht unmittelbar benachbart sind.

Magnetische Festkörper sind die Grundlage der modernen Informationstechnologie. Beispielsweise sind diese Materialien allgegenwärtig in Speichermedien wie...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Automatisiertes Fahren

17.06.2019 | Veranstaltungen

Doc Data – warum Daten Leben retten können

14.06.2019 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - August 2019

13.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Weizensorten bewähren sich auch unter widrigen Anbaubedingungen

17.06.2019 | Agrar- Forstwissenschaften

Inventur in der Synapse

17.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Zellbiologie - Qualitätskontrolle für Mitochondrien

17.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics