Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie effizient sind Dienstleistungen in der Telemedizin?

22.11.2010
Bund fördert wirtschaftswissenschaftliches Forschungsprojekt mit rund 1,5 Millionen Euro

Viele Projekte im Bereich der Telemedizin enden mit der Pilotphase: Die medizinische Notwendigkeit der Anwendung ist gegeben und die technische Funktionsfähigkeit gewährleistet – völlig unklar sind allerdings oft die späteren Kosten.

Neben den Fixkosten, die bei der Anschaffung der technischen Geräte anfallen, sind dies vor allem die laufenden Kosten im tatsächlichen Betrieb, beispielsweise Verbindungskosten für die Datenübertragung und Personalkosten für die Überwachung der Anwendung.

Wissenschaftler der Universität Göttingen wollen nun ein System entwickeln, mit dessen Hilfe sich die Effizienz einer Anwendung in der Telemedizin vorab berechnen und bewerten lässt. Angesiedelt ist das Forschungsprojekt an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Möller. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt dreieinhalb Jahre lang mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro.

Das Spektrum der telemedizinischen Anwendungen ist mittlerweile breit gefächert: Blutdruckwerte werden über mobile Endgeräte übertragen, Herzschrittmacher können aus der Ferne überwacht werden. Die Wissenschaftler wollen nun ein Konzept entwickeln, nach dem bereits die Entwicklung und Optimierung dieser Anwendungen und Dienstleistungen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgt. Damit wollen sie die Akzeptanz von Telemedizin steigern, Potenziale für neue Geschäftsmodelle im Gesundheitsbereich aufzeigen und helfen, die Lebensqualität betroffener Patienten zu verbessern. In ihrer Forschung berücksichtigen sie neben den technischen und ökonomischen Aspekten auch die subjektive Meinung der Patienten: Inwiefern fühlen sich diese von den modernen Technologien in ihrem unmittelbaren Umfeld tatsächlich unterstützt? Und wie schätzen sie die Qualität der Dienstleistung und deren Beitrag zu ihrer eigenen Lebensqualität ein?

An dem Projekt „Effizienzbewertung von Dienstleistungskonfigurationen in der Telemedizin (EDiMed)“ sind Wissenschaftler verschiedener Disziplinen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen, der Universitätsmedizin Göttingen sowie der Universitäten Kassel und Bielefeld beteiligt. Projektpartner aus der Praxis sind das Blutdruckinstitut Göttingen e.V., die Medtronic GmbH und die T-Systems International GmbH. Darüber hinaus wirken auch die Techniker Krankenkasse und die Bundesanstalt für Arbeitsmedizin mit.

Hinweis an die Redaktionen:
Ein Foto von Prof. Dr. Klaus Möller haben wir unter http://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=3715 zum Download bereitgestellt.
Kontaktadresse:
Prof. Dr. Klaus Möller
Georg-August-Universität Göttingen
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Professur für Unternehmensrechnung und Controlling
Platz der Göttinger Sieben 3, 37073 Göttingen
Telefon (0551) 39-7275
E-Mail: klaus.moeller@wiwi.uni-goettingen.de

Dr. Bernd Ebeling | Georg-August-Universität Götting
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=3715
http://www.controlling.uni-goettingen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
19.07.2018 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics