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Bei Deutschlands Verbrauchern wachsen die Sorgen vor einer steigenden Inflation

06.05.2010
Die deutschen Verbraucher blicken angesichts der Euro-Krise zunehmend verunsichert in die Zukunft. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des „Vertrauensbarometers Deutschland“ in Kooperation mit der Zeppelin Universität (ZU) Friedrichshafen und dem Internationalen Centrum für Franchising und Cooperation (F&C) der Universität Münster.

„Erstmals seit April 2009 beobachten wir zwar wieder einen ansteigenden Indexwert des Bevölkerungsvertrauens“, erklärt Professor Dr. Peter Kenning, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing an der ZU, „doch wenn wir tiefer in unsere Datenanalyse einsteigen, wird eine mit Sorgen behaftete Unsicherheit erkennbar.“

So erwartet die deutsche Bevölkerung durchaus eine leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung: Der Wirtschaftsindikator des „Vertrauensbarometers“ stieg in diesem Bereich um sieben Punkte. Die Konsumneigung leidet jedoch weiterhin unter Unsicherheit: Dieser Indikator sank um zwölf Punkte. Zugleich erwarten die Verbraucher ein Anziehen der Preise: Dieser Indikator entwickelte sich 14 Punkte aufwärts. Bei der Einschätzung der Arbeitsplatzsicherheit stagnierte der Wert.

„Trotz einer gesamtwirtschaftlich wachsenden Zuversicht besteht weiterhin Unsicherheit bezüglich des Preisniveaus und der Arbeitsplatzsicherheit“, fasst Tim Eberhardt, der das Vertrauen in die deutsche Wirtschaft innerhalb des „Vertrauensbarometers Deutschland“ untersucht, zusammen. Eberhardt: „Inflationsbefürchtungen erwachsen aus den aktuellen Fällen von staatlicher Überschuldung in der Euro-Zone wie aus den steigenden Energiepreisen der letzten Wochen in Deutschland.“

Das „Vertrauensbarometer Deutschland“ beinhaltet eine fortlaufende wissenschaftliche Erhebung, die monatlich die konjunkturelle Einschätzung der deutschen Bevölkerung misst (Bevölkerungsvertrauen). Bei dieser Umfrage werden sowohl Erfahrungen als auch Erwartungen der Menschen abgefragt. So wird beispielsweise nach der vergangenen und zukünftigen Wirtschafts- und Preisentwicklung gefragt wie auch nach der finanziellen Lage des eigenen Haushalts und nach der Sicherheit der Arbeitsplätze. Die Beurteilungen werden dann in einen Index überführt. Das „Vertrauensbarometer Deutschland“ untersucht überdies das Vertrauen der Kunden und Konsumenten in unterschiedliche Branchen (bspw. Banken, Versicherungen, Telekommunikation, Reiseveranstalter) und Unternehmen innerhalb des deutschen Wirtschaftsraumes.

Hintergrund:
Das 2003 gegründete „Münster Research Institute“ (MRI) mit Sitz in Wettringen, Münsterland, verfolgt das Ziel, Unternehmen wie auch Institutionen effizient mit hochqualitativen Daten zu versorgen und in ihrer täglichen Arbeit durch ganzheitliche Problemlösungen zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund entwickelte das Institut im Jahre 2007 das „Vertrauensbarometer Deutschland“. Hierbei arbeitet das MRI eng mit führenden wissenschaftlichen Forschungsinstituten und Universitäten wie der Zeppelin Universität und dem F&C der Universität Münster zusammen. Den Schwerpunkt hierbei bildet der Bereich Marktforschung.

Die Zeppelin Universität in Friedrichshafen ist eine staatlich anerkannte Universität in freier Trägerschaft. Als Hochschule zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik lehrt und forscht sie interdisziplinär, individualisiert und international.

Rainer Böhme | idw
Weitere Informationen:
http://www.zeppelin-university.de

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