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Depressive Menschen essen mehr Schokolade

27.04.2010
Süßigkeit aber auch als direkter Auslöser von Depressionen denkbar

Menschen, die regelmäßig Schokolade essen, sind depressiver. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der University of California gekommen. Jene, die mindestens eine Tafel pro Woche essen, sind eher niedergeschlagen als jede, die nur ab und zu Schokolade essen.

Schokolade als Ursache

Viele gehen davon aus, dass Schokolade die Stimmung heben kann. Das kalifornische Forscherteam um Natalie Rose hält das für denkbar, wissenschaftliche Beweise fehlten jedoch. Sie schließen jedoch auch nicht aus, dass Schokolade eher die Ursache für Depressionen sein könnte.

An der Studie nahmen fast 1.000 Erwachsene teil. Je mehr Schokolade die Männer und Frauen konsumierten, desto gedrückter war auch ihre Stimmung. Jene, die am meisten Schokolade aßen, also mehr als sechs Tafeln pro Monat, hatten auf einer anerkannten Skala auch die höchsten Depressionswerte. Keiner der Teilnehmer nahm Antidepressiva ein oder hatte von einem Arzt eine entsprechende Diagnose erhalten.

Stimmung heben

Das Team argumentiert, es gebe eine Vielzahl von möglichen Erklärungen für diese Studienergebnisse, die erst erforscht werden müssten. Es könne sein, dass depressive Menschen Schokolade brauchen, um ihre Stimmung zu heben. Die Depression könnte aber auch das Verlangen nach Schokolade bestimmen und so keine Vorteile bringen. Genauso sei aber wie auch beim Alkohol ein kurzzeitiger Nutzen denkbar, der langfristig unangenehme Auswirkungen haben kann. Schokolade könnte sogar der direkte Auslöser von Depressionen sein.

Details der Studienergebnisse wurden in den Archives of Internal Medicine http://archinte.ama-assn.org veröffentlicht.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ucsd.edu

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