Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

dena startet Studie zu Stromverteilnetzen

01.09.2011
Neue Untersuchung ermittelt Modernisierungsbedarf der deutschen Stromverteilnetze bis 2030

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) untersucht in einer neuen Studie, wie die Stromverteilnetze in Deutschland bis 2015, 2020 und 2030 ausgebaut und weiterentwickelt werden müssen. Im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien und der zunehmenden dezentralen Stromerzeugung werden die Verteilnetze noch sehr viel stärker als heute schon Strom aus Solar- und Windkraftanlagen sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen aufnehmen müssen. Die Verteilnetze in Deutschland haben eine Länge von insgesamt über 1,6 Millionen Kilometern und dienen bisher vor allem dazu, Strom zu den Endverbrauchern zu leiten.

"Die Anforderungen an die Verteilnetze ändern sich grundlegend", sagt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Der dezentral erzeugte Strom wird immer häufiger den regionalen Bedarf übersteigen. Für diese Einspeisung sind die Netze auf den mittleren und niederen Spannungsebenen nicht ausgelegt. Gefragt ist ein strategisches Modernisierungs- und Innovationskonzept mit konkreten Empfehlungen für die Weiterentwicklung der energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die dena-Verteilnetzstudie wird dafür den Grundstein legen."

Die Studie ermittelt den Entwicklungsbedarf für das gesamte deutsche Stromverteilnetz. Dafür werden die realen Netz-, Erzeugungs- und Laststrukturdaten am Beispiel von sechs unterschiedlichen Regionen in Deutschland analysiert. Im Fokus stehen unter anderem die Integration dezentraler Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung sowie geeignete Maßnahmen zur Flexibilisierung der Netze und zur Vermeidung von Netzengpässen. Das Ziel ist es, zu jeder Zeit eine gleichbleibend hohen Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Studie betrachtet außerdem Aspekte wie Planungs- und Investitionssicherheit für Verteilnetzbetreiber.

Die dena erarbeitet die Studie zusammen mit Verteilnetzbetreibern, wissenschaftlichen Forschungspartnern und Prüfgutachtern. Um den Austausch mit einem weiteren Kreis an Stakeholdern und Experten zu ermöglichen, wird ein Fachbeirat mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik alle Schritte der Studienerstellung begleiten.

Projektpartner: EnBW Regional AG, E.ON Bayern AG, E.ON Edis AG, E.ON Netz GmbH, ESWE Netz GmbH, EWE Netz GmbH, LEW Verteilnetz GmbH, N-ERGIE Netz GmbH, Netzgesellschaft mbH Chemnitz, NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, Rheinische NEZTGesellschaft mbH, RWE Rhein-Ruhr Verteilnetz GmbH, Städtische Werke Magdeburg GmbH, Thüga AG, Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH, Wemag Netz GmbH.

Forschungspartner und Prüfgutachter: Univ. Prof. Dr.-Ing. habil.
Christian Rehtanz, Technische Universität Dortmund, Prof. Dr.
Brunekreeft, Jacobs Universität Bremen; Prof. Dr.-Ing. Rolf Witzmann, Technische Universität München, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Dr. Philipp Prein,
Chausseestraße 128a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 72 61 65-641, Fax: +49 (0)30 72 61 65-699,
E-Mail: presse@dena.de

Dr. Philipp Prein | dena
Weitere Informationen:
http://www.dena.de

Weitere Berichte zu: Energie-Agentur Stromerzeugung Stromverteilnetz Verteilnetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wasserelektrolyse hat Potenzial zur Gigawatt-Industrie
18.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Was ist Asthma – und wenn ja wie viele?
12.09.2018 | Deutsches Zentrum für Lungenforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics