Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der chinesische Markt wird immer wichtiger für europäische Unternehmen - regulatorisches Umfeld bereitet Sorgen

05.07.2010
Roland Berger Studie für die Handelskammer der Europäischen Union in China
  • Mehr als 500 europäische Unternehmen mit Sitz in China im März und April 2010 befragt
  • Europäische Unternehmen blicken weiter optimistisch auf das anziehende Wirtschaftswachstum der Region
  • China wird ein immer wichtigeres Element der globalen Geschäftsstrategien europäischer Unternehmen
  • Sorgen über unsicheres Geschäftsumfeld und anhaltende regulatorische Unwägbarkeiten

Die Handelskammer der Europäischen Union in China hat für ihre siebte jährliche Erhebung zum Geschäftsklimaindex in Zusammenarbeit mit Roland Berger Strategy Consultants zwischen März und April 2010 mehr als 500 europäische Unternehmen mit Sitz in China befragt.

Für die diesjährige Veröffentlichung sind damit die bisher umfassendsten Daten erhoben worden. Das Ergebnis: Die europäischen Unternehmen zeigen sich weiter optimistisch, was das anziehende Wachstum des Landes angeht, sind aber besorgt über die Unwägbarkeiten der wirtschaftlichen Erholung und der regulatorischen Rahmenbedingungen.

"Unsere Mitglieder sind zuversichtlich, dass der chinesische Markt weiter wächst. Sie untermauern das mit weiteren Investitionen und wachsenden Marktanteilen", sagt Jacques de Boisséson, Präsident der Europäischen Handelskammer. "Sorge bereitet ihnen jedoch zunehmend das unberechenbare regulatorische Umfeld, das sie in ihrer Wettbewerbsfähigkeit einschränkt." Die willkürliche Umsetzung von Gesetzen und Verordnungen, intransparente und umständliche Zulassungsprozesse und Probleme mit dem Schutz geistigen Eigentums sind auch weiterhin die größten Probleme der europäischen Unternehmen in China. Die anhaltenden regulatorischen Probleme dämpfen die Attraktivität Chinas als Standort für langfristige Investitionen.

Gute Wachstumsaussichten - aber auch zunehmender Wettbewerb

"Die europäischen Unternehmen sind zuversichtlich, was die Wachstumsaussichten Chinas und die Chancen auf dem chinesischen Markt angeht. Aber Wachstum ist nur eine Seite der Medaille: Langfristig bestimmt Profitabilität den unternehmerischen Erfolg", sagt Charles-Edouard Bouée, Asia President bei Roland Berger Strategy Consultants. "Im Moment ist nur etwa ein Drittel der Befragten zuversichtlich, was die Profitabilitätsaussichten angeht."

Ein Faktor, der die Stimmung drückt, ist der steigende Wettbewerb. Mit der zunehmenden Reife des chinesischen Markts entwickeln sich auch die heimischen Anbieter weiter: 58% der Befragten betrachten die inländische Konkurrenz mittlerweile als Risiko für ihr künftiges Geschäft. Europäische Unternehmen müssen ihren Einsatz auf dem chinesischen Markt erhöhen und sich weiter auf die Differenzierung in diesem komplexen Markt konzentrieren.

Ergebnisse des Geschäftsklimaindex 2010 auf einen Blick

- 78% der Befragten zeigen sich optimistisch, was ihre Wachstumsaussichten für die nächsten zwei Jahren angeht; nur 34% zeigen sich hingegen optimistisch hinsichtlich ihrer Profitabilität im gleichen Zeitraum.

- Ca. 49% der Befragten sagen, dass China wichtiger für sie geworden ist. Nur 4% sagen, dass China an Bedeutung für ihre Gesamtstrategie verloren hat; 47% sagen, dass es keine deutliche Änderung gegeben hat.

- 30% der Mitglieder betonen, dass China heute ihr wichtigster Standort für Investitionen ist. Weitere 34% sagen, dass China ihr drittwichtigster Standort ist.

- 36% der Befragten sind der Ansicht, dass sich die staatlichen Richtlinien für ausländische Unternehmen in China in den letzten zwei Jahren zu Ungunsten dieser Unternehmen entwickelt haben. Außerdem erwarten 39%, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren weiter zuspitzen wird.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter unter:
www.rolandberger.com/press-newsletter

Die Langversion der Studie können Sie bestellen unter:
http://www.euccc.com.cn/view/media/publications

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 2.000 Mitarbeiter haben im Jahr 2009 einen Honorarumsatz von mehr als 616 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 Partnern.

Sebastian Deck | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klein und vielseitig: Schlüsselorganismen im marinen Stickstoffkreislauf nutzen Cyanat und Harnstoff
10.12.2018 | Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie

nachricht Diabetes Typ 1 - Studien zeigen: Insulinpumpen wirken sich positiv auf Blutzuckerwerte
10.12.2018 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuartige Lasertechnik für chemische Sensoren in Mikrochip-Größe

Von „Frequenzkämmen“ spricht man bei speziellem Laserlicht, das sich optimal für chemische Sensoren eignet. Eine revolutionäre Technik der TU Wien erzeugt dieses Licht nun viel einfacher und robuster als bisher.

Ein gewöhnlicher Laser hat genau eine Farbe. Alle Photonen, die er abstrahlt, haben genau dieselbe Wellenlänge. Es gibt allerdings auch Laser, deren Licht...

Im Focus: Topological material switched off and on for the first time

Key advance for future topological transistors

Over the last decade, there has been much excitement about the discovery, recognised by the Nobel Prize in Physics only two years ago, that there are two types...

Im Focus: Neue Methode verpasst Mikroskop einen Auflösungsschub

Verspiegelte Objektträger ermöglichen jetzt deutlich schärfere Bilder / 20fach bessere Auflösung als ein gewöhnliches Lichtmikroskop - Zwei Forschungsteams der Universität Würzburg haben dem Hochleistungs-Lichtmikroskop einen Auflösungsschub verpasst. Dazu bedampften sie den Glasträger, auf dem das beobachtete Objekt liegt, mit maßgeschneiderten biokompatiblen Nanoschichten, die einen „Spiegeleffekt“ bewirken. Mit dieser einfachen Methode konnten sie die Bildauflösung signifikant erhöhen und einzelne Molekülkomplexe auflösen, die sich mit einem normalen Lichtmikroskop nicht abbilden lassen. Die Studie wurde in der NATURE Zeitschrift „Light: Science and Applications“ veröffentlicht.

Die Schärfe von Lichtmikroskopen ist aus physikalischen Gründen begrenzt: Strukturen, die näher beieinander liegen als 0,2 tausendstel Millimeter, verschwimmen...

Im Focus: Supercomputer ohne Abwärme

Konstanzer Physiker eröffnen die Möglichkeit, Supraleiter zur Informationsübertragung einzusetzen

Konventionell betrachtet sind Magnetismus und der widerstandsfreie Fluss elektrischen Stroms („Supraleitung“) konkurrierende Phänomene, die nicht zusammen in...

Im Focus: Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen.

Bewegen wir uns vorwärts, zieht die Umwelt in die entgegengesetzte Richtung an unseren Augen vorbei. Drehen wir uns, verschiebt sich das Bild der Umwelt im...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Januar und Februar 2019

11.12.2018 | Veranstaltungen

Eine Norm für die Reinheitsbestimmung aller Medizinprodukte

10.12.2018 | Veranstaltungen

Fachforum über intelligente Datenanalyse

10.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuartige Lasertechnik für chemische Sensoren in Mikrochip-Größe

11.12.2018 | Physik Astronomie

Besser Bohren – Neues Nanokomposit stabilisiert Bohrflüssigkeiten

11.12.2018 | Geowissenschaften

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Januar und Februar 2019

11.12.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics