Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SMS-Nachfolger haben keine große Zukunft

14.05.2002


Studie: Konsumenten bleiben SMS, IM und E-Mail treu – EMS und MMS könnten floppen

Einer heute, Montag, vom Marktforschungsinsitut Forrester http://www.forrester.com veröffentlichten Studie zufolge dürften Messaging Systeme wie EMS (Enhanced Messaging Services - z.B. Verschicken von unbewegten Bildern via Mobiltelfon) oder MMS (Multimedia Messaging Services) keine große Zukunft haben. Die Entwicklung neuer Dienste wie mobiles Instant Messaging (IM) aber auch das klassische E-Mail hätten weit mehr Potenzial als ursprünglich angenommen. Die User würden auch erweiterte Angebote wie MMS (Versenden von bewegten Bildern) vorerst kaum in Anspruch nehmen. Die Messaging-Umsätze werden laut Forrester 2004 erstmals sinken. Bis 2007 schließlich soll ein enormer Preiskampf einsetzten, der darin münde, dass die Preise in fünf Jahren bis zu 16 Prozent sinken sollen. Für die Studie wurden führende Manager von 20 Mobilfunkbetreibern in Europa befragt.

Die Implementierung von mobilen IM-Services, begünstigt durch Technologien wie GPRS und mobilem Internet werde die Preiskontrolle immer schwieriger machen. "Für schnelle persönliche Mitteilungen benötigen Kunden keine derart ausgefeilten Systeme wie EMS oder MMS", meint Forrester-Analystin Michelle de Lussant. Sie würden auch weiterhin dem altbewährten SMS treu bleiben. Obwohl zehn Prozent der SMS-Umsätze von Services wie EMS "gefressen" werden, sollen sich diese in Europa bis 2007 um 42 Prozent auf 25 Mrd. Euro erhöhen. Trotz der weit verbreiteten Annahme der Betreiber,dass etwa IM keinen Markt hat, benutzt doch einer von sechs mobilen Usern regelmäßig dieses Tool zur Kommunikation. Wenn die technischen Möglichkeiten ausgereift genug sind, werden viele User vom "teuren" SMS auf das billigere mobile IM umsteigen, prophezeit Forrester. Auch (mobiles) E-Mail könnte EMS und Konsorten die Suppe versalzen, weil es nach wie vor das am meisten akzeptierte Kommunikationsmittel sei.

"SMS wird auch weiterhin die Bedürfnisse von ‚Mainstream-Kunden‘ befriedigen, bis 2007 werden zwei Drittel der Nachrichten über dieses System versendet", so de Lussant. EMS werde dagegen von der großen Masse unbeachtet bleiben und nur jeder fünfte mobile User wird es in fünf Jahren regelmäsig verwenden. Der Beitrag zum Messaging-Umsatz soll magere drei Prozent betragen. Im Vergleich dazu wird 2007 jeder vierte User regelmässig IM verwenden und rund zehn Prozent zum Umsatz beitragen. Auch MMS wird das "gute alte E-Mail" bis 2007 nicht überflügeln.

Oliver Scheiber | pte.monitor
Weitere Informationen:
http://www.forrester.com

Weitere Berichte zu: EMS MMS Messaging SMS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Grundlagen der Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft
27.07.2018 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

nachricht Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren
23.07.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics