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Plomben machen Zahnärzte krank

30.04.2002


Quecksilber-Belastung führt zu Nierenschäden und Gedächtnisstörungen



Zahnärzte leiden vermehrt unter Nierenschäden und Gedächtnisstörungen, berichtet BBC-online, heute, Dienstag. Die Gründe dafür liegen in der ungewöhnlich hohen Belastung mit Quecksilber, das im Amalgam für Zahnfüllungen verwendet wird. Der Bericht stützt sich auf eine Studie, die von der Universität Glasgow bei Dentisten durchgeführt wurde.



"Die Belastung mit größeren Dosen von Quecksilber führt zu gesundheitlichen Störungen. Das kann niemand leugnen", so Studienleiter Ewan Macdonald von der Universität Glasgow. Der Wissenschaftler fand bei Untersuchungen bei Zahnärzten heraus, dass es bei dieser Berufsgruppe zu besonders vielen Nierenerkrankungen und Gedächtnisproblemen kam. Bei der Studie wurden bei 180 Zahnärzten und 180 anderen Akademikern Harn-, Haar- und Nagelproben gezogen. Dabei fiel auf, dass die Zahnärzte bis zu viermal höhere Mengen an Quecksilber in ihrem Körper trugen als andere Akademiker. Einer der Zahnärzte hatte sogar Quecksilbermengen, die weit über den empfohlenen Richtwerten lagen.

Die Menge an Quecksilber entsprach bei den meisten Zahnärzten der Arbeitszeit in den Praxen sowie der Anzahl von Zahnfüllungen, die sie selbst hatten. Die Studie, die in der Fachzeitschrift "Occupational and Environmental Medicine" http://oem.bmjjournals.com publiziert wurde, gab an, dass Zahnärzte zehnmal häufiger zu Medikamenten gegen Nierenproblemen greifen mussten. Außerdem war die Zahl der Fertilitätsstörungen bei Zahnärzten dreimal so hoch wie bei anderen Akademikern. Das Studienteam rät zu dringenden weiteren Untersuchungen, die auch andere Beschäftigte in Zahnarztpraxen berücksichtigen sollen.

| pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk/hi/english/health/newsid_1957000/1957380.stm

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