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Deutsche Börse attraktivster Listingplatz im internationalen Vergleich

12.11.2007
Studie bescheinigt Frankfurt höchste Liquidität und niedrigste Kapitalkosten/ Deutscher Mittelstand zeigt großes Potential für den Gang an die Börse

Unter den führenden internationalen Börsen bietet die Deutsche Börse Unternehmen die niedrigsten Kapitalkosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine unabhängigen Studie, die die Professoren Christoph Kaserer von der TU München und Dirk Schiereck von der European Business School im Rahmen des Deutschen Eigenkapitalforums am Montag vorgestellt haben.

Sowohl beim eigentlichen Börsengang als auch für die laufende Börsennotierung weist die Deutsche Börse bei allen drei Segmenten - Prime, General und Entry Standard - die niedrigsten Kapitalkosten auf. Darüber hinaus ist die Liquidität an der Börse Frankfurt höher als an den anderen Handelsplätzen.

Die Studie bestätigt die Ergebnisse einer Untersuchung, die die Professoren im letzten Jahr veröffentlicht haben. In der aktuellen Studie werden die Bedingungen eines Listings an der Deutschen Börse mit den Börsen Euronext, Hongkong Stock Exchange, London Stock Exchange, Nasdaq und New York Stock Exchange verglichen. Insgesamt wurden über 2.200 Börsengänge über einen Zeitraum von Januar 1999 bis März 2007 untersucht.

Mit Hilfe eines von den Professoren entwickelten Bewertungsschemas wird die Attraktivität einer Börse für Emittenten anhand von acht Kriterien analysiert. Diese Parameter messen z.B. die Kosten des Marktzugangs, die Folgekosten bei weiteren Kapitalerhöhungen sowie die Liquidität. Dabei liegen der Prime Standard und der General Standard der Deutschen Börse im Vergleich zu den anderen „Main Markets“ mit einer Gesamtnote von 2,0 auf Platz 1, gefolgt von Hongkongs Main Bord (2,9), den Large Caps der NYSE (3,0), Euronexts Eurolist (3,1), LSEs Main Market (3,4) und Nasdaqs Large Caps (3,5). Unter den alternativen Märkten belegt der Entry Standard mit einer Gesamtbewertung von 1,9 den ersten Platz. Dahinter folgen NYSE Small Caps mit einer Note von 2,6, Euronexts Alternext (2,8), Nasdaq Small Caps (3,0), LSEs AIM (3,4) und der Hongkonger Growth Enterprise Market (GEM) (3,5).

Die Gesamtkosten für einen Börsengang in Frankfurt betragen durchschnittlich 8,3 Prozent des Emissionsvolumens. Die Deutsche Börse weist signifikant niedrigere Gesamtkosten als Nasdaq (9,5 Prozent), London (12,6 Prozent) und Hongkong (14,6 Prozent) auf. Untersucht wurde auch die so genannte Zero-Trade-Ratio (ZTR). Diese Kennziffer setzt die Tage ohne Handel mit einer Aktie ins Verhältnis zu den Handelstagen. Eine niedrige ZTR bedeutet, dass eine hohe Handelsaktivität gegeben ist. Die Studie zeigt, dass Frankfurt im internationalen Vergleich die höchste Liquidität sowohl unter den „Main Markets“ als auch im alternativen Bereich aufweist.

Sowohl im Prime Standard und General Standard als auch im Entry Standard liegt die ZTR bei 1,39 Prozent. Im Vergleich dazu liegt der Londoner Main Market mit 9,15 Prozent und der Londoner AIM mit 39,89 Prozent sowie der Honkonger GEM mit 33,42 Prozent signifikant höher.

Auch die Spreads - die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs -, sind in Frankfurt mit dem Entry Standard (2,23 Prozent) im Vergleich zum GEM (4,15 Prozent), Alternext (4,52 Prozent) und AIM (7,22 Prozent) am geringsten.

Ebenso bietet der Prime Standard und General Standard mit 0,62 Prozent äußerst niedrige Spreads, gefolgt von Eurolist (0,71 Prozent), Nasdaq (0,74 Prozent), Honkonger Main Board (1,04 Prozent) und LSE’s Main Market (2,0 Prozent).

„Die Ergebnisse dieser unabhängigen Studie bestätigen erneut die Attraktivität Frankfurts als Listingplatz im weltweiten Vergleich - sowohl für kleine, mittlere und große Unternehmen.“, sagte Rainer Riess, Managing Director, Cash Market Development bei der Deutschen Börse.

Eine Untersuchung zu deutschen Listings präsentierte das Deutsche Aktieninstitut anlässlich des Eigenkapitalforums. Im deutschen Mittelstand findet sich ein großes Potenzial für kommende Börsengänge. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Aktieninstituts, die in Zusammenarbeit mit der Deutsche Börse AG durchgeführt wurde. Insgesamt strebt rund ein Viertel der befragten Unternehmen den Börsengang an oder zieht ihn zumindest grundsätzlich in Erwägung. „Im Vergleich zum Jahr 2003, in dem wir die Ergebnisse einer ähnlichen Befragung veröffentlicht haben, hat sich die Kapitalmarktorientierung im Mittelstand deutlich verfestigt“, sagte Rüdiger von Rosen, Leiter des Deutschen Aktieninstituts. Dies sei ein erfreuliches Zeichen für die Akzeptanz der Aktie als Finanzierungsinstrument.

Die Deutsche Börse und die KfW Mittelstandsbank veranstalten gemeinsam das Deutsche Eigenkapitalforum seit 1996 zweimal jährlich. Mit mehr als 5.000 Teilnehmern ist das Deutsche Eigenkapitalforum eine der wichtigsten Kapitalmarktkonferenzen für Eigenkapital suchende Unternehmen.

Media Relations | Gruppe Deutsche Boerse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

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