Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Open-Source-Studie zur Evaluation der Arzneimittelausgaben erschienen

18.10.2007
Eine aktuelle Open-Source-Studie zur Evaluation der Arzneimittelausgaben in Deutschland ist erschienen und steht zum freien Dowload bereit. Die Untersuchung zeigt Ursachen vermeintlicher Differenzen durch unterschiedliche Berechungsgrundlagen bei den publizierten Arzneimittelausgaben.

In einer aktuellen gemeinsamen Studie veröffentlichen die Rheinische Fachhochschule Köln (RFH), Fachbereich Medizin-Ökonomie, und das Wissenschaftliche Institut der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG) erstmals vergleichende Ergebnisse der gesamten Arzneimittelausgaben in Deutschland im Zeitraum von 2003 bis 2005.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die publizierten Arzneimittelausgaben-Zahlen von gesetzlichen Krankenkassen, anderen Institutionen und Verbänden nur vordergründig große Differenzen in Millionenhöhe ausweisen. Bei Anpassung der Berechnungsmethoden und Berücksichtigung der Datenbehandlung zeigt sich, dass die nun vergleichbar gemachten Werte nahe beieinander liegen. Um Transparenz und Vergleichbarkeit gewährleisten zu können, sollten die Berechnungen von allen Institutionen nach den gleichen Parametern erfolgen oder die abweichenden Berechnungsgrundlagen (beispielsweise Einrechung des Eigenverbrauchs der Praxen, Rabatte) oder Rechenwege angegeben werden. Dadurch wird die Gefahr einer Fehlinterpretation minimiert.

Für ein besseres Verständnis bietet die Studie in den ersten Kapiteln in gut lesbarer Form grundlegende Informationen über das gesamte Gesundheitswesen sowie über den Arzneimittelmarkt in Deutschland und erläutert die Fachtermini der Arzneimittel wie zum Beispiel Generika, Importvarianten oder den Unterschied zwischen No-me-too und Me-too-Präparaten.

Im zweiten Teil der Studie beschreiben die Autoren die Ausgangsdaten für die Evaluation der Arzneimittelausgaben in der Zeit von 2003 bis 2005. In ihrer Datenauswertung erfolgt eine einheitlich korrigierte Berechnung der Krankenkassenausgaben verglichen mit den ebenfalls einheitlich korrigierten Apothekerumsätzen, die eine rechnerische Vergleichbarkeit erlauben und zu dem Schluss führen, dass die Ausgaben nah beieinander liegen.

Interessierte können die Studie kostenlos als Open Source-Information auf der RFH-Homepage http://www.rfh-koeln.de sowie unter http://www.wineg.de lesen oder über den Buchhandel ein gedrucktes Exemplar bestellen.

Kontakt: Prof. Dr. med. Dipl.-Kfm. Rainer Riedel, Rheinische Fachhochschule Köln, Studiengang Medizin-Ökonomie, Hohenstaufenring 16-18, 50674 Köln, Mail: riedel@rfh-koeln.de.

Autorenhinweise:
Schröder J (1)., Simon W (1)., Dietrich E.S. (2), Riedel R.(1), Evaluation der Arzneimittelausgaben in Deutschland von 2003 bis 2005 ISBN 978-3-9811139-0-7
(1) Rheinische Fachhochschule Köln, Studiengang Medizin-Ökonomie [Prof. Dr.med. Dipl.-Kfm. (FH)], Hohenstaufenring 16-18, 50674 Köln

(2) WINEG (Dr. E.S. Dietrich), Habichtstr. 30, 22305 Hamburg

Beatrix Polgar-Stüwe | idw
Weitere Informationen:
http://www.rfh-koeln.de/de/aktuelles/Arzneimittelausgaben_2005_V_12.10.2007.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
19.07.2018 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics