Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Augenprobleme bei Cyberkids steigen

26.03.2002


30 Prozent aller US-Kinder setzen sich Gefahr des "computer vision Syndrome" aus

Jedes vierte "Cyberkid" in den USA leidet bereits am so genannten "computer vision Syndrome" (CVS). Das ist das Ergebnis einer Studie der University of California, Berkeley, die der Entwicklung von Augenproblemen bei Kindern mit stundenlanger Computer-Nutzung nachging. Für die Studienleiterin Pia Hoenig von der Binocular Vision Clinic lassen die Resultate den Schluss zu, dass langes Computer-Starren Augenprobleme bei Kindern fördert. Betroffen davon seien rund 30 Prozent der 37 Mio. US-Kinder.

"Das Syndrom ist gekennzeichnet durch trockene Augen, ein verschwommenes Sehvermögen, Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit", erklärt Hoenig, "und könnte auch den Beginn der Kurzsichtigkeit andeuten". Diese Korrelation habe die Studie eindeutig bewiesen, auch wenn die Beweislage nicht schlüssig sei. "Bewiesen ist aber, dass mehr als 70 Prozent der Erwachsenen, die am Computer arbeiten, an dieser Krankheit leiden", ergänzt Hoenig. Das größte Risiko hätten Personen, die zwei oder mehrere Stunden pro Tag den Rechner intensiv nutzen.

CVS betreffe vor allem jene Kinder, bei denen die ersten Gehversuche mit ersten Computer-Erfahrungen einher gingen. Kinder seien empfindlicher als Erwachsene und somit sei das Risiko, CVS zu entwickeln, höher. Die American Optometric Association (AOA) nennt dafür mehrere Gründe: Kinder kennen keine Selbsterfahrung und sitzen stundenlang ohne Pause vor dem Computer. Kinder passen sich an und ignorieren Augenprobleme bzw. sind Computer-Arbeitsplätze nicht kindgerecht, sondern an die Bedürfnisse von Erwachsenen angepasst.

Die AOA empfiehlt regelmäßige Augenuntersuchungen, die noch vor dem Kindergartenalter durchgeführt werden sollten. Bezogen auf Computer-Arbeit betonen die Forscher die Notwendigkeit vernünftiger Pausen und ein Augentraining zur Milderung von CVS. Folgende zehn- bis 15-sekundenlange Übung soll wieder für einen klaren Blick sorgen: Daumen und Mittelfinger seitlich an die Nasenwurzel anlegen, Zeigefinger liegt zwischen den Augenbrauen. Alle drei Finger werden nun mit leichtem Druck auf die Nasenwurzel aufeinander zu und wieder voneinander weg bewegt. Danach den Zeigefinger über die Stirn bis zum Haaransatz und wieder in Richtung Nasenspitze gleiten lassen.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.berkeley.edu

Weitere Berichte zu: Augenprobleme CVS Syndrom US-Kinder

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wissenschaftler entdecken „Gehirn-Hot-Spot“ für Medikamente gegen Angst
05.12.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Gedankenlesen bei Ratten
29.11.2018 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Supercomputer ohne Abwärme

Konstanzer Physiker eröffnen die Möglichkeit, Supraleiter zur Informationsübertragung einzusetzen

Konventionell betrachtet sind Magnetismus und der widerstandsfreie Fluss elektrischen Stroms („Supraleitung“) konkurrierende Phänomene, die nicht zusammen in...

Im Focus: Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen.

Bewegen wir uns vorwärts, zieht die Umwelt in die entgegengesetzte Richtung an unseren Augen vorbei. Drehen wir uns, verschiebt sich das Bild der Umwelt im...

Im Focus: Researchers develop method to transfer entire 2D circuits to any smooth surface

What if a sensor sensing a thing could be part of the thing itself? Rice University engineers believe they have a two-dimensional solution to do just that.

Rice engineers led by materials scientists Pulickel Ajayan and Jun Lou have developed a method to make atom-flat sensors that seamlessly integrate with devices...

Im Focus: Drei Komponenten auf einem Chip

Wissenschaftlern der Universität Stuttgart und des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT gelingt wichtige Weiterentwicklung auf dem Weg zum Quantencomputer

Quantencomputer sollen bestimmte Rechenprobleme einmal sehr viel schneller lösen können als ein klassischer Computer. Einer der vielversprechendsten Ansätze...

Im Focus: Three components on one chip

Scientists at the University of Stuttgart and the Karlsruhe Institute of Technology (KIT) succeed in important further development on the way to quantum Computers.

Quantum computers one day should be able to solve certain computing problems much faster than a classical computer. One of the most promising approaches is...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Großes Interesse an erster Fachtagung

07.12.2018 | Veranstaltungen

Entwicklung eines Amphibienflugzeugs

04.12.2018 | Veranstaltungen

Neue biologische Verfahren im Trink- und Grundwassermanagement

04.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erstmalig in Deutschland: Erfolgreiche Bestrahlungstherapie lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörung

07.12.2018 | Medizintechnik

Nicht zu warm und nicht zu kalt! Seminar „Thermomanagement von Lithium-Ionen-Batterien“ am 02.04.2019 in Aachen

07.12.2018 | Seminare Workshops

Seminar „Magnettechnik - Magnetwerkstoffe“ vom 19. – 20.02.2019 in Essen

07.12.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics