Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG unterstützt europaweite Studie

06.02.2002


Sozialwissenschaftliche Erhebung zum Verhältnis von Individuum und Gesellschaft in 20 europäischen Ländern und Israel

Die Grenzen zwischen den Ländern Europas verschwinden nicht erst seit der Einführung des Euro zunehmend. Der Prozess der europäischen Integration ist in den vergangenen Jahren vor allem auf wirtschaftlicher Ebene mit hoher Geschwindigkeit vorangetrieben worden. Doch wie sieht vor diesem Hintergrund die Entwicklung in den einzelnen Ländern Europas aus? Wie nehmen Menschen in den verschiedenen Ländern die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen wahr? Welche Verhaltensweisen und individuellen Orientierungen stehen den jeweiligen gesellschaftlichen Entwicklungen gegenüber?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das multinationale Projekt "European Social Survey" (ESS), das in diesem Jahr europaweit eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchführt. Mit einem standardisierten Fragebogen und weiteren bewährten Erhebungsinstrumenten werden zeitgleich Menschen in der Mehrzahl der Trägerstaaten der European Science Foundation (ESF) und in Israel über Probleme des politischen und gesellschaftlichen Zusammenlebens befragt. Mit Beschluss ihres Hauptausschusses vom 31. Januar 2002 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Durchführung der ersten Erhebungsphase in Deutschland von 2002 bis 2003 mit einer Summe von rund 595.000 Euro. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Willem van Deth vom Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim werden Personen ab 15 Jahren befragt, die in einem privaten Haushalt leben, ungeachtet ihrer Nationalität, Staatsbürgerschaft, Sprache oder Rechtsstellung.

Ziel des langfristig angelegten Projekts ist es, die Interaktion zwischen den sich wandelnden politischen und ökonomischen Institutionen in den europäischen Staaten und den Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensmustern der Bevölkerungen zu beschreiben und zu erklären. Darüber hinaus werden die Daten aus den nationalen Erhebungen in einem europäischen Datenarchiv aufbereitet und Forschern zugänglich gemacht werden. Die Koordination des Projekts erfolgt durch eine internationale Gruppe aus Vertretern der teilnehmenden Länder unter der Leitung von Prof. Roger Jowell. Für die Sicherstellung der Qualitätsstandards ist eine direkte Beteiligung des Zentrums für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim vorgesehen. Das multinationale Design und die Koordination des Projekts werden durch die Europäische Kommission finanziert und zusätzlich von der European Science Foundation (ESF) bezuschusst. Die Kosten der nationalen Erhebungen werden von den jeweiligen Ländern getragen.

Weitere Informationen zum ESS in Deutschland sind erhältlich bei Prof. Dr. Jan Willem van Deth, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung der Universität Mannheim (MZES), Tel.: (0621) 181-2869, E-Mail: Jvdeth@sowi.uni-mannheim.de.

Dr. Eva-Maria Streier | idw

Weitere Berichte zu: ESF ESS Erhebung Foundation Koordination

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie sich das Gehirn merkt, wo man hinmöchte
04.07.2019 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Studie am Dresdner Uniklinikum: Schädel-Hirn-Trauma – bleibt´s beim kurzen Schrecken?
18.06.2019 | Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physicists create world's smallest engine

Theoretical physicists at Trinity College Dublin are among an international collaboration that has built the world's smallest engine - which, as a single calcium ion, is approximately ten billion times smaller than a car engine.

Work performed by Professor John Goold's QuSys group in Trinity's School of Physics describes the science behind this tiny motor.

Im Focus: Die verschränkte Zeit der Quantengravitation

Die Theorien der Quantenmechanik und der Gravitation sind dafür bekannt, trotz der Bemühungen unzähliger PhysikerInnen in den letzten 50 Jahren, miteinander inkompatibel zu sein. Vor kurzem ist es jedoch einem internationalen Forschungsteam von PhysikerInnen der Universität Wien, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie der Universität Queensland (AUS) und dem Stevens Institute of Technology (USA) gelungen, wichtige Bestandteile der beiden Theorien, die den Verlauf der Zeit beschreiben, zu verbinden. Sie fanden heraus, dass die zeitliche Abfolge von Ereignissen echte Quanteneigenschaften aufweisen kann.

Der allgemeinen Relativitätstheorie zufolge verlangsamt die Anwesenheit eines schweren Körpers die Zeit. Das bedeutet, dass eine Uhr in der Nähe eines schweren...

Im Focus: Quantencomputer sollen tragbar werden

Infineon Austria forscht gemeinsam mit der Universität Innsbruck, der ETH Zürich und Interactive Fully Electrical Vehicles SRL an konkreten Fragestellungen zum kommerziellen Einsatz von Quantencomputern. Mit neuen Innovationen im Design und in der Fertigung wollen die Partner aus Hochschulen und Industrie leistbare Bauelemente für Quantencomputer entwickeln.

Ionenfallen haben sich als sehr erfolgreiche Technologie für die Kontrolle und Manipulation von Quantenteilchen erwiesen. Sie bilden heute das Herzstück der...

Im Focus: Quantum computers to become portable

Together with the University of Innsbruck, the ETH Zurich and Interactive Fully Electrical Vehicles SRL, Infineon Austria is researching specific questions on the commercial use of quantum computers. With new innovations in design and manufacturing, the partners from universities and industry want to develop affordable components for quantum computers.

Ion traps have proven to be a very successful technology for the control and manipulation of quantum particles. Today, they form the heart of the first...

Im Focus: Towards an 'orrery' for quantum gauge theory

Experimental progress towards engineering quantized gauge fields coupled to ultracold matter promises a versatile platform to tackle problems ranging from condensed-matter to high-energy physics

The interaction between fields and matter is a recurring theme throughout physics. Classical cases such as the trajectories of one celestial body moving in the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

GAIN 2019: Das größte Netzwerktreffen deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler startet in den USA

22.08.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz auf der MS Wissenschaft

22.08.2019 | Veranstaltungen

Informatik-Tagung vom 26. bis 30. August 2019 in Aachen

21.08.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der Evolution des Sehvermögens auf der Spur

22.08.2019 | Biowissenschaften Chemie

Erstmals entschlüsselt: Wie Licht 
chemische Reaktionen in Gang hält

22.08.2019 | Biowissenschaften Chemie

Starke Magnetfelder mit Neutronen sichtbar machen

22.08.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics