Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unfreundliches Personal schreckt ab Studie der TextilWirtschaft: "Die Todsünden des Modehandels"

11.10.2006
Schlechtes Verkaufspersonal ist unverzeihlich. Dies ist das wichtigste Ergebnis der Studie "Die Todsünden des Modehandels".

Im Auftrag der wöchentlich in Frankfurt erscheinenden Fachzeitschrift TextilWirtschaft (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main) hat die GfK-Textilmarktforschung mehr als 7.600 Männer und Frauen befragt, um herauszufinden, welche Fehler der Einzelhandel in Zukunft unbedingt vermeiden sollte.

Die Untersuchung ergab unter anderem, dass sich zwar weniger Kunden von Läden ganz ohne Personal abschrecken lassen, doch fast alle, nämlich 92 Prozent der Befragten, stört es erheblich, wenn das Personal unfreundlich ist. Aber auch aufdringliches Personal hält 90 Prozent der Befragten "völlig oder stark" vom Kleiderkauf ab. Ebenso erfolgreich vergraulen lassen sich Kunden mit mangelnder Kulanz beim Umtausch.

Als weitere Todsünde des Einzelhandels sehen die Verbraucher lange Warteschlangen vor den Umkleidekabinen an. Für 86 Prozent ist das lange Anstehen ein Ärgernis. Ebenso viele beschweren sich über fehlende Größen im Sortiment. 82 Prozent gaben an: Ein unordentlicher Laden würde mich vom Kauf abhalten. Laute Musik, Unübersichtlichkeit und Warteschlangen an den Kassen wirken sich bei rund drei Viertel der Befragten negativ aus.

Weniger verschreckt werden die Kunden dagegen durch fehlende Sitzmöglichkeiten und Ruhezonen. Das nehmen fast zwei Drittel der Befragten hin. Knapp 60 Prozent haben Verständnis, wenn sie maximal drei Artikel zur Anprobe mitnehmen dürfen. Die fehlende Möglichkeit mit Kreditkarte zu zahlen, ist für die Hälfte der Befragten kein Grund zur Aufregung, und rund 48 Prozent drücken beim frühen Ladenschluss ein Auge zu.

Die Studie hat die Befragten nach Alter, Einkommen, Schulbildung und Geschlecht differenziert. Ein Ergebnis: Die älteren Befragten sind mit Abstand die sensibelsten Kunden. 94 Prozent der Verbraucher, die älter als 50 Jahre sind, stören sich sehr an unfreundlichem Personal. Bei den unter 30-Jährigen sind dies 84 Prozent. Erwartungsgemäß sind älteren Kunden unaufgeräumte Läden mit lauter Musik ein Gräuel. Junge Verbraucher lassen sich dagegen weniger durch Lärm und unordentliche Flächen vom Kauf abhalten, wenn Ware und Preis gefallen.

Die Befragung hat außerdem ergeben, dass die Ansprüche beim Bekleidungskauf mit dem Einkommen steigen. Ob lange Warteschlangen, Unordnung oder inkompetentes Personal - von fast allen Mängeln sind mehr Befragte mit einem Einkommen ab 2.500 Euro aufwärts abgeschreckt.

Details der Studie werden in der Ausgabe der TextilWirtschaft (TW) vom 12. Oktober 2006 veröffentlicht, die zum 60-jährigen Jubiläum der Fachzeitschrift erscheint. Die TW ist die einzige wöchentlich erscheinende Zeitschrift für die gesamte Textil- und Bekleidungsbranche im deutschsprachigen Raum. Leser sind der Einzelhandel, die Textil- und Bekleidungsindustrie sowie vielfältige Dienstleistungsunternehmen.

Im Umsatzranking der deutschen Fachzeitschriften belegt die TextilWirtschaft Platz vier. Die TextilWirtschaft war der erste Titel des Deutschen Fachverlages, der im Oktober 1946 gegründet wurde, und entsprechend mit der TW sein 60-jähriges Bestehen feiert.

Kontakt: Jörg Nowicki, Redaktion TextilWirtschaft Telefon: 069 7595-1328 E-Mail: Nowicki@TWnetwork.de

Birgit Clemens | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.TWnetwork.de

Weitere Berichte zu: Fachverlag Modehandel Warteschlange

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
19.07.2018 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics