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"Innovationskompass 2001"

22.01.2002


Christoph Huss, BMW Group, Leiter Wissenschafts- und Verkehrspolitik © BMW AG
Quelle: "obs/BMW AG"


Neuer Leiter Wissenschafts- und Verkehrspolitik der BMW Group Christoph Huss stellt Ergebnisse der Studie "Innovationskompass 2001" vor

Der neue Leiter der BMW Group für Wissenschafts- und Verkehrspolitik Christoph Huss hat heute die Ergebnisse der Studie "Innovationskompass 2001" in München präsentiert. Die Studie wurde gemeinsam von der Unternehmensberatung McKinsey&Company, dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI), den VDI Nachrichten und der Technischen Universität Berlin durchgeführt. Untersuchungszeitraum war dabei November 2000 - November 2001.

CleanEnergy- überzeugende Außenpositionierung einer innovativen Energiestrategie

Der "Innovationskompass 2001" untersuchte anhand von fünf Kriterien das erfolgreiche Management von Innovationen in der deutschen Industrie. Die Studie zeigt, dass die CleanEnergy-Strategie der BMW Group im Bereich Außenorientierung auf Ansätze baut, die als besonders vielversprechend identifiziert wurden.

Huss, der die Nachfolge des in den Ruhestand gehenden Detlef Frank antritt, macht die Perspektive für die BMW Group klar: "Mit dem strategischen Ansatz zur Einführung von Wasserstoff als nachhaltigem Energieträger der Zukunft verfolgt die BMW Group konsequent das Ziel, deutlich vor 2010 Wasserstoffautos mit Verbrennungsmotor am Markt anzubieten. Noch in der Laufzeit des neuen BMW 7er werden wir unseren Kunden eine Wasserstoffvariante anbieten. Bis 2020 planen wir einen Anteil am Neuwagenverkauf, der bei etwa 25 Prozent liegen soll, wenn die Infrastruktur sich entsprechend entwickelt."

Wasserstoffautos verbrauchen weder Benzin noch Diesel und sind damit die nachhaltige Antwort auf endliche Erdölressourcen und CO2-Diskussion.

VES und CleanEnergy WorldTour als Beispiele der aktiven Gestaltung von Rahmenbedingungen

Als richtungsweisendes Beispiel weist die Studie explizit auf die zahlreichen Aktivitäten der BMW Group hin, um Meinungsbildner, Politik und Wirtschaft bereits frühzeitig in den Innovationsprozess einzubinden.

Die Studie geht davon aus, dass die Umsetzung von zukunftsfähigen Innovationen Einflüssen unterliegt, die nicht unmittelbar auf Marktpartner (Kunden, Wettbewerber etc.) oder Technologiepartner wie etwa Hochschulen zurückzuführen sind. Die BMW Group setzte diese Erkenntnis um, indem sie bereits 1998 die Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie (VES) mitinitiierte, die Unternehmen aus der Mineralölindustrie und der Energiewirtschaft sowie Fahrzeughersteller umfasst. Moderiert wird dieses Gremium, dass sich mit Einführungsstrategien für den Wasserstoff befasst, von der deutschen Bundesregierung.

Huss erläutert die Arbeit der VES: "In der Verkehrswirtschaftlichen Energiestrategie sitzen die richtigen Partner an einem Tisch, um den Weg in die Wasserstoffwirtschaft vorzubereiten. Dabei ist die regenerative Erzeugung von Wasserstoff sicherlich heute noch mit erheblichen Kosten verbunden. Unsere Aufgabe muss es sein, schon jetzt die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu definieren, um mittelfristig die großtechnische Erzeugung von Wasserstoff aus regenerativen Quellen auch ökonomisch sinnvoll darzustellen. In einer Übergangsphase wird Wasserstoff auch mit Hilfe von Erdgas produziert werden und damit von der Kostenseite her voll wettbewerbsfähig sein."

Neben der mit der VES gezeigten Umfeldorientierung hebt die Studie als beeindruckendes Beispiel auch die CleanEnergy WorldTour hervor, die im Jahr 2001 über 3000 Meinungsbildner weltweit mit den Perspektiven des Energieträgers Wasserstoff vertraut machte und in diesem Jahr fortgesetzt wird. Darüber hinaus machte die BMW Group im Rahmen des CleanEnergy PartnerForum 2001 auch seine Zulieferer auf die Chancen aufmerksam, die das neue Geschäftsfeld Wasserstoff bietet. Das Engagement im European Integrated Hydrogen Project (EIHP), dass europaweit die Harmonisierung von Vorschriften und die Standardisierung von technischen Komponenten zum Ziel hat, runden die Aktivitäten des Münchener Fahrzeugherstellers ab.

Nachhaltige Mobilität mit Wasserstoff ermöglicht nachhaltigen Unternehmenserfolg

Der neue Leiter Wissenschafts- und Verkehrspolitik der BMW Group, Christoph Huss, zeigt sich erfreut über die positive Einschätzung der CleanEnergy-Strategie durch die Autoren des "Innovationskompass 2001": "Der Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland ist angewiesen auf die Entwicklung von Technologien, die unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern. Der Weg in den Wasserstoff ist bei sinkenden Erdölressourcen und steigender CO2-Belastung unumkehrbar. Investitionen in den Wasserstoff bieten hervorragende Chancen, um Deutschland einen Spitzenplatz in diesem Technologiesektor zu sichern und damit wichtige wirtschaftliche Impulse zu geben."

Die Bundesrepublik hat hier Nachholbedarf: Die Studie legt eindeutig dar, dass Deutschland in den letzten 10 Jahren im Vergleich etwa zur USA bei den forschungs- und entwicklungsintensiven Waren stark an Weltmarktanteilen eingebüßt hat. Huss ist überzeugt von den Perspektiven der CleanEnergy-Strategie: "Mit unseren Wasserstofffahrzeugen leisten wir einen Beitrag, der unseren Kunden nachhaltige Mobilität und der BMW Group eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sichern wird".

Andreas Klugescheid | ots

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