Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Menschen über 50 werden zur wichtigsten Zielgruppe der Finanzdienstleister

04.07.2006
Die Gruppe der über 50-Jährigen entwickelt sich bis 2020 mit über 24 Millionen Menschen zur zahlenmäßig stärksten Kundengruppe in Deutschland. Damit löst sie die Generation der 40- bis 49-Jährigen als bisher größte Zielgruppe ab. Die Folge: Anpassungen des Produktportfolios an die Ansprüche der zunehmend älteren Kunden gewinnen für die Finanzbranche zunehmend an Bedeutung. Das ergibt eine von Steria Mummert Consulting durchgeführte Benchmarkanalyse zur Auswirkung der demografischen Entwicklung auf die Finanzdienstleister.

Ein Großteil der künftigen Spitzengruppe ist bereits Stammkunde eines Finanzdienstleisters. Durch das Anwachsen der älteren Jahrgänge rechnen Banken und Versicherungen daher mit einem rückläufigen Neukundengeschäft. Der Wettbewerb konzentriert sich damit in Zukunft verstärkt auf die Bestandskunden. Die Folge: Die langfristige Bindung an die jeweiligen Finanzdienstleister gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Branche trägt dieser Entwicklung bereits Rechnung: Der Anteil der Investitionen in das Kundenmanagement stieg 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozentpunkte. Nach Ansicht von Experten ist das Kundenmanagement bereits zum wichtigsten Zukunftsthema bei Banken und Versicherungen aufgestiegen.

Die über 50-Jährigen sind nicht nur aufgrund ihrer wachsenden Zahl als Zielgruppe interessant, sondern auch aufgrund ihrer Vermögenssituation. Zudem verschieben sich die Wertevorstellungen der Senioren. Sie treten zunehmend als selbstbewusste Konsumenten auf. Ältere Menschen haben schon heute eine erhebliche Nachfragemacht auf den Güter- und Dienstleistungsmärkten. Dies steigert die Bedeutung eines auf sie zugeschnittenen Produktangebots. Ein Hemmnis bei der Entwicklung und Vermarktung spezieller Angebote für die Zielgruppe 50 plus ist die Altersdifferenz zu den zumeist jüngeren Produktentwicklern und Marketingexperten. Oft werden die Bedürfnisse der Senioren nicht richtig eingeschätzt. Mit Investitionen in das Kundenmanagement sowie in die Schulung der Vertriebsmitarbeiter wollen die Versicherer gegensteuern und Senioren erfolgreich gewinnen und an das Unternehmen binden.

Die Benchmarkanalyse "Auswirkung der demografischen Entwicklung auf Finanzdienstleister" wurde auf der Grundlage der Marktforschungsergebnisse von Focus Communication Networks und der vom statistischen Bundesamt ermittelten Bevölkerungsvorausrechnung bis 2020 erstellt. Für diese Analyse wurde im ersten Schritt die derzeitige Marktabdeckung von Versicherungs- und Bankprodukten über die verschiedenen Altersklassen der Konsumenten untersucht. Im zweiten Schritt wurde die potenzielle Marktabdeckung im Jahr 2020 unter Berücksichtigung der veränderten Altersstrukturen prognostiziert. Dabei wurde eine Konstanz in der jeweiligen prozentualen Marktabdeckung unterstellt.

Jörg Forthmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

nachricht Sicherer Auto fahren ohne Grauen Star: Geringeres Unfallrisiko nach Linsenoperation
12.07.2018 | Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics