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Diagnose Krebs: Senkt ein Paartraining die psychische Belastung?

12.04.2006


Die neue Studie im Klinikum rechts der Isar "Seite an Seite" untersucht, ob ein spezielles Kommunikationstraining Paaren hilft, mit einer Krebserkrankung besser umzugehen.



Wenn eine Frau an Brust, Eierstock- oder Gebärmutterkrebs erkrankt, wird die Partnerschaft wichtiger denn je. Meist rücken die Paare noch enger zusammen und versuchen gemeinsam den Schock der lebensbedrohlichen Krankheit zu überwinden. Dies stellt die Beziehung vor eine enorme Herausforderung. "Oft wissen die Paare nicht, wie sie sich in dieser Extremsituation helfen können", berichtet Birgit Huber, Psychologin im Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München.



Idee aus Australien

Unter der Projektleitung von Prof. Peter Herschbach von der Klinik für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Medizinische Psychologie im Rechts der Isar überprüft ein Psychologenteam, ob das Paartraining hilft. Prof. Herschbach ist Leiter der Sektion psychosoziale Onkologie im Klinikum rechts der Isar. In dem von der Deutschen Forschungsgesellschaft geförderten Projekt erhalten die Paare zufallsverteilt eine von zwei möglichen Hilfestellungen. Entweder ein umfangreiches Informationspaket über die Krebserkrankung oder fünf Trainingssitzungen von ein bis zwei Stunden, in denen gemeinsam Kommunikationsstrategien geübt werden. Die Art des Trainings stammt ursprünglich aus Australien und ist dort als "CanCOPE" (I can cope with cancer) bekannt. Ziel ist es, zukünftigen psychischen Problemen der Patientin und ihres Partners vorzubeugen und die Partnerschaft zu stärken.

Teilnehmer gesucht

Diese Studie wird gleichzeitig auch an weiteren Einrichtungen wie etwa an der Technischen Universität Braunschweig durchgeführt. Im Institut für Psychologie der TU Braunschweig konnte Prof. Nina Heinrichs bereits in einem Pilotprojekt zeigen, dass solch ein Training die Belastung durch die Krebserkrankung senkt. Allerdings muss jetzt eine Untersuchung mit mindesten 100 Teilnehmern zeigen, ob der Effekt signifikant ist. "Falls ja", so Birgit Huber, "haben wir eine weitere Möglichkeit um Krebspatientinnen und ihre Partner zu unterstützen. Für diese Studie kommen Paare in Frage, die bereits über sechs Monate zusammen sind und erst kürzlich von der Krebserkrankung (Brust, Eierstock- oder Gebärmutterkrebs) erfahren haben. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Diplompsychologin Birgit Huber, Tel.: 089 4140 7121, E-Mail: B.Huber@lrz.tu-muenchen.de.

Dr. Fabienne Hübener | idw
Weitere Informationen:
http://www.med.tu-muenchen.de
http://www.seiteanseite.com

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