Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maschinenbau - Servicepotenziale noch nicht ausgeschöpft

10.04.2006


Studie: Märkte Osteuropa und Asien ausbaufähig - Kenntnisse an Servicewünsche zu gering - Vertriebskanäle breiter nutzbar



Dem erfolgsverwöhnten deutschen Maschinenbau droht starke Konkurrenz aus Asien. Die chinesischen Maschinenbauer holen technologisch auf und verbuchen wachsende Marktanteile. Zwar verzeichnen deutsche Maschinenbauunternehmen von 2005 zu 2004 mit einem preisbereinigten Produktionswachstum von 4,4% erneut gute Ergebnisse. Doch 70% des Umsatzes sind vom Export abhängig. Umso wichtiger wird für sie daher eine deutliche Differenzierung vom ausländischen Wettbewerb. Neben der technologischen Unterscheidung bietet hierfür der Service reichlich Möglichkeiten. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Servicestrategien im Maschinenbau 2006", die jetzt von der Internationalen Unternehmer-Beratung Droege & Comp. und dem Aachener Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT herausgegeben wurde.



Ein umfassendes Serviceangebot halten 60% der 76 befragten Top-Manager für ein erfolgsentscheidendes Kriterium im Hinblick auf Wachstum im Kerngeschäft. Ihrer Ansicht nach wird das weltweite Servicegeschäft in den nächsten Jahren um ca. 12% wachsen, am stärksten in Osteuropa und Asien. Zurzeit allerdings weisen die Geschäftsanteile im Service dort jeweils nur etwa 10% auf. In Deutschland dahingegen erzielen die Unternehmen im margenträchtigen Servicegeschäft etwa 22% des Gesamtumsatzes. "Gerade in den Wachstumsmärkten Osteuropa und Asien muss der deutsche Maschinenbau sein Servicegeschäft ausbauen und die Potenziale besser ausschöpfen - bevor es andere tun", warnt Dr. Guido Klenter, Partner bei Droege und Comp. und Leiter des Competence Centers Maschinen- und Anlagenbau. Rund die Hälfte der befragten Unternehmen gibt an, die Forderungen ausländischer Kunden an Serviceleistungen nur unvollständig oder gar nicht erfüllen zu können. "Doch nur wer die Anforderungen seiner Kunden kennt, kann sie auch genau erfüllen," erläutert Prof. Robert Schmitt, Mitglied des Direktoriums des Fraunhofer IPT. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus: circa 40% der Befragten müssen zugeben, die Serviceanforderungen ihrer ausländischen Kunden gar nicht oder nur teilweise zu kennen. "Aber mit einem für alle Märkte einheitlichen Standard-Servicepaket kann man keine Marktanteile gewinnen," sagt Dr. Frank Lesmeister, Principal bei Droege & Comp. Das bestätigt auch die Studie. Im ausländischen Servicegeschäft sind diejenigen Unternehmen am erfolgreichsten, die individuell auf die jeweiligen Zielmärkte zugeschnittene Leistungen anbieten.

Auch bei der Serviceinfrastruktur im Ausland sehen die Studienteilnehmer Optimierungsbedarf. Vorhandene Vertriebskanäle müssen weiter ausgebaut und nicht nur für den Verkauf von Produkten, sondern auch von Serviceleistungen genutzt werden. Der Service selbst muss an das hohe Niveau in Deutschland angeglichen werden.

Trotz aller Chancen lauern auch Gefahren beim Ausbau des Servicegeschäftes im Ausland. Ganz vorne weg die Produktpiraterie, aber auch eine teils unzureichende Mitarbeiterqualifikation - also ähnliche Probleme, wie sie für das Auslandsgeschäft auch beim Bau bzw. Vertrieb von Maschinen und Anlagen gelten. "Diese Risiken sind zu minimieren und die Probleme durch geeignete Maßnahmen zu beseitigen. Nur dann kann das Servicegeschäft die gesteckten Ziele erreichen und der deutsche Maschinenbau seine Vormachtstellung behaupten", so die einhellige Meinung der Studienautoren.

Über die Studie

Für die Studie "Internationale Servicestrategien im Maschinenbau 2006 - Wie deutsche Top-Manager ihr Servicegeschäft bewerten" wurden 750 Fragebögen an Vorstände und Geschäftsführer deutscher Maschinenbauunternehmen versendet. Die Ergebnisse der 76 Rückläufe wurden in Expertengesprächen detailliert validiert und vertieft.
Die Studienergebnisse sind auf Wunsch erhältlich bei Droege & Comp.

Kontakt:
Andrea Behrens
Leiterin Unternehmenskommunikation
Droege & Comp.
Poststraße 5-6
40213 Düsseldorf
Fon: 0211 867 31-277
Fax: 0211 867 31-111
andrea_behrens@droege.de

Dipl.-Ing. Michael Simon
Abteilung Mess- und Qualitätstechnik
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
Steinbachstraße 17
52074 Aachen
Fon: 0241 8904-145
Fax: 0241 8904-6145
michael.simon@ipt.fraunhofer.de

Susanne Krause M.A.
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
Steinbachstraße 17
52074 Aachen
Fon: 0241 8904-180
Fax: 0241 8904-6180
susanne.krause@ipt.fraunhofer.de

Susanne Krause | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipt.fraunhofer.de
http://www.droege.de
http://www.ipt.fraunhofer.de/fhg/ipt/press/MaschinenbauServicepotenzialenochnichtausgeschpft.jsp

Weitere Berichte zu: Maschinenbau Maschinenbauunternehmen Servicegeschäft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wasserelektrolyse hat Potenzial zur Gigawatt-Industrie
18.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Was ist Asthma – und wenn ja wie viele?
12.09.2018 | Deutsches Zentrum für Lungenforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics