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Sport lindert Beschwerden in den Wechseljahren

27.03.2006


Training entspannt und fördert sozialen Austausch



Spanische Wissenschaftler haben in einer Studie herausgefunden, dass regelmäßiger Sport Beschwerden reduziert, die bei Frauen aufgrund des Hormonmangels nach den Wechseljahren auftreten. Nach einem Jahr überwachter, mehrmals wöchentlicher Sportübungen konnten 13 Prozent der Probandinnen die unangenehmen Folgen der Menopause verringern. Bei den Frauen der Kontrollgruppe, die keinen Sport getrieben hat, verschlimmerten sich die Beschwerden sogar um knapp zehn Prozent. Ihre Ergebnisse hat ein Forscher-Team um Carmen Villaverde-Gutierrez, Universität von Granada, in der aktuellen Ausgabe des Journal of Advanced Nursing veröffentlicht.



Die Vorteile regelmäßigen Sports liegen auf der Hand: "Sport senkt nicht nur das Risiko von Herzkreislauf-Erkrankungen, sondern baut auch Stress ab und verbessert das allgemeine Wohlbefinden", erklärt Carmen Gebhart, Institut für Sport und Sportwissenschaften Heidelberg, im pressetext-Interview. Das Sportprogramm der spanischen Studie setzte sich aus einem Herzkreislauf-Ausdauer-Training, Dehnungsübungen, Muskelaufbau und Entspannungsübungen zusammen. Der Erfolg an Flexibilität, Koordination und Balance wurde regelmäßig untersucht.

Dabei fanden die Forscher heraus, dass sich Sport nicht nur positiv auf die körperlichen Menopause-Beschwerden auswirkt, sondern auch allgemein die Lebensqualität der Sporttreibenden erhöht. Das wundert Gebhart nicht, denn Frauen in den Wechseljahren sind manchmal auch depressiv oder fühlen sich einsam. "Gruppensport dient auch dem sozialen Austausch, lenkt von Alltagssorgen ab und schafft ein neues persönliches Ziel", betont die Sport-Expertin. Deshalb fordern die spanischen Wissenschaftler jetzt, dass spezielle Sportprogramme für Menopause-Frauen in das Angebotspaket der Gesundheitsvorsorge integriert werden.

Die Menopause setzt etwa im Alter von 45 bis 55 Jahren ein. Den Beschwerden liegt die hormonelle Umstellung zugrunde, die durch die nach und nach abnehmende Funktion der Eierstöcke verursacht wird. Ein Hormonmangel führt bisweilen zu Knochenschwund, Haarausfall, einer trockenen Vagina, Hitzewallungen oder Inkontinenz. Wechseljahrs-Beschwerden können auch medizinisch mit Medikamenten, pflanzlichen Arzneimitteln oder Hormonen behandelt werden.

Lisa Hartmann | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ugr.es
http://www.journalofadvancednursing.com
http://www.issw.uni-heidelberg.de

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