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Aktuelle forsa-Studie mit überraschendem Ergebnis: 94 Prozent der Eltern sind mit dem Kindergarten des eigenen Kindes zufrieden

21.02.2006


Repräsentative Studie im Auftrag von ELTERN / Eltern wünschen sich flexiblere Öffnungszeiten / Kaum Kritik an Lern- und Spielangeboten

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Der PISA-Schock wirkt nach: Seit dem schlechten Abschneiden deutscher Schüler im internationalen Vergleich richtet sich die familienpolitische Diskussion auch verstärkt auf die vorschulische Betreuung und Erziehung. Pädagogen und Politiker kritisieren, dass zu wenige Kindergärten ihrem Bildungsauftrag gerecht werden. Was sich Eltern von der Kindergartenbetreuung ihrer Sprösslinge wünschen, hat jetzt das Forsa-Institut im Auftrag der Zeitschrift ELTERN untersucht*. Überraschendes Ergebnis: Fast alle Befragten zeigen sich mit ihrem Kindergarten zufrieden: 43 Prozent sind "sehr zufrieden", 51 Prozent "im Großen und Ganzen zufrieden". Die Forderung nach mehr vorschulischer Bildung stößt bei den befragten Eltern offenbar auf wenig Resonanz. 43 Prozent stimmen der Aussage zu: "Im Kindergarten sollten Kinder noch Kind sein dürfen. In diesem Alter ist Spielen wichtiger als Lernen." Nur 29 Prozent erwarten vom Kindergarten des eigenen Kindes eine optimale Vorbereitung auf die Schule. Diese und weitere zentrale Ergebnisse stellt ELTERN jetzt in der aktuellen Ausgabe 3/2006 (EVT 22.02.06) vor.

Eingewöhnung in Kindergarten- und Schulalltag gelingt bereits vielen Einrichtungen


Zu den größten Herausforderungen für kleine Kinder gehören die Eingewöhnung in den Kindergarten und der Wechsel in die Grundschule. Den Ergebnissen der aktuellen ELTERN-Studie zufolge gelingt es offenbar immer mehr Einrichtungen, ihren Schützlingen diese Übergänge zu erleichtern. 86 Prozent der Eltern geben an, dass sich ihre Kinder an einem Schnuppertag im künftigen Kindergarten umschauen durften. Vor der Einschulung hatten 68 Prozent der Kinder die Möglichkeit, ihre künftige Schule besuchen. 57 Prozent der Kindergärten luden zu einem Elternabend zum Thema Schule ein und 65 Prozent wurden von den Erzieherinnen ausführlich über den Entwicklungsstand ihres Kindes beraten.

Mehr Naturerlebnisse, Sport und musische Förderung für Kindergartenkinder

Was kritisieren Eltern an ihrem Kindergarten? Wo sehen sie bei allem Lob noch Verbesserungsbedarf? Nach den Ergebnissen der ELTERN-Studie richtet sich der Unmut vor allem gegen die Betreuungszeiten, die 10 Prozent der Befragten für unpassend oder unflexibel halten. Die monatlichen Beiträge empfinden 6 Prozent als zu hoch.

Fragt man die Eltern nach konkreten Verbesserungsvorschlägen, lassen die Antworten darauf schließen, dass dies möglicherweise vor allem solche Dinge sind, die sie ihren Kindern selbst nicht oder nur bedingt bieten können: Der größte Teil der Befragten (38 Prozent) wünscht sich für seinen Nachwuchs mehr Naturerlebnisse. Mehr musische Frühförderung halten 36 Prozent für wichtig, 29 Prozent wünschen sich mehr Sport und Bewegung im Kindergarten. Das Schlusslicht auf der Wunschliste: Mehr mit den Knirpsen rechnen (12 Prozent).

Andrea Kobelentz | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.guj.de

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