Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Wiederentdeckung der Bankfiliale

10.11.2005


Das Filialgeschäft deutscher Banken gewinnt wieder an Bedeutung. Verstärkte Investitionen in den Vertrieb und dabei insbesondere in die Bankfiliale als dessen wichtigste Säule zeugen von einer Trendwende. Dabei geht es nicht um den Ausbau des Filialnetzes, sondern um eine Neuausrichtung: Die Filiale soll stärker als bisher Ankerpunkt für den persönlichen Kontakt mit margenstarken Kundengruppen werden. Dies zeigt der „Branchenkompass Kreditinstitute“, eine aktuelle Studie der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.



Die Studie basiert auf einer Forsa-Umfrage unter 100 Top-Entscheidern der Branche. Fast neun von zehn geben an, in den kommenden drei Jahren in die persönliche Kundenberatung investieren zu wollen. Neben dem Außendienst liegt der Schwerpunkt der zukünftigen Vertriebsaktivitäten auf der Kundenberatung in der Filiale. Diese soll stärker auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet sein und damit Kundenzufriedenheit und Kundenbindung generieren. Zur Umsetzung dieses Zieles gehen insbesondere Genossenschaften und Sparkassen dazu über, spezielle Filialen für Kundengruppen wie Jugendliche, Senioren, Firmenkunden oder vermögende Privatkunden einzurichten.



Während im Vorjahr noch 38 Prozent der Unternehmen planten, ihr Filialnetz auszudünnen, wollen in diesem Jahr nur noch 30 Prozent die Zahl der Geschäftsstellen verringern. Innerhalb des Kreditbankensektors plant dies nicht einmal jeder fünfte Top-Manager, während mehr als jeder Dritte die Eröffnung neuer Geschäftsstellen erwägt. Bei den Sparkassen und Genossenschaften planen drei Prozent Investitionen in neue Filialen.

Die Einrichtung von Kunden-Service-Centern ist als Trend insbesondere bei den Genossenschaftsbanken zu beobachten. Jedes zweite Institut dieser Bankengruppe plant Investitionen in diesem Bereich, wohingegen dies nur 21 Prozent der Sparkassen und 23 Prozent der Kreditbanken vorsehen.

Verwendete Vertriebswege:

Bankfiliale: 94 Prozent
Internet: 86 Prozent
SB-Terminal: 78 Prozent
Partnerversicherung: 77 Prozent
Kunden-Service-Center: 66 Prozent
Partnerbank: 39 Prozent
Makler, Strukturvertrieb: 34 Prozent
Mobilfunk: 20 Prozent

Das Bankgeschäft ist und wird auch in Zukunft ein Filialgeschäft bleiben. Mit 94 Prozent vertreiben nahezu alle befragten Kreditinstitute die Produkte über ihre Filialen. Lediglich Direktbanken und Hypothekenbanken sowie vereinzelte Firmenkundenbanken wollen auch in Zukunft auf diesen Vertriebsweg verzichten.

Joerg Forthmann | Steria Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.mummert-consulting.de

Weitere Berichte zu: Bankfiliale Geschäftsstelle Sparkasse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Tiefe Hirnstimulation lindert schwerste Depression zuverlässig
15.03.2019 | Universitätsklinikum Freiburg

nachricht Meta-Analyse der Ertragsstabilität: biologische und konventionelle Landwirtschaft im Vergleich
13.03.2019 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Saxony5 und Industrie 4.0 Modellfabrik präsentieren sich auf Hannover Messe

Vom 1. bis 4. April 2019 ist die HTW Dresden mit der Industrie 4.0 Modellfabrik und dem Projekt Saxony5 auf der Hannover Messe vertreten. Am Gemeinschaftstand der sächsischen Hochschulen für angewandte Forschung (HAW) „Forschung für die Zukunft“ stellen die Dresdner Forscher aktuelle Projekte zum kollaborativen Arbeiten und deren Anwendungen in der Industrie vor.

Virtuell können die Besucher von Hannover aus auf dem Tablet ihre Züge gegen den kollaborativen Roboter YuMi, der in der Modellfabrik in Dresden steht, setzen....

Im Focus: Hochdruckwasserstrahlen zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen erprobt

Beim Fräsen hochfester Werkstoffe wie Oxidkeramik oder Sondermetalle – und besonders bei der Schruppbearbeitung – verschleißen Werkzeuge schnell. Für Unternehmen ist die Bearbeitung dieser Werkstoffe deshalb mit hohen Kosten verbunden. Im Projekt »HydroMill« hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen mit seinen Projektpartnern nun gezeigt, dass sich der Hochdruckwasserstrahl zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen eignet. War der Einsatz von Wasserstrahlen bislang auf die Schneidbearbeitung beschränkt, zeigen die Projektergebnisse, wie sich hochfeste Werkstoffe kosten- und ressourcenschonender als bisher flächig abtragen lassen.

Diese neue und zur konventionellen Schruppbearbeitung alternative Anwendung der Wasserstrahlbearbeitung untersuchten die Aachener Ingenieure gemeinsam mit...

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Industrie 4.0 - Herausforderungen & Wege in der Ingenieurausbildung

26.03.2019 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Industrie 4.0 - Herausforderungen & Wege in der Ingenieurausbildung

26.03.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Saxony5 und Industrie 4.0 Modellfabrik präsentieren sich auf Hannover Messe

26.03.2019 | HANNOVER MESSE

Laserbearbeitung ist Kopfsache – LZH auf der Hannover Messe 2019

26.03.2019 | HANNOVER MESSE

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics