Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kinderlosigkeit - Fluch für den einen, Segen für den anderen

08.11.2005


Paare für die Erforschung des Zusammenhangs zwischen Kinderwunsch und sozialen Beziehungen gesucht



Menschen gestalten ihre sozialen Beziehungen ganz unterschiedlich: Viele pflegen enge Kontakte zur Familie, andere dagegen konzentrieren sich stärker auf einen großen Freundes- und Bekanntenkreis.



Die Psychologen der Humboldt-Universität PD Dr. Franz J. Neyer und Dipl.-Psych. Cornelia Wrzus haben bereits in früheren Studien herausgefunden, dass Personen sich einem anderen Menschen umso näher fühlen, je stärker sie miteinander verwandt sind. Nun wollen die beiden Wissenschaftler die Ursachen erforschen, die zu Unterschieden im Näheempfinden in sozialen Netzwerken führen: die Familiensituation, so die Forscher, spielt offenbar eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des sozialen Netzes.

Sie suchen Paare im Alter zwischen 30 und 45 Jahren, die seit mindestens drei Jahren in einem gemeinsamen Haushalt leben und

1. ungewollt kinderlos sind oder
2. bewusst keine Kinder bekommen haben oder
3. mindestens zwei leibliche Kindern haben oder
4. eine Patchwork-Familie gegründet haben. Eine Familie wird dann als Patchwork-Familie bezeichnet, wenn einige der Kinder im Haushalt nicht die leiblichen Kinder beider Erwachsener sind.

Die Studie soll nicht nur zeigen, inwiefern sich die sozialen Beziehungen von Eltern und kinderlosen Paaren unterscheiden. Vergleiche zwischen bewusst kinderlosen Paaren und Partnern, die sich (zunächst noch unerfüllt) ein Kind wünschen, sollen Aufschluss darüber geben, welche Bedeutung der eigene Nachwuchs für Familienbeziehungen - und auch für Freundschaften - hat. Unklar ist bislang auch, warum sich Paare für oder gegen ein Kind entscheiden. Die gängige Meinung, dass Paare allein aus egoistischen Gründen kinderlos bleiben, teilen die Psychologen nicht.

>> Wer als Paar an dieser Studie teilnehmen möchte, kann sich unter im Psychologischen Institut der Humboldt-Universität melden: Tel. [030] 2093 9344. Für die 90minütige Befragung erhält jedes Paar eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro - weit größer könnte allerdings der Anreiz sein, sich Fragen zu stellen, über die man sich vorher keine Gedanken gemacht hat.

Informationen PD Dr. Franz J. Neyer und Dipl.-Psych. Cornelia Wrzus
Telefon [030] 2093 - 9419, - 9344
e-mail neyer@rz.hu-berlin.de, cornelia.wrzus@psychologie.hu-berlin.de

Heike Zappe | idw
Weitere Informationen:
http://www.hu-berlin.de/
http://www.psychologie.hu-berlin.de/psytests/relate/pm/pics.htm

Weitere Berichte zu: Kinderlosigkeit Patchwork-Familie Psychologe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Grundlagen der Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft
27.07.2018 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

nachricht Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren
23.07.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics