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Gute Freunde verlängern das Leben

17.06.2005


Freundschaften stärken Gesundheit und Psyche



Gute Freunde zu haben ist vor allem im hohen Alter von großer Bedeutung, denn durch ihre Unterstützung kann die Lebenserwartung um bis zu 22 Prozent gesteigert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Flinders University, die in der aktuellen Ausgabe des Journal of Epidemiology and Community Health veröffentlicht wurden. "Mehr noch als die Familie sind die Freunde ein wichtiger Faktor für die emotionale und psychische Gesundheit. Die Gespräche und die fortwährende Interaktion mit Personen, denen man am Herzen liegt, wirkt sich auch auf die Gesundheit positiv aus", erklärte Studienleiterin Lynne Giles. Die Forscher führen dies darauf zurück, dass man sich seine Freunde - im Gegensatz zur Familie - aussuchen kann.

Die Forscher analysierten Daten aus der Australian Longitudinal Study of Aging (ALSA), die im Jahr 1992 gestartet wurde. Dabei legten sie ihr Augemerk vor allem auf das soziale Umfeld, die gesundheitliche Verfassung, den Lebensstil und die Überlebensraten von mehr als 1.500 Personen über 70 Jahren. Befragt wurden die Probanden auch dazu, wie viel persönlichen und telefonischen Kontakt sie in ihrem sozialen Netzwerk mit Freunden, Kindern, Verwandten oder Bekannten pflegen. In dreijährigen Intervallen erhoben die Forscher über einen Zeitraum von zehn Jahren immer wieder den Status quo.


Dabei stellten sie fest, dass ein enger Kontakt zu den Kindern und Verwandten nur einen geringen Einfluss auf die Überlebensrate der Probanden hatte. Ein starkes Freundschaftsnetz verringerte jedoch während der zehn Untersuchungsjahre die Sterblichkeit der Teilnehmer um knapp ein Viertel. "Die willkürlichen Beziehungen mit Freunden und Vertrauten haben verglichen mit den eher obligatorischen Beziehungen, die zu Kindern und Verwandten unterhalten werden, eine deutlich positivere Wirkung auf die Lebensdauer", so Giles.

Die positiven Effekte einer Freundschaft basieren vor allem auf der freiwilligen, gegenseitigen Unterstützung. Die gegenseitige Motivation und das Achten auf den Gesundheitszustand reduziert zudem aufkommende Gefühle von Depression oder Angst, resümieren die Experten.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.flinders.edu.au
http://jech.bmjjournals.com/

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