Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Instant Message: Virenschleuse, Würmergrube und Spitzelfalle

07.04.2005

Eine aktuelle Studie von SurfControl zur Nutzung von Instant Messaging (IM) und Peer-to-Peer-Anwendungen (P2P) am Arbeitsplatz liefert dramatische Ergebnisse: Fast die Hälfte der ca. 7.600 befragten Firmen treffen keine Sicherheitsmaßnahmen für diese Anwendungen, und zwar meistens aus Unwissenheit. Vielen Firmen ist nicht bewusst, dass bei der Nutzung von Instant Messaging und Peer-to-Peer-Kommunikation durch die Mitarbeiter die IT-Netze quasi nackt daliegen und damit jeglichen Angriffen und Infektionen aus dem Internet ausgesetzt sind, seien es nun Viren, Würmer, Spyware oder mehrschichtige Angriffe.

Im Rahmen der aktuellen Studie, die durch das Global Internet Threat Center von SurfControl durchgeführt wurde, gaben 7.593 Firmen Auskünfte zu ihren IT-Security-Richtlinien bei der Internet-Nutzung am Arbeitsplatz. Während mehr als 90 Prozent aussagten, sie verfügten über klare Sicherheitsvorschriften für den Internet- und Email-Zugang am Arbeitsplatz, existieren bei 49 Prozent der befragten Firmen keinerlei Regularien zur Nutzung von IM- und P2P-Applikationen durch die Mitarbeiter. Die Experten von SurfControl warnen eindringlich, dass Firmen dadurch einer ganzen Reihe neuer Sicherheitsrisiken ausgesetzt sind.

"Es kann und darf nicht sein, dass Vorschriften und Schutzmaßnahmen für Instant Messaging und Peer-to-Peer-Anwendungen in den Firmen fehlen", so Gernot Huber, Marketing Manager von SurfControl. "Ich brauche keine High-Tech-Schutzmauer zu errichten, wenn in der Mitte ein riesiges Loch klafft."

Die allgemeine Verfügbarkeit von IM- und P2P-Applikationen im Internet und ihre kinderleichte Anwendung hat dieser Kommunikationsform zu einem Siegeszug verholfen. Laut Osterman Research gibt es in etwa 90 Prozent aller Firmen mittlerweile Mitarbeiter, die im Jahr 2004 mindestens eine Art von IM-Applikationen genutzt haben. Immer mehr Berufstätige entdecken IM als eine schnelle und einfache Möglichkeit, mit Kollegen und Kunden zu kommunizieren. Gleichwohl erkennen nur wenige Firmen die Nutzung von Instant Messaging als offizielle Kommunikationsform an.

Paradoxerweise räumten 83% der Umfrageteilnehmer dem Schutz vertraulicher Daten höchste Priorität ein. Aber gerade die Datenübertragung per IM und P2P bietet keinerlei Kontrolle über die Art der vermittelten Inhalte. Denn diese Datentransfers sind fast immmer unverschlüsselt, was es externen Angreifern ermöglicht, an vertrauliche Firmendaten über Netzwerk-Snooping, gefälschte Personenangaben und Hijacking-Angriffe zu gelangen. Der Nachweis solcher Transaktionen ist dann im Nachhinein praktisch unmöglich.

Isabel Radwan | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.schwartzpr.de

Weitere Berichte zu: Instant Kommunikationsform Messaging Peer-to-Peer-Anwendung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

nachricht Sicherer Auto fahren ohne Grauen Star: Geringeres Unfallrisiko nach Linsenoperation
12.07.2018 | Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Im Focus: Magnetic vortices: Two independent magnetic skyrmion phases discovered in a single material

For the first time a team of researchers have discovered two different phases of magnetic skyrmions in a single material. Physicists of the Technical Universities of Munich and Dresden and the University of Cologne can now better study and understand the properties of these magnetic structures, which are important for both basic research and applications.

Whirlpools are an everyday experience in a bath tub: When the water is drained a circular vortex is formed. Typically, such whirls are rather stable. Similar...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation

13.07.2018 | Informationstechnologie

Fachhochschule Südwestfalen entwickelt innovative Zinklamellenbeschichtung

13.07.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics