Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automobilzulieferer wollen Innovationsleistung um 35% verbessern

14.03.2005


Anteil der F&E-Ausgaben außerhalb Mittel- und Westeuropas erhöht sich von 17% auf 29% bis 2007 / Weitere Steigerung des Anteils an Standardkomponenten von 43% auf 53%

Eine Verkürzung der Entwicklungszeiten um 23% und eine Verbesserung des Mehrwerts für Kunden um 18% streben Europas Automobilzulieferer an. Das geht aus einer aktuellen Studie der internationalen Technologie- und Strategieberatung Booz Allen Hamilton hervor. Insgesamt hat mehr als die Hälfte der 250 befragten Unternehmen verschiedener Branchen aus sieben Ländern die hohe Bedeutung von Innovation für die Erreichung ihrer strategischen Unternehmensziele erkannt. Automobilzulieferer - etwa 13% der Befragten - rechnen sich durch eine Verbesserung ihrer Innovationsleistung große Vorteile für ihre aktuell schwierige Situation aus.

Hoher Preisdruck von Seiten ihrer Kunden und niedrige Renditen charakterisieren die Lage vieler Automobilzulieferer in Deutschland. Als wichtigste Partner der Automobilindustrie tragen sie jedoch einen großen und zukünftig weiter wachsenden Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufgaben einer der wichtigsten Industrien Deutschlands. Mit gegenwärtigen Mitteln und Methoden ist das aber nur schwer möglich. Es gilt, trotz Kostendrucks attraktiver Partner der nach Globalisierung strebenden Automobilhersteller zu bleiben und gleichzeitig dem Trend nach sinkender Fertigungstiefe zu folgen. Dieser positioniert die Zulieferer stärker als Entwicklungspartner. "Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess reicht bei den Automobilzulieferern nicht aus, um die ehrgeizigen Ziele bezüglich der Verbesserung der Innovationsleistung zu erreichen", sagt Christian Koehler, Automobil-Experte und Principal bei Booz Allen Hamilton.

Die Unternehmen sprechen daher einer stärkeren Kundenorientierung, mehr Innovationskultur und einem besseren Technologie- und Kostenmanagement größte Hebelwirkungen für Verbesserungen zu. Gerade in diesem Gebiet herrscht heute ein Grad an Unzufriedenheit von 40% bis 50%, so die Studie. Danach besitzt Innovation bei Führungskräften keine ausreichend hohe Priorität. Auch die Innovationsstrategie ist nicht klar genug ausformuliert. 60% der befragten Zulieferer gaben sogar an, dass die Strategie von ihren Mitarbeitern zu wenig verstanden werde.

Die wichtigste Quelle für Innovationen bei den Automobilzulieferern ist nach wie vor der Entwicklungsbereich. Gleichzeitig gehen die Unternehmen davon aus, dass die Bedeutung des Kundenverständnisses und Partnerschaften mit den Automobilherstellern in Zukunft immer wichtiger werden.

Die Studienteilnehmer planen, den Anteil ihrer F&E-Ausgaben außerhalb Mittel- und Westeuropas bis 2007 von 17% auf 29% zu erhöhen. Zielländer sind im Wesentlichen die USA, Osteuropa, China und Indien. Darüber hinaus gibt es eine Tendenz, die Entwicklungsstandorte stärker zu integrieren und den Entwicklungsaufwand an "Tier Two"-Zulieferer zu verlagern, also solche, die den Automobilherstellern nicht direkt zuliefern. Insgesamt streben die Automobilzulieferer eine weitere Standardisierung von Komponenten und Teilen an und wollen in fünf Jahren den Anteil an Standardkomponenten in ihren Produkten von 43% auf 53% steigern.

Mit mehr als 15.000 Mitarbeitern und Büros auf sechs Kontinenten zählt Booz Allen Hamilton zu den weltweit führenden Management- und Technologieberatungen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner 250 aktiven Partner. Sechs Büros sind im deutschsprachigen Raum: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz weltweit auf 2,7 Mrd. US$, im deutschsprachigen Raum auf 174 Mio. Euro.

Susanne Mathony | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.boozallen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Grundlagen der Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft
27.07.2018 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

nachricht Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren
23.07.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics