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FMK: Kein Zusammenhang zwischen Krebs und Nähe zu Handymasten

04.03.2005


Laut Bundesamt für Strahlenschutz hat Naila-Studie sehr begrenzte Aussagekraft


Die umstrittene Mobilfunkstudie von Naila, in der Hausärzte ein erhöhtes Krebsrisiko im näheren Umkreis von Mobilfunk-Masten feststellten, wurde in den letzten Monaten von mehreren Stellen in Deutschland sorgfältig überprüft. Bereits die Ankündigung eines vermuteten Zusammenhangs zwischen der Häufung von Krebsneuerkrankungen in der Nähe von Mobilfunksendern hatte im letzten Jahr die öffentliche Debatte um die Sicherheit des Mobilfunks angeregt. Aus Verantwortung gegenüber der Bevölkerung wurden vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und vom deutschen Bundesumweltministerium umgehend vollständige Unterlagen für eine Prüfung der Ergebnisse aus Naila angefordert. Eine Bereitstellung der wissenschaftlichen Unterlagen wurde auch nach Intervention von Bundesumweltminister Jürgen Trittin verweigert. Erst durch die Veröffentlichung der vollständigen Studie in einer Zeitschrift im November 2004 konnten die Methoden und Resultate aus Naila wissenschaftlich untersucht werden. Die Ergebnisse des Ärzteteams rund um Dr. Horst Eger erscheinen nun nach Vorliegen der Expertisen äußerst fragwürdig.

Schon die Tatsache, dass ausschließlich Personen in die Studie aufgenommen wurden, die in einer der teilnehmenden Praxen als Patienten registriert waren, weicht von der wissenschaftlichen Methodik bei Langzeitstudien ab. Ob die Studienteilnehmer tatsächlich die vollen 10 Jahre unter Beobachtung waren, wurde vom beteiligten Ärzteteam ebenso wenig erfasst, wie Einflussfaktoren, die für eine Krebserkrankung bedeutend sein können. In einer aktuellen Stellungnahme des BfS wird die Bedeutung eines repräsentativen Bevölkerungsbezugs betont, der mangels Daten aus z. B. vollständigen Krebsregistern in dieser Untersuchung nicht gewährleistet ist: In Summe hat die Studie eine sehr begrenzte Aussagekraft ist daher kurzgefasst der Schluss des deutschen Bundesumweltministeriums. Dieses verweist auf methodisch einwandfrei durchgeführte epidemiologische Studien, die keine Evidenz für ein erhöhtes Krebsrisiko durch hochfrequente elektromagnetische Felder, wie sie beim Mobilfunk auftreten, zeigen.

Thomas Barmüller | pressetext
Weitere Informationen:
http://www.fmk.at
http://www.feei.at

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