Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warten auf Weihnachten - Trends im Weihnachtsgeschäft

26.11.2004


Aktuelle Studie von Deloitte über den anhaltenden Wirtschaftspessimismus europäischer Verbraucher im Weihnachtsgeschäft und über besonders kaufkräftige 25-40 Jährige

... mehr zu:
»EU-Land »Weihnachtsgeschäft

Europäische Verbraucher sehen die wirtschaftliche Lage auch in diesem Jahr eher pessimistisch. Um an Weihnachten möglichst günstig einzukaufen, entwickeln sie deshalb neue Einkaufsstrategien. Dies ergibt die seit 1998 jährlich von Deloitte durchgeführte "Christmas Survey". Sie misst die Konsumbereitschaft der europäischen Verbraucher zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Aus den Antworten der fast 4.000 Teilnehmer aus sieben EU-Ländern geht hervor, dass das Pro-Kopf-Budget 2004 mit EUR 725 etwas kleiner ausfällt als im Vorjahr. Damals gaben die Verbraucher noch EUR 752 aus. Der Anteil der Geschenke an dieser Summe liegt bei EUR 320. Zwischen den einzelnen Ländern bestehen jedoch erhebliche Unterschiede.

Die Umfrage ergab vier Verbraucher-Trends:


Auch 2004 herrscht Sparsamkeit vor

In den meisten befragten Ländern - mit Ausnahme von Irland und Großbritannien - wird die aktuelle Wirtschaftslage noch immer negativ bewertet - im europäischen Durchschnitt von sechs Prozent, in Deutschland von 18 Prozent. Speziell die Altersgruppe der 45-54 jährigen Deutschen hat bezüglich der deutschen Wirtschaft eher ein schlechtes Gefühl. 38 Prozent der Deutschen insgesamt glauben, dass die sich die konjunkturelle Lage im eigenen Land eher noch abschwächen wird. Besonders pessimistisch äußern sich auch die Verbraucher in Frankreich, Holland, Belgien und Italien. Was die Aussichten für 2005 betrifft, gehen die Meinungen auseinander. Europaweit glaubt etwas mehr als die Hälfte der Verbraucher, dass es nächstes Jahr aufwärts gehen wird. Der größte Optimismus herrscht dabei mit Abstand in Irland. Dort erwarten 85 Prozent der Befragten eine positive Entwicklung in 2005 und 50 Prozent gehen davon aus, dass ihr Haushaltseinkommen im nächsten Jahr steigen wird. Die Mehrheit der Bundesbürger schätzt ihr Einkommen für 2005 eher gleich bleibend ein. Allerdings sind 34 Prozent der Meinung, sie hätten nächstes Jahr mehr Geld in der Kasse. Da das erwartete Haushaltseinkommen generell als wichtiger Motivationsfaktor für Weihnachtseinkäufe gilt, könnte dies die Kaufbereitschaft zum Jahresende beeinflussen. Während vor allem in Deutschland, Holland, und Italien dieses Jahr weniger Geld zu Weihnachten ausgegeben wird, haben Verbraucher in Großbritannien, Irland und Belgien ihre Budgets sogar aufgestockt. Deutsche Konsumenten werden 2004 insgesamt EUR 350 ausgeben, 52 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt von EUR 725. Europaweit entfallen davon EUR 320 auf Geschenke (verglichen mit EUR 346 im letzten Jahr). 17 Prozent der deutschen Verbraucher werden weniger einkaufen als im Vorjahr. Dies stellt in den untersuchten Ländern den höchsten Wert dar.

"Smart Shopping": Schnäppchenjäger in der Mehrheit

Viele Verbraucher warten bis zur letzten Minute, bevor sie sich zum Kauf entscheiden, weil sie mit Preisabschlägen von bis zu 20 Prozent rechnen. Zehn Prozent der Deutschen warten mit ihren Weihnachtseinkäufen sogar bis nach Weihnachten. Auch werden Preise dieses Jahr noch intensiver verglichen als 2003. In Deutschland betrifft dies 64 Prozent der Verbraucher. Fast 85 Prozent der Befragten nutzen das Internet für die Suche nach Produkten, Händlern und für Preisvergleiche, allerdings kaufen nur 58 Prozent auch online ein. Unter den Deutschen befinden sich elf Prozent Online-Verweigerer. Die Geschäfte werden dadurch vor allem in Deutschland, Frankreich, Italien und Belgien leerer sein als im Vorjahr. Etwa 45 Prozent der Befragten nutzen Bonuspunkte (loyalty points) beim Einkauf; wobei 40 Prozent dieser Gruppe mehr Bonuspunkte einsetzen als letztes Jahr. Deutsche Käufer nehmen im Schnitt an elf Bonus-Programmen teil; 2,4 davon sind Programme von Einzelhändlern. In allen sieben EU-Ländern stehen Geschenkgutscheine ganz oben auf der Wunschliste. In Belgien und Holland rangieren sie sogar auf Platz Eins. Überall sonst belegen sie einen der ersten fünf Plätze.

"Generation X" als Hoffnungsträger

Generationenspezifische Unterschiede bei der Konsumbereitschaft sind dieses Jahr noch ausgeprägter als bisher. Besonders optimistisch sieht die so genannte "Generation X" (Altersgruppe 25 bis 40) in die Zukunft. Ihre Kaufkraft stieg in den untersuchten Ländern um durchschnittlich 26 Prozent. Die Deutschen sind hier am optimistischsten. Diese Generation plant nicht nur mit einem höheren Weihnachtsbudget, sondern ist auch eher bereit, Weihnachtseinkäufe "auf Pump" zu tätigen: fast 10 Prozent der Befragten gaben an, zu diesem Zweck einen Kredit aufnehmen zu wollen.

Wunschzettel 2004

Bei den Erwachsenen rangiert Bekleidung wieder unter den Top Five der am häufigsten gewünschten und meist erhaltenen Geschenke. Daneben sind DVDs, CDs und Bücher gelistet. Kosmetika und Parfüms zählen ebenso zu den Bestsellern wie Geschenkgutscheine, die Platz Vier auf der Wunschliste europäischer Erwachsener einnehmen. 33,9 Prozent der Bundesbürger favorisieren Bücher als Geschenk und 22,4 Prozent wünschen sich Bekleidung. Danach folgen Elektronikartikel auf Platz Drei, Kosmetika und Parfüm auf Platz Vier und Geschenkgutscheine auf Platz Fünf. Michael Busch, Partner bei Deloitte, zu den Ergebnissen der Umfrage: "Viele Verbraucher lassen sich mit der Entscheidung, welche Geschenke sie kaufen sollen, einfach mehr Zeit oder warten ab, um in den Genuss niedrigerer Preise zu kommen. Für den Handel bedeutet das: Ein besonders günstiges Preis-/Leistungsverhältnis verschafft auch in letzter Minute noch Geschäft. Der überdurchschnittlich kaufkräftigen Generation X sollte als Zielgruppe zudem besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden."

Die Umfrage

Der Deloitte 2004 Christmas Survey liefert Informationen zum voraussichtlichen Kaufverhalten der Verbraucher im Weihnachtsgeschäft. Deloitte erhebt die Studie seit 1998 jedes Jahr im November. In diesem Jahr wurden 3.799 Verbraucher in sieben EU-Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Irland, Holland und Großbritannien) befragt. Sie stellen einen repräsentativen Querschnitt der jeweiligen Bevölkerung dar. Die Umfrage führte eine unabhängige Marktforschungsfirma über das Internet durch.

Eine PowerPoint-Version der Studie ist auf Anfrage erhältlich.

Antonia Wesnitzer | presseportal.de
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

Weitere Berichte zu: EU-Land Weihnachtsgeschäft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
19.07.2018 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics