Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DSL als Zukunftstechnik für Home Entertainment

22.10.2004


Kampf um das Wohnzimmer verschärft sich



Programmanbieter, Zugangsbetreiber oder Endgerätehersteller kämpfen um die beste Position im Wohnzimmer des Konsumenten. Als Sieger dieses Schlagabtausches im Bereich der Home Entertainment-Wertschöpfungskette dürften die Konsumenten hervorgehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der Managementberatung A.T. Kearney.



Für die Entwicklung interaktiver Broadband-Entertainment-Dienste wird weniger das Kabel als vielmehr DSL eine zentrale Rolle spielen. Zur ernsthaften Konkurrenz im Kampf um Marktanteile wird aber auch der illegale Video-Tausch, der bereits 2006 Umsatzausfälle von bis zu 25 Prozent in der Video- und Kino-Industrie zu bewirken wird, wenn man von einer vergleichbaren Entwicklung wie im Musikgeschäft ausgeht, so A.T. Kearney.

"Beschleunigt wird der Kampf ums Wohnzimmer durch die Megatrends Individualisierung und Digitalisierung", erklärt Martin Fabel, Medienexperte bei A.T. Kearney. Diese Trends spiegeln sich insbesondere in Endgeräten wider, die alle in Richtung Multifunktionalität, Netzwerkfähigkeit und Broadband-gestützter Interaktivität konvergieren - ob digitale Video-Rekorder, Settop-Boxen, Spiele-Konsolen oder Media Center.

Für die Free TV-Sender beschleunigt die Digitalisierung des Fernsehens die fortschreitende Verspartung der Programme und das immer stärker ausdifferenzierte Medienangebot. Da die Mediennutzung jedoch nicht proportional zum zunehmenden Angebot steigt - in den USA beispielsweise sank die relative Nutzung empfangener TV-Kanäle mit steigendem Angebot kontinuierlich ab - werden die Free TV-Sender mittelfristig durch stärkeren Wettbewerb und drohende Verluste von Marktanteilen und Werbeeinnahmen unter Druck geraten.

Umso wichtiger ist es für die Programmanbieter, neue Content-Strategien zu entwickeln, die zur Erschließung alternativer Erlösquellen beitragen, aber auch die Bedienung von Multi-Channel-Strategien beinhalten. Eine wichtige Erlösquelle ist dabei die Bereitstellung von kostenpflichtigen Inhalt- und Service-Angeboten wie beispielsweise speziellen Pay TV-Kanälen oder Video-on-Demand. Derzeit bildet Deutschland historisch bedingt das Schlusslicht im europäischen Pay-per-View-Markt: Bereits 2002 war die aktive Pay TV-Nutzung in Frankreich und Großbritannien fünf- beziehungsweise zehnmal so hoch wie in Deutschland.

"Da die Kabelgesellschaften in Deutschland vor allem mit der Einführung kostenpflichtiger digitaler TV-Bouquets beschäftigt sind und eine flächendeckende interaktive Vollaufrüstung des Kabelnetzes in Deutschland unwirtschaftlich ist, könnte hierzulande DSL schon bald zur zentralen Plattform für interaktive Broadband-Entertainment-Dienste avancieren", meint Fabel. Ob die so genannte TV over DSL-Technologie - kurz TVoDSL - auch in Deutschland zum Erfolg werden kann, hängt jedoch nicht zuletzt davon ab, inwieweit sich ein kostenpflichtiger Service gegen das bestehende gebührenfinanzierte Free TV-Angebot auf der einen Seite und gegen die zunehmende Nutzung kostenloser Peer-to-Peer-Tauschbörsen auf der anderen Seite durchsetzen kann.

Hubert Thurnhofer | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.atkearney.de

Weitere Berichte zu: Broadband-Entertainment-Dienst DSL Digitalisierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Massenverlust des Antarktischen Eisschilds hat sich beschleunigt
14.06.2018 | Technische Universität Dresden

nachricht Teure Flops: Nur 5% der Innovationsideen werden erfolgreich
12.06.2018 | Institut für angewandte Innovationsforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics