Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leben ohne Internet für viele unerträglich

24.09.2004


US-Studie zeigt Vernetzung alltäglicher Tätigkeiten mit dem Web auf



Regelmäßige Internet-User können sich ein Leben ohne das World Wide Web kaum noch vorstellen. Die "Internet Deprivation Study" des US-Marktforschers Ipsos-Insight im Auftrag von Yahoo und der Werbeagentur OMD hat die Veränderungen, die das Internet in nur zehn Jahren im Alltag der US-Amerikaner bewirkt hat, dokumentiert. Die Mitglieder von 1.000 US-Haushalten mussten zwei Wochen lang offline bleiben. Dabei hat sich herausgestellt, dass alltägliche Tätigkeiten ohne Internet leicht zur kleinen Krise ausarten können.

... mehr zu:
»Yahoo


"Diese Studie zeigt die unzähligen Arten der unwiderruflichen Veränderungen des Alltages von Konsumenten auf, die das Internet in nur zehn Jahren bewirkt hat", meint Wenda Harris Millard von Yahoo zum Ergebnis der Studie. Alleine die Suche nach Studienteilnehmern sei schon schwierig gewesen, weil sich regelmäßige User nur ungern 14 Tage aus dem Web verabschieden. Die Ergebnisse zeigen Auswirkungen in drei Kernbereichen: Das Internet vermittelt offenbar Sicherheit und Komfort. Zweitens ist es heute ein wichtiges Instrument, um soziale Beziehungen zu pflegen (Social Networking). Drittens ist es am Arbeitsplatz nicht mehr wegzudenken.

Privat vermittelt das Internet den Usern offenbar ein Gefühl der Sicherheit und Vertrautheit. Das Web ist nicht nur ein Symbol der Modernität, das zur eigenen Persönlichkeit gehört. Es wird auch täglich zur einfachen Erledigung alltäglicher Kleinigkeiten gebraucht. Zahlreiche Studienteilnehmer seien nicht mehr dazu bereit, "altmodische Hilfsmittel" wie ein Telefonbuch zu nutzen. Die Suche nach einer Veranstaltung, das Buchen von Reisen, das Verfolgen von Sportergebnissen und das Zahlen von Rechnungen kann ohne Web leicht anstrengend werden oder gar zur kleinen Krise ausarten. Der Medienkonsum verändert sich ohne Internet ebenfalls deutlich: Vor allem die Telefonrechnung steigt wieder kräftig an. 27 Prozent der Teilnehmer haben ihren Telefonkonsum deutlich erhöht. Jeweils ein Fünftel hat sich wieder verstärkt dem Fernsehen, Tageszeitungen oder dem Kino zugewendet. Der Radiokonsum hat sich hingegen nur geringfügig verändert.

Im sozialen Leben hat sich das Internet als Instrument zur Pflege eines größeren Bekanntenkreises etabliert. Das Web überwindet hier offenbar Raum und Zeit: Mit dem näheren Freundeskreis trifft man sich regelmäßig, aber mit einigen Freunden, Bekannten und Verwandten wird hauptsächlich in Echtzeit via Web kommuniziert. Sind die User offline, fühlen sie sich isoliert oder nicht auf dem Laufenden. In der Arbeit sinkt die Effizienz. Ähnlich wie auch im Privaten werden Kleinigkeiten wie die Suche nach einer Telefonnummer zu Lebensaufgaben. Aber das Internet schafft offenbar auch einen Hauch von Privatsphäre am Arbeitsplatz, weil zwischendurch auch Privates erledigt werden kann.

Erwin Schotzger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ipsos-insight.com

Weitere Berichte zu: Yahoo

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Grundlagen der Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft
27.07.2018 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

nachricht Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren
23.07.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Helfer bei der Zellreinigung

14.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Oberflächeneigenschaften für holzbasierte Werkstoffe

14.08.2018 | Materialwissenschaften

Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb

14.08.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics