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Zahnerhalt bei Parodontitis

30.06.2004


Langzeitstudie zur Wirksamkeit der regenerativen Parodontalchirurgie

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Rund 10 bis 14 Prozent der erwachsenen Bundesbürger leiden an Parodontitis: Das Zahnfleisch blutet, der Zahn lockert sich und geht über kurz oder lang verloren. Wenn die bisher üblichen Behandlungen nicht ausreichen, können Methoden der regenerativen Parodontalchirurgie zum Erfolg führen. Mit ihnen wird verloren gegangenes Stützgewebe neu aufgebaut. Zur Wirksamkeit der Therapie liegen jetzt die Ergebnisse einer klinisch-kontrollierten Studie vor, die über einen Zeitraum von fünf Jahren von der Abteilung für Parodontologie der Universität Witten/Herdecke durchgeführt wurde.

"Unsere Untersuchungen zeigen die Überlegenheit der regenerativen Parodontalchirurgie gegenüber der konservativen Behandlung", resümiert Prof. Dr. Wolf-Dieter Grimm, der Leiter der Abteilung für Parodontologie. Mit der bisher üblichen Behandlung wird meist nur das weitere Fortschreiten des Zahnbettverlustes gestoppt. Anders bei den regenerativen Verfahren, soweit es die Diagnose erlaubt: Ausgelöst durch einen chirurgischen Eingriff lässt man den Zahnhalteapparat, inklusive Knochen und Zahnfleisch, Schritt für Schritt neu wachsen. Bereits nach sechs Monaten verfügten alle während der Wittener Studie therapierten Zähne wieder über einen ausreichend stabilen Halteapparat, der auch nach fünf Jahren noch intakt war.


Möglich werden solche Erfolge nur mit zusätzlichen Anstrengungen. "Der chirurgische Eingriff reicht nicht aus", betont Dr. Georg Gassmann, Oberarzt in der Abteilung für Parodontologie, "nötig sind auch regelmäßige Nachuntersuchungen und eine gewissenhafte Zahnpflege." Die Methoden der regenerativen Chirurgie sind auch Bestandteil der Fortbildungsveranstaltungen, die die Wittener Experten niedergelassenen Zahnärzten anbieten.

Kontakt: Univ.-Prof. Dr. Wolf-Dieter Grimm, 02302/926-626, wolfg@uni-wh.de

Dr. Olaf Kaltenborn | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de/zmk

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