Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weniger als die Hälfte der EU15-Unternehmen sind innovativ tätig, ergibt neue Untersuchung

11.05.2004


Laut der dritten Innovationsstudie der Gemeinschaft, die am 7. Mai veröffentlicht wurde, waren zwischen 1998 und 2000 44% der Unternehmen in den EU15-Ländern in irgendeiner Weise innovativ tätig.



Die Mitgliedstaaten mit dem in diesem Zeitraum größten Anteil von innovativ tätigen Unternehmen waren Irland (65%), Deutschland (61%), Belgien (50%) und Österreich (49%). Die Länder mit dem in dieser Hinsicht niedrigsten Anteil waren Griechenland (28%), Spanien (33%) sowie Italien und das Vereinigte Königreich (mit jeweils 36%).



Innovation definiert die Studie als Markteinführung neuer oder deutlich verbesserter Produkte (Waren und Dienstleistungen). Dazu zählen auch so genannte Prozessinnovationen, d. h. neue oder deutlich verbesserte Produktionstechnologien oder Methoden der Erbringung von Dienstleistungen und der Lieferung von Produkten.

In Bezug auf die Unternehmensgröße zeigt die Untersuchung eindeutig: Je größer ein Unternehmen, desto eher war es in irgendeiner Weise innovativ tätig. In der EU 15 (die Mitgliedstaaten vor der Erweiterung) führten 39% der kleinen Unternehmen - mit 10 bis 49 Mitarbeitern - Innovationen ein im Vergleich zu 77% der großen Unternehmen mit 250 oder mehr Mitarbeitern. Etwa 60% der mittleren Unternehmen, die zwischen 50 und 249 Mitarbeiter beschäftigen, zeigten innovative Tätigkeiten.

Ein Vergleich der Innovationsleistung der beiden Hauptgeschäftssektoren in den EU15-Ländern zeigt, dass im Zeitraum 1998 bis 2000 47% der Industrieunternehmen (einschließlich Bergbau, verarbeitendes Gewerbe und die Energie- und Wasserversorgung), aber nur 40% der Dienstleistungsunternehmen (Großhandel, Verkehr und Kommunikation, das Kredit- und Versicherungsgewerbe und einige Dienstleistungen für Unternehmen) in irgendeiner Weise innovativ tätig waren. Dieser EU-weite Trend konnte in allen Mitgliedstaaten festgemacht werden, mit Ausnahme Griechenlands.

Schließlich wurden alle an der Untersuchung beteiligten Unternehmen nach den Faktoren gefragt, die ihre Innovationsleistung am stärksten behindert hätten. Die meisten (21%) gaben an, dass "die Kosten der Innovation zu hoch" seien. Weitere wesentliche Faktoren seien der Mangel an geeigneten Finanzierungsquellen (15%) und der Mangel an Fachkräften (13%) gewesen.

| cn
Weitere Informationen:
http://europa.eu.int

Weitere Berichte zu: EU15-Unternehmen Innovationsleistung Mitgliedstaat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Grundlagen der Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft
27.07.2018 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

nachricht Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren
23.07.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

17.08.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics