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Hochschulen nutzen Potenzial nicht immer aus

03.05.2004


Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn setzt für höhere Leistungen der deutschen Hochschulen auf den Wettbewerb. "Die Hochschulen schöpfen ihr Potenzial noch nicht immer aus", sagte die Ministerin anlässlich der Veröffentlichung der Studie "Indikatoren zur Ausbildung im Hochschulbereich" am Montag in Berlin.



Nach der Analyse des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) ist das akademische System in Deutschland im internationalen Vergleich wenig effizient. Die Kosten pro Studienabsolventen liegen demnach in Deutschland deutlich über dem internationalen Durchschnitt. Für eine bessere Leistungsfähigkeit müssten die Strukturen an den Hochschulen modernisiert werden.

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Mit dem Wettbewerb für die Spitzenuniversitäten will die Bundesbildungsministerin neue Anreize setzen. Gleichzeitig solle auch die Zahl der Studierenden in Deutschland weiter gesteigert werden. "In den zunehmend wissensbasierten Wirtschaften ist die Ausbildung exzellenter Fachkräfte im internationalen Wettbewerb von zentraler Bedeutung." Mit der Erhöhung des BAföGs habe die Bundesregierung schon zu einer Steigerung der Studentenquote von knapp 28 Prozent im Jahr 1998 auf über 36 Prozent im vergangenen Jahr geschafft.

Für die weitere Erhöhung des Anteils an Studierenden müssten aber schon in den Schulen die Grundlagen gelegt werden, sagte Bulmahn mit Hinweis auf die Studie. So sehen deren Autoren die Ursache für die niedrigen Quoten der Studienberechtigten unter anderem in der ungenügenden Förderung in den Schulen, die viele Begabungen für die Hochschulausbildung ungenutzt lasse. Außerdem werde bei den Empfehlungen für die weitere schulische Laufbahn die tatsächliche Leistung der Kinder nur ungenügend berücksichtig. Das Programm der Bundesregierung für den Aus- und Aufbau von Ganztagsschulen werde hier eine Wende einleiten, sagte Bulmahn: "Wir setzen hier auf einen Paradigmenwechsel weg von der Auslese und hin zur Förderung."

Die vollständige Studie finden Sie [hier]

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

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