Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KPMG-Umfrage: Deutsche Kunden sind mit ihrer Bank sehr zufrieden

23.03.2004


Die meisten Bankkunden in Europa sind sowohl mit ihrer eigenen Bank als auch mit dem Bankensystem ihres Landes zufrieden und werden am liebsten von einheimischen Geldinstituten betreut. Zwar ist jeder zweite europäische Bankkunde der Meinung, dass sich der Heimatmarkt auch ausländischen Banken öffnen sollte, doch lehnen fast ebenso viele (46 Prozent) das Aufkommen einiger weniger gesamteuropäischer "Super-Banken" ab. Dabei ist die Ablehnungsquote in Deutschland mit 74 Prozent am höchsten. Das hat eine Umfrage des britischen Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag von KPMG unter 2.360 Bankkunden in zehn europäischen Ländern ergeben, die heute auf der europäischen KPMG Retail Banking-Konferenz in Amsterdam vorgestellt wird. Befragt wurden Kunden in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, in Polen, Schweden, Schweiz, Spanien und Tschechien.


Zufriedenheit mit der eigenen Bank - Deutsche Kunden sind treu

Niederländer (86 Prozent), Schweizer (84 Prozent), Deutsche und Schweden (je 83 Prozent) drücken die größte Zufriedenheit mit ihrer eigenen Bank aus, während nur jeder zweite Italiener sagt, er sei "im Großen und Ganzen zufrieden oder sehr zufrieden" mit seiner Bank. Über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) ist ihrer Bank bereits seit mehr als zehn Jahren verbunden (Deutschland: 58 Prozent).


Tab. 1: Zufriedenheit mit der eigenen Bank: Wenn Sie an Ihre Bank denken, stimmen Sie nachfolgender Aussage zu? "Alles in allem ist der Service gut, mit der Abwicklung meiner Bankgeschäfte bin ich sehr zufrieden."

insgesamt %
Alle 78
Niederlande 86
Schweiz 84
Deutschland 83
Schweden 83
Großbritannien 78
Polen 78
Spanien 77
Tschechien 76
Frankreich 73


Bankensystem: Kunden in Süd- und Südosteuropa sind unzufriedener

Mit dem Bankensystem im eigenen Land am zufriedensten sind die Niederländer (87 Prozent Zustimmung), gefolgt von der Schweizern (80 Prozent) und Kunden in Großbritannien (75 Prozent). Die Zustimmung in Deutschland entspricht genau dem Durchschnitt aller befragten Länder (57 Prozent). Keine gute Meinung vom Bankensystem im eigenen Land haben - vermutlich noch historisch bedingt - die Menschen in Tschechien und Polen (jeweils 34 Prozent Zufriedenheit). Besonders schlecht ist der Eindruck in Italien: Hier gab nur jeder siebte Befragte (14 Prozent) an, mit dem einheimischen Bankensystem zufrieden zu sein. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass in Italien die meisten Banken seit kurzem viele Dienstleistungen nicht mehr - wie bisher üblich - kostenlos anbieten.

Vielfalt: ja - Konzentration: nein

Wenig verwunderlich ist angesichts dieser Zahlen, dass zwei von drei Italienern (68 Prozent) meinen, der Heimatmarkt müsse sich stärker ausländischen Banken öffnen und nur jeder fünfte das Aufkommen möglicher pan-europäischer "Super-Banken" ablehnt. Dagegen ist die Ablehnungsquote solcher grenzüberschreitenden Institute in Deutschland (74 Prozent) und Großbritannien (67 Prozent) am höchsten. Ungeachtet der relativ großen Zufriedenheit mit der heimischen Bank: Über die Hälfte der Befragten (60 Prozent) kann sich vorstellen, Finanzprodukte einer ausländischen Bank zu kaufen. Sogar zwei von drei (68 Prozent) befürworten die Schaffung eines einheitlichen europäischen Finanzdienstleistungsmarktes, um die Inanspruchnahme und den Erwerb von Bankprodukten innerhalb Europas zu erleichtern.

Tab. 2: Pan-europäische Bank "Ich möchte nicht, dass eine Hand voll europaweiter "Superbanken" entsteht"

insgesamt %
Alle 46
Deutschland 74
Großbritannien 67
Schweiz 57
Niederlande 50
Tschechien 50
Polen 41
Frankreich 37
Schweden 36
Spanien 25


Georg Rönnberg, Partner im Bereich Financial Services bei KPMG: "Die Umfrage zeigt, dass die Kunden in Europa im Großen und Ganzen mit ihren einheimischen Banken zufrieden sind. Banken mit pan-europäischen Bestrebungen sollten sich, schaut man sich die Ergebnisse der Umfrage an, dabei nicht zu sehr auf die entwickelten Märkte in Nord- und Mitteleuropa konzentrieren - es sei denn, sie sind bereit, dabei große Anstrengungen zu unternehmen. Sie sollten ihr Augenmerk stattdessen auf süd- und südosteuropäische Länder richten, wo die Kunden dem Markteintritt ausländischer Banken gegenüber positiver gestimmt sind."

Marita Reuter | KPMG
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de

Weitere Berichte zu: Bankensystem Bankkunde Heimatmarkt Zufriedenheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Grundlagen der Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft
27.07.2018 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

nachricht Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren
23.07.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics