Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gehälter-Studie: Talfahrt auf allen Ebenen

05.01.2004


Von Gehaltserhöhungen können die Deutschen nur noch träumen: Seit Jahren war die Anstiegsrate der monatlichen Einkünfte nicht so gering wie dieses Jahr. Dies ist das Ergebnis der Studie "Salary Increase Survey 2003" des Beratungsunternehmens Hewitt Associates, an der fast 1.000 Organisationen in ganz Europa teilgenommen haben.

"Seit 1986 führen wir die Salary-Increase-Studie durch, doch nie haben Mitarbeiter aus dem oberen und mittleren Management so gering ausfallende Gehaltserhöhungen erhalten wie dieses Jahr", erklärt Piotr Bednarczuk, Geschäftsführer bei Hewitt in Wiesbaden. "Damit setzte sich ein schon in den vergangenen zwei Jahren erkennbarer Trend fort, der durch die unsichere wirtschaftliche Lage noch verstärkt wurde."

Um rund drei Prozent wurden 2003 die Gehälter der deutschen Manager erhöht. Kein Vergleich zum Jahr 2000, in dem noch Spitzenraten von fünf Prozent Gehaltssteigerung erreicht wurden. Für rund 15 Prozent der teilnehmenden Firmen war es dieses Jahr sogar gar nicht möglich, das Gehalt ihrer Top-Führungskräfte zu erhöhen. Auch die anderen Mitarbeitergruppen konnten auf mehr Geld im Portemonnaie nur vergeblich hoffen: Seit 1998 fällt die Erhöhung der Gehälter hier immer geringer aus und liegen mit 2,6 bis 3 Prozent mittlerweile fast auf der gleichen Stufe wie die Gehaltsveränderungen im Management.

Dieser Trend wird sich aus Sicht der teilnehmenden Unternehmen im kommenden Jahr fortsetzen. Während man 2002 und 2003 noch optimistisch in die Zukunft blickte, liegen die zu erwartenden Gehaltserhöhungen in Deutschland für 2004 nur wenig über den diesjährigen Zahlen. "Dies ist ein klares Zeichen für die starke Unsicherheit im Markt. Die Unternehmen gehen in ihren Budgetplanungen für das kommende Jahr sehr vorsichtig vor", so Bednarczuk.

Bei der Befragung konnten die Hewitt-Experten darüber hinaus feststellen, dass noch immer viele Firmen starke Zurückhaltung zeigen, wenn es um die Gehälter der Vorstandsvorsitzenden oder Vorstandsmitglieder geht. Neun von zehn Unternehmen umgehen hier detaillierte Angaben, indem im Geschäftsbericht die Gehälter der Vorstände zusammengefasst und als Summe angegeben werden. Dabei wird die Transparenz eines Unternehmens in bezug auf Gehälter und Bonuszahlungen immer mehr zum entscheidenden Faktor für Aktionäre und Teilhaber. "Der Druck wird größer", so Bednarczuk. "Der Markt und die Öffentlichkeit überprüfen in solch schwierigen Zeiten noch intensiver, ob die Bezahlung und die Leistung eines Top-Managers in einem vernünftigen Verhältnis stehen." Laut Bednarczuk haben viele Unternehmen bereits die richtigen Schritte getan, um nach außen Transparenz zu zeigen und Informationen über die Gehälter ihrer Top-Führungskräfte zu veröffentlichen, doch es werden noch mehr Maßnahmen folgen müssen.

Die Studie zur Gehaltsentwicklung von Unternehmen ("Salary Increase Survey") führt Hewitt seit 16 Jahren in 38 Ländern durch. Sie kann für 150 Euro bestellt werden. Mehr Informationen zur Studie und zu Hewitt auf www.hewitt.de .

Hewitt Associates (www.hewitt.com) ist ein Beratungs- und Outsourcing-Unternehmen im Bereich Human Resources. Hewitt ist global ausgerichtet und bietet seine Dienstleistungen in weltweit 38 Ländern an.



Pressekontakt:



Hewitt Associates GmbH
Hagenauer Straße 42

D-65080 Wiesbaden
Claudia Schreiber
Tel.. 0611 92883-152
Fax: 0611 92883-197
Claudia.Schreiber@hewitt.com

| ots
Weitere Informationen:
http://www.hewitt.de

Weitere Berichte zu: Associate Gehaltserhöhung Increase Transparenz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Grundlagen der Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft
27.07.2018 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

nachricht Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren
23.07.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenverschränkung erstmals mit Licht von Quasaren bestätigt

20.08.2018 | Physik Astronomie

1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien

20.08.2018 | Förderungen Preise

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics