Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Arbeitszufriedenheit von IT-Mitarbeitern

27.11.2003


Das Grazer research-team hat gemeinsam mit dem renommierten deutschen Marktforschungsinstitut IFAK eine Untersuchung durchgeführt, die interessante Ergebnisse über die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten in der IT-Branche brachte. Erstmals wurde in dieser Studie ein direkter Vergleich zwischen Österreich und Deutschland hergestellt. "Wir erweitern unseren Aktionsradius ständig und werden auch in Zukunft verstärkt mit internationalen Partnern zusammen arbeiten. Der vorliegende Vergleich der Arbeitszufriedenheit im IT-Bereich in Österreich und Deutschland ist das erste gemeinsame Projekt dieser Art und bringt nicht nur für Experten interessante Ergebnisse", so Dr. Paul Jiménez, wissenschaftlicher Leiter von research-team.


Grundlage der vorliegenden Befragung ist die PAZ (Profilanalyse zur Arbeitszufriedenheit, © Dr. Paul Jiménez). Mit Hilfe dieses Instruments lassen sich konkretere Informationen über die einzelnen Zufriedenheitsbereiche am Arbeitsplatz finden. Die größten Unterschiede zeigten sich im Bereich "Information und Kommunikation", "Bezahlung" und "Anstellungssicherheit".

Jeder Dritte der deutschen und österreichischen IT-Mitarbeiter hat sich bereits nach einem anderen Job umgesehen. Damit liegen IT-Mitarbeiter weit über dem allgemeinen Durchschnitt! In diesem Punkt ähneln sich IT-MitarbeiterInnen in Österreich und Deutschland. Zu einem hervorstechenden Unterschied kommt es aber im Bereich der Zuversicht, dass man einen neuen Job auch tatsächlich findet: Im IT-Bereich sind Österreicher optimistischer als Deutsche, wenn es darum geht, einen neuen Job zu finden.


Trends am IT-Arbeitsmarkt 2003 Vergleich Deutschland - Österreich November 2003

Österreichische IT-Mitarbeiter: trotz schlechter Wirtschaftslage optimistische Einschätzung ihrer Jobchancen Kooperation mit IFAK-Institut in Deutschland ermöglicht spannende Vergleiche Graz – November 2003 Das Grazer research-team und das Markt- und Sozialforschungsinstitut IFAK mit Sitz in Taunusstein bei Frankfurt haben ein gemeinsames Forschungsprojekt in Kooperation mit der Universität Graz, Institut für Psychologie, durchgeführt. Im Blickpunkt des Interesses standen IT-MitarbeiterInnen in Österreich und Deutschland und die Fragen nach Arbeitszufriedenheit, Anstellungssicherheit, Wechselbereitschaft bzw. Bindungsanalyse und Belastungsforschung. Die österreichische Stichprobe setzt sich aus 1.805 IT-MitarbeiterInnen zusammen. Diese Stichprobe wurde aus allgemeinen MitarbeiterInnen-Befragungen, die von research-team regelmäßig durchgeführt werden, selektiert. Die deutsche Stichprobe von 211 MitarbeiterInnen ergibt sich aus einer spezialisierten Online-Panel-Befragung 2003 im IT-Bereich, durchgeführt durch das IFAK-Institut mit den fundierten Instrumenten von research-team.

Arbeitszufriedenheit

Österreichische IT-Mitarbeiter haben deutlich höhere Ansprüche an ihren Job! Fragt man österreichische und deutsche IT-MitarbeiterInnen in nur einer Frage nach ihrer Arbeitszufriedenheit, so geben Österreicher eine geringere Zufriedenheit mit ihrer Arbeit an als Deutsche. In allen Untersuchungen von research-team und IFAK wurde allerdings die Arbeitszufriedenheit in mehreren Facetten erfragt - mit einem fundierten und seit Jahren bewährten Fragebogen von research-team, der Profilanalyse der Arbeitszufriedenheit (PAZ©2000, Dr. Paul Jiménez) das in Kooperation mit der Universität Graz entwickelt wurde. Mit Hilfe dieses Instruments lassen sich konkrete Informationen über die einzelnen Zufriedenheitsbereiche am Arbeitsplatz finden. In dieser genaueren Analyse zeigt sich, dass österreichische und deutsche MitarbeiterInnen im IT-Bereich besonders mit den Bereichen „Umgang mit Kollegen“, „Herausforderung der Arbeit“, „Entscheidungsspielraum“ und „Arbeits- und Urlaubszeiten“ zufrieden sind.

Die größten Unterschiede zeigten sich im Bereich „Information und Kommunikation“, „Bezahlung“ und „Anstellungssicherheit“. Zufriedenheit mit Information und Kommunikation Österreichische IT-MitarbeiterInnen fühlen sich gegenüber ihren deutschen KollegInnen zu wenig über das Firmengeschehen informiert. Weiter finden sie, dass Vorschläge, die von ihnen gemacht werden, im Unternehmen nicht richtig weiter behandelt werden.

Zufriedenheit mit der Bezahlung

Österreichische IT-MitarbeiterInnen fühlen sich in ihrer Bezahlung benachteiligt. Sie empfinden, dass sie sowohl insgesamt zu wenig bezahlt bekommen, als auch im Vergleich zu ihren Kollegen benachteiligt sind.

Anstellungssicherheit

IT-MitarbeiterInnen in Österreich sind weniger zufrieden mit der Sicherheit ihrer Anstellung als deutsche KollegInnen Die anhaltend schlechte wirtschaftliche Lage in Europa übt oft sehr großen Druck auf Beschäftigte aus. Dadurch rückt die Anstellungssicherheit mehr und mehr ins Zentrum des Interesses aller Arbeitenden. In dem Fragebogen von research-team wird auch dem Punkt Anstellungssicherheit auf den Grund gegangen. Im Vergleich Österreich – Deutschland kam man zu dem spannenden Ergebnis, dass IT-MitarbeiterInnen in Österreich mit ihrer Anstellungs-Sicherheit weniger zufrieden sind als in Deutschland. Wichtigkeit von Aufstiegschancen Gute Aufstiegschancen im Unternehmen sind IT-Mitarbeitern in Österreich wichtiger als in Deutschland Ein Ergebnis, das sich durch die gesamte Studie zieht, ist, dass österreichischen Mitarbeitern in der IT-Branche die Karriere besonders wichtig ist. Während für die deutschen Kollegen der Karrieregedanke eher in den Hintergrund tritt, ist die Möglichkeit einer Wunschkarriere in der IT-Firma für die Österreicher ein wichtiger Punkt.

Wechselbereitschaft

Jeder Dritte der deutschen und österreichischen IT-Mitarbeiter hat sich bereits nach einem anderen Job umgesehen! Beinahe 70 % der österreichischen IT-Mitarbeiter sind sich sicher, dass sie einen ähnlichen Job problemlos finden. Deutsche IT-Mitarbeiter meinen das nur zu knappen 40 %. Der Prozentsatz derer, die nach einem anderen Job suchen, ist enorm hoch. Das zeigen Studien von researchteam immer wieder. Im IT-Bereich ist es jeder dritte Mitarbeiter, der sich nach einer anderen Stelle umschaut! In diesem Punkt ähneln sich IT-MitarbeiterInnen in Österreich und Deutschland. Ein markanter Unterschied liegt aber im Bereich der Zuversicht, dass man einen neuen Job auch tatsächlich findet. Österreicher im IT-Bereich sind Optimisten und meinen, dass es nicht besonders schwer ist, einen ähnlichen Job zu finden. Österreicher sehen der Zukunft gelassener entgegen. Sie sind zu einem sehr hohen Prozentsatz davon überzeugt, dass sie problemlos einen ähnlichen Job finden würden. Sie wollen auch viel weniger als Deutsche die Branche wechseln.

Dr. Paul Jiménez hat das Institut research-team im Jahr 2000 gegründet. Er promovierte an der Universität Graz und ist am Institut für Psychologie beschäftigt, wo er mit der Lehre im methodischen Bereich, wie Umfrageforschung und Forschungsmethoden, Experimentalpsychologie (Versuchsdesign und -planung, statistische Auswertungen, Skalen- und Testkonstruktion, u.a.) und Evaluationsmethoden beauftragt ist. Die Kernthemen seiner wissenschaftlichen Forschung sind einerseits Faktoren, die Mitarbeiterbindung beeinflussen können, wie Arbeitszufriedenheit, Belastungs- und Fluktuationsfaktoren, aber auch Evaluation, Kennzahlen, Balanced Scorecard und Qualitätsmanagement. Durch langjährige Erfahrung und Entwicklung sowie aufgrund des Bedarfs seitens der Wirtschaft, fand sich ein Team von dynamischen ExpertInnen in diesem Bereich, das von Dr. Paul Jiménez geleitet wird. Ein besonderes Anliegen ist es, wissenschaftliche Forschung und Theorie mit der Realität in der Praxis zu verknüpfen. In Zusammenarbeit mit vielen Firmen haben sich Schwerpunkte herauskristallisiert, die für Unternehmen von besonderer Bedeutung sind, dies führte zur Entwicklung verschiedener Instrumente, die von research-team mit Erfolg eingesetzt werden. Der Fragebogen zur Mitarbeiterzufriedenheit wurde zu einem eigenen Messinstrument, der Profilanalyse der Arbeitszufriedenheit (PAZ© 2000), weiters den Fragebogen ABEL, die Analyse des Belastungs- und Burnouterlebens in der Arbeitswelt, die EDEM, die Engagement/Demotivationsskala zur Erfassung der inneren Kündigung, Instrumente zur Erfassung von Intention to quit/Bindungsstärke, Kundenzufriedenheit und 360° Feedback.

IFAK wurde 1958 in Wiesbaden gegründet. Es ist seitdem als Voll-Service-Institut aktiv. Mit seiner langjährigen Tätigkeit im Dienste der Markt- und Sozialforschung zählt es zu den Instituten der ersten Generation nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland. IFAK bietet als unabhängiges, privates Forschungsinstitut ein breites und praxisorientiertes Leistungsspektrum. Seit einigen Jahren ist IFAK auch in der Online-Forschung tätig und verwendet das Internet als Erhebungsinstrument. IFAK ist in INTERSEARCH, einem internationalen Forschungsverbund unabhängiger Marktforschungsinstitute, organisiert. IFAK ist Mitglied des Arbeitskreises Deutscher Marktforschungsinstitute e.V.. Darüber hinaus bestehen Mitgliedschaften bei ESOMAR und dem Bundesverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. (BVM).

Eva Jiménez | K&S Wirtschaftskanzlei
Weitere Informationen:
http://www.research-team.at
http://www.ifak.de
http://img.pte.at/files/binary/480.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

nachricht Sicherer Auto fahren ohne Grauen Star: Geringeres Unfallrisiko nach Linsenoperation
12.07.2018 | Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

17.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

17.07.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics