Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Motive und Begleitumstände der Gründung von gemeinnützigen Stiftungen

07.08.2003


Bertelsmann Stiftung startet erste deutsche Studie über Stifter und ihre Motive


Erstmals werden in Deutschland die Motive und Begleitumstände der Gründung von gemeinnützigen Stiftungen wissenschaftlich untersucht. In einer ersten Vollerhebung wird die Bertelsmann Stiftung in den kommenden Monaten alle 1.500 Stifter schriftlich befragen, die seit 1990 eine selbstständige Stiftung ins Leben gerufen haben. Eine parallele Erhebung bei Rechtsanwälten, Banken und Stiftungsberatern soll darüber hinaus qualitative Aussagen über die Motive zur Stiftungsgründung gewinnen.

"Wir wissen zu wenig über deutsche Stifterinnen und Stifter", erläutert Dr. Karsten Timmer, der das Projekt der Bertelsmann Stiftung leitet. "Wir wollen zukünftig effektiver für den Stiftungsgedanken werben und mehr Menschen zum Stiften anregen. Dazu müssen wir die Zielgruppen noch besser kennen lernen." Von der Studie verspricht sich die Stiftung darüber hinaus, dass andere Anbieter ihre Dienstleistungen für Stifter deutlich verbessern werden.


Die Studie soll unter anderem zeigen, wie Stifter bei der Umsetzung ihrer Ideen optimal unterstützt werden können und welche Faktoren sie bei der Stiftungsgründung behindern. Da die Entscheidung zur Stiftungsgründung selten allein getroffen wird, beschäftigt sich die Untersuchung darüber hinaus mit dem Umfeld der Stifter und fragt nach der Rolle der Familie sowie nach den Erfahrungen mit Behörden und Beratern.

Untersuchungen aus den USA haben gezeigt, dass Stifter keine homogene Gruppe darstellen. Hinter jeder Entscheidung, privates Vermögen in eine Stiftung einzubringen, stehen danach sehr individuelle Ziele und Motive. Gleichzeitig zeigen diese Untersuchungen, dass sich bestimmte Gruppen von Stiftern anhand ihrer Beweggründe und Interessen unterscheiden lassen. "Wir wollen mit unserer Studie herausfinden, ob es auch in Deutschland vergleichbare Stifter-Typen gibt", sagt Karsten Timmer. "Unser Ziel ist es, Stifter in ihrem Engagement zu unterstützen. Je mehr wir über ihre Anliegen wissen, desto angemessener kann die Politik die Rahmenbedingungen gestalten. Auch die Informations- und Dienstleistungsangebote können dann besser auf die Bedürfnisse der Stifter abgestimmt werden."

Die Ergebnisse der Untersuchung, die mit Unterstützung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen durchgeführt wird, sollen im Sommer 2004 veröffentlicht werden. Die Publikation richtet sich an potenzielle Stifter, aber auch an Berater, Rechtsanwälte und Serviceorganisationen des Stiftungswesen sowie an die Politik.

Die Bertelsmann Stiftung unterhält seit 1996 eine eigene Abteilung, die auf Fragen der Gründung und Führung von Stiftungen spezialisiert ist. Als Kompetenzzentrum unterstützt die "Stabsstelle Stiftungswesen" Stifter und Stiftungen durch Informations- und Beratungsangebote. Die 15 Mitarbeiter diskutieren in internationalen Expertenkommissionen, Konferenzen und Netzwerken neue Ansätze des Stiftungsmanagements und übertragen sie als "best practice"-Empfehlungen nach Deutschland.

Rückfragen an: Dr. Karsten Timmer, Tel.: 05241 - 8181-390

Julia Schormann | idw
Weitere Informationen:
http://www.bertelsmann-stiftung.de/presse

Weitere Berichte zu: Stifter Stiftungsgründung Stiftungswesen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Massenverlust des Antarktischen Eisschilds hat sich beschleunigt
14.06.2018 | Technische Universität Dresden

nachricht Teure Flops: Nur 5% der Innovationsideen werden erfolgreich
12.06.2018 | Institut für angewandte Innovationsforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics