Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie beweist: Clevere Unternehmens-Organisation rechnet sich

20.01.2003


Unternehmen, die angesichts schwieriger Rahmenbedingungen Wege aus der Krise suchen, setzen neben Kostensenkungsmaßnahmen in der Regel auch auf organisatorische Veränderungen. Doch längst nicht allen Unternehmen gelingt der notwendige Umbau, wie die Vielzahl der Insolvenzen auch einstiger Vorzeigeunternehmen zeigt. "Selbst wenn die Unternehmer sinnvolle neue Strategien und Konzepte entwickelt haben, so scheitern sie doch häufig an einer konsequenten Umsetzung", sagt Dr. Juan Rigall (34), Partner der internationalen Unternehmer-Beratung Droege & Comp. und spezialisiert auf Fragen der Unternehmensorganisation. Während viele Unternehmenslenker auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld mit wachsender Verunsicherung reagieren, weist eine aktuelle, europaweite Studie von Droege den Weg zu mehr Wachstum und Effizienz. Das Ergebnis einer Umfrage unter Top-Entscheidern aus rund 350 Unternehmen wie British Airways, Carl Zeiss, Berentzen, Leifheit, DekaBank oder Allianz ist dabei ebenso überraschend wie eindeutig: Nur individuell auf das Unternehmen zugeschnittene Lösungen und ein zielstrebiges Umsetzungskonzept führen noch zum Erfolg. Das gilt für Mittelständler und Konzerne gleichermaßen.


Die Herausforderungen für unternehmerisches Handeln haben in den letzten Jahren deutlich an Schärfe zugenommen. Allen voran die zunehmende Globalisierung, die anhaltende Konjunkturkrise und der verschärfte Wettbewerb, die zusammen für einen permanenten Kostendruck sorgen. Gleichzeitig müssen die Unternehmen immer komplexere Aufgaben organisatorisch bewältigen. "Die Normkonzepte von früher reichen dafür aber nicht mehr aus. Die Organisationen sind inzwischen soweit verschlankt, dass Re-Engineering oder Prozessoptimierung allein nicht mehr ausreichen. Jedes Unternehmen braucht neue, maßgeschneiderte Lösungen", sagt Dr. Rigall.

Standardisierte Konzepte führen nachweislich nicht mehr zum Erfolg, wie die Studie von Droege & Comp. zeigt. Die fünfte Studie in Folge seit 1993 zum Schwerpunkt Unternehmensorganisation basiert dabei auf schriftlichen Befragungen von 319 Top-Managern, knapp die Hälfte davon aus Deutschland. 16 Prozent der Teilnehmer kommen aus Österreich und der Schweiz, 15 Prozent aus Frankreich, 9 Prozent aus Großbritannien und Irland, 8 Prozent aus Spanien und Portugal, weitere 6 Prozent aus dem übrigen Europa. 50 Prozent der Befragten stammen aus der Industrie, die andere Hälfte zu gleichen Teilen aus Handel und Dienstleistung. Zusätzlich wurden 32 Einzelinterviews mit Vorständen, Geschäftsführern und Bereichsleitern von Branchenführern wie BASF und BP/Veba geführt. Auch die Einschätzungen von fünf namhaften Professoren und Lehrstuhlinhabern wurden mit in die Untersuchung einbezogen.


Die Analyse der Befragung belegt klar, dass in den letzten eineinhalb Jahren diejenigen Unternehmen einen besonderen Erfolg vorweisen können, denen es nicht nur gelungen ist, Konzepte nach Maß anzufertigen, sondern ihre Strukturen so anzupassen, dass die neuen Konzepte in der Organisation auch greifen können. Dazu gehört auch ein Umdenken in den Köpfen der Vorstände und Geschäftsführer, die operative Verantwortung in kleinere unternehmerische Einheiten delegieren und damit den Rücken frei haben, für stärker strategische Aufgaben.

Auch wenn die neue Struktur in jedem Unternehmen anders aussieht, so lässt sich doch ein Erfolgsmuster erkennen: Das Gliedern in kleine Geschäftseinheiten, die zwar nach festen, zentral vorgegebenen Spielregeln arbeiten, jedoch weitgehend autonom im Markt agieren können. Besonders deutlich kristallisieren sich die Erfolgsunterschiede bei Unternehmen heraus, die in der gleichen Branche in einem vergleichbar schwierigen Umfeld tätig sind.

Das Erfolgsrezept maßgeschneiderter organisatorischer Veränderungen basiert dabei auf einem koordinierten "Bebauungsplan" einer Gesamtarchitektur - "aber ohne dass den Unternehmen eine Zwangsjacke verpasst wird", betont Dr. Rigall. So werden für alle Bereiche eines Unternehmens separate Konzepte entwickelt. Den einzelnen Abteilungen wird mehr Kompetenz zugewiesen. Führungskräfte und Mitarbeiter aller Ebenen werden frühzeitig in die Reorganisation eingebunden. "Für sie müssen die veränderten Strukturen und Prozesse transparent sein, dann werden sie auch zu Unternehmern im Unternehmen", sagt Dr. Rigall - und verweist auf die Hauptvorteile eines gut organisierten Unternehmens: "Es arbeitet effizient, kostengünstig und wachstumsorientiert." Eine optimale Organisation bietet zudem Freiraum für Innovationen. "So ein Unternehmen ist dann auch lern- und veränderungsfähig", so Dr. Rigall weiter. Die Umsetzung der Maßnahmen muss dabei einem genauen Fahrplan, der Road Map, folgen: "Baustelle für Baustelle wird abgearbeitet, bis alle Punkte umgesetzt sind. Das funktioniert aber nur, wenn sich das oberste Management zur Entwicklung der Unternehmensorganisation als kontinuierliche Aufgabe bekennt."

Für Rückfragen:
Andrea Behrens
Leiterin Unternehmenskommunikation
Droege & Comp. GmbH
Internationale Unternehmer-Beratung
Poststraße 5-6
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211/8 67 31 - 277
Fax: 0211/8 67 31 - 116
Andrea_Behrens@droege.de

| ots

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Massenverlust des Antarktischen Eisschilds hat sich beschleunigt
14.06.2018 | Technische Universität Dresden

nachricht Teure Flops: Nur 5% der Innovationsideen werden erfolgreich
12.06.2018 | Institut für angewandte Innovationsforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics