Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF foerdert Projekt zur Erforschung der Wirkung von Repression auf rechtsradikale Gruppen

11.10.2002


Mit einem Projekt "Repression und Reaktion: Zur Wirkung von Repression auf rechtsradikale Gruppen" beteiligt sich die Europa-Universitaet Viadrina Frankfurt (Oder) unter Leitung von Prof. Dr. Michael Minkenberg, Professur Politikwissenschaft, an einem zentralen Drittmittelprojekt, das mit Beginn des Wintersemesters 2002/2003 startet


Dieses vom Bundesministerium fuer Bildung und Forschung mit der Summe von rund 220 000 EURO gefoerderte Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und findet im Rahmen eines Projektverbundes unter Leitung von Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer von der Universitaet Bielefeld statt. Dieser interdisziplinaere Forschungsverbund mit dem Titel "Staerkung von Integrationspotenzialen einer modernen Gesellschaft", zu dem 17 Einzelprojekte gehoeren, hat sich zur Aufgabe gemacht, zerstoererische Folgen von Desintegrationsprozessen und Erfolgsfaktoren fuer Integration zu analysieren. "Die vor allem im Laufe der achtziger Jahre aufgetretenen neuen rechtsradikalen Bewegungen und Parteien in verschiedenen westlichen Laendern sind inzwischen vielfaeltig erforscht. Dabei wurde von Seiten der Wissenschaft in den vergangenen Jahren vor allem die Ursachenforschung relativ intensiv betrieben. Eine ’Wirkungsforschung’ ist demgegenueber noch nicht anzutreffen. Insbesondere die fuer die Praxis hoechst relevante Erforschung des staatlichen und gesellschaftlichen Umgangs mit Rechtsradikalismus und der Reaktionen von Rechtsradikalen darauf hat bislang kaum stattgefunden", erlaeutert Prof. Minkenberg die Notwendigkeit dieser Forschungen. Im Rahmen dieser Analyse will das Projekt "Repressionswirkungen" der Frage nachgehen, wie sich das Instrumentarium der "wehrhaften Demokratie" in der Bundesrepublik bei der Bekaempfung politischer Bedrohungen wie des Rechtsradikalismus auswirkt.

Die zentrale Frage des Projekts lautet: Wie reagieren rechtsradikale Gruppen auf Repression? Gibt es "Lernerfolge" oder andere Effekte, die die Wirkungen von Repressionen zunichte machen oder gar umkehren? "Im Mittelpunkt der Untersuchung steht also die Frage des Repressionserfolges gegenueber Mitgliedern rechtsradikaler Gruppen bzw. die Abwendungen oder Verhaertungen von rechtsradikalen Positionen und Organisationen aufgrund staatlicher, aber auch nicht-staatlicher Interventionen", erklaert Prof. Minkenberg. Methodisch besteht das Projekt aus drei Komponenten: Die erste umfasst umfangreiche Recherchen von Primaer- und Sekundaerliteratur zu Diskussionen und Bewegungen im rechtsradikalen Lager in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts in Reaktion auf staatliche Repression (Verbote, verstaerkte Polizeipraesenz etc.). Die zweite Komponente beinhaltet eine (begrenzte) statistische Auswertung von Material zu Entwicklung von Gewalt und Militanz im Zusammenhang mit der organisatorischenEntwicklung nach den Vereinsverboten in den 90er Jahren. Die dritte und groeßte Komponente schließlich besteht aus einer umfangreichen qualitativen Untersuchung rechtsradikaler Gruppen, ihrer internen Diskussionen und Reaktionen auf Repression in einer Reihe von deutschen Staedten in den alten und neuen Bundeslaendern.

Prof. Dr. Michael Minkenberg | Pressestelle Viadrina
Weitere Informationen:
http://www.euv-frankfurt-o.de

Weitere Berichte zu: BMBF Rechtsradikalismus Repression

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Massenverlust des Antarktischen Eisschilds hat sich beschleunigt
14.06.2018 | Technische Universität Dresden

nachricht Teure Flops: Nur 5% der Innovationsideen werden erfolgreich
12.06.2018 | Institut für angewandte Innovationsforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics