Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unternehmen rechnen mit starkem Anstieg der indirekten Steuern

23.05.2008
Drei von vier global operierenden Unternehmen erwarten in den nächsten fünf Jahren eine Erhöhung der indirekten Steuern.

In Deutschland sind es sogar 94 Prozent. Die Unternehmen gehen außerdem davon aus, dass die Unternehmensteuersätze weiter sinken werden. Das hat eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG unter mehr als 500 international operierenden Unternehmen in 22 Ländern ergeben.

Die Untersuchung ist ein weiterer Beleg für die zunehmende Bedeutung der Umsatzsteuer und der weiteren indirekten Steuern weltweit. Nur ein relativ kleiner Teil der von Unternehmen gezahlten Steuern und Abgaben entfällt auf die Ertragsteuern. Den Großteil der Steuer- und Abgabenlast machen Umsatzsteuer, Sozial- und Umweltabgaben und Grundstücksteuern aus. Hinzu kommen erhebliche administrative Kosten für die Erstellung der Steuererklärungen. Die KPMG-Studie liefert zur Umsatzsteuer konkrete Zahlen: So geben 82 Prozent aller Befragten an, dass ihre Unternehmen einen jährlichen Umsatzsteuer-Durchlauf in Höhe von 200 Mio. bis 1 Mrd. US $ haben.

Claudia Hillek, Partnerin bei KPMG im Bereich Indirect Tax Services: "Die Tatsache, dass bei fast allen Transaktionen des internationalen Wirtschaftsverkehrs die indirekten Steuern eine Rolle spielen, bereitet den Befragten in global agierenden Unternehmen große Sorgen. Die komplexen Abrechnungsmethoden erhöhen die Gefahr der unfreiwilligen Nichteinhaltung und Fehlinterpretation von Gesetzen und Verwaltungsanweisungen und führen zu einer großen Rechtsunsicherheit, die mit hohen unternehmerischen Risiken verbunden ist."

... mehr zu:
»Umsatzsteuer

Das belegt auch die Untersuchung: Die Hälfte aller Finanzdirektoren schätzt den Stellenwert der Mehrwertsteuer-Risiken in ihrem Unternehmen deutlich höher ein als die Risiken, die die Unternehmenssteuern mit sich bringen (38 Prozent). Die Studie zeigt außerdem, dass den Befragten die wesentlichen Umsatzsteuer-Risiken bekannt sind. Maßnahmen zur Risikoeingrenzung werden jedoch aus verschiedenen Gründen nur unzureichend umgesetzt.

Claudia Hillek: "Für die Unternehmen ist es jetzt wichtig, dass sie ihre Mitarbeiter für das Thema Mehrwertsteuer sensibilisieren. Darüber hinaus sollten interne Ressourcen aufgebaut und der kommunikative Austausch zu den Steuerbehörden gepflegt werden. Neue Technologien helfen dabei, Prozesse kontinuierlich zu verbessern und ein erfolgreiches Risikomanagement im Bereich der Umsatzsteuer zu etablieren."

Pressekontakt:
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Marita Reuter/Thomas Blees
Tel.: (0 30) 20 68-11 18, Fax: (0 30) 20 68-11 48
eMail: mreuter@kpmg.com / tblees@kpmg.com

Thomas Blees | KPMG
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de

Weitere Berichte zu: Umsatzsteuer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht „Moonwalk“ für die Wissenschaft zeigt Verzerrungen im räumlichen Gedächtnis
18.11.2019 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

nachricht Mobilität im Zeichen von Umbruch und Klimawandel
13.11.2019 | Duale Hochschule Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Im Focus: Eine Fernsteuerung für alles Kleine

Atome, Moleküle oder sogar lebende Zellen lassen sich mit Lichtstrahlen manipulieren. An der TU Wien entwickelte man eine Methode, die solche „optischen Pinzetten“ revolutionieren soll.

Sie erinnern ein bisschen an den „Traktorstrahl“ aus Star Trek: Spezielle Lichtstrahlen werden heute dafür verwendet, Moleküle oder kleine biologische Partikel...

Im Focus: Atome hüpfen nicht gerne Seil

Nanooptische Fallen sind ein vielversprechender Baustein für Quantentechnologien. Forscher aus Österreich und Deutschland haben nun ein wichtiges Hindernis für deren praktischen Einsatz aus dem Weg geräumt. Sie konnten zeigen, dass eine besondere Form von mechanischen Vibrationen gefangene Teilchen in kürzester Zeit aufheizt und aus der Falle stößt.

Mit der Kontrolle einzelner Atome können Quanteneigenschaften erforscht und für technologische Anwendungen nutzbar gemacht werden. Seit rund zehn Jahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

20.11.2019 | Materialwissenschaften

Eisberge als Nährstoffquelle - Führt der Klimawandel zu mehr Eisendüngung im Ozean?

20.11.2019 | Geowissenschaften

Gehen verändert das Sehen

20.11.2019 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics